Shark Night - David R. Ellis
Zunächst einmal: Was stimmt nicht mit amerikanischen Seen? Zuerst haben es Verrückte in "The Last House on the Left" auf dich abgesehen, dann stehen in "Shark Night 3D" Menschen auf dem Speiseplan und demnächst wirst du auch noch in "The Briar Lake Murders" mit dem Bösen konfrontiert.

Ich habe keine Ahnung (lacht). Ich denke, ich muss einfach immer als Schwimmerin vorsprechen, darin bin ich nämlich jedes Mal umwerfend. Aber abgesehen davon fallen mir keine weiteren Gründe ein, wieso ich mich immer wieder auf diesen Horror-Trip einlasse. Ich weiß es wirklich nicht.

David R. Ellis und Dustin Milligan haben mir erzählt, dass bei den Haien teilweise echte Zähne zum Einsatz kamen. War das nicht unheimlich für dich? Schließlich kam dir der große Hai im Käfig gefährlich nahe.

Oh ja, das war wirklich beängstigend. Gerade weil diese animatronischen Modelle so unglaublich authentisch wirken und diese echten Zähne von Haien in ihren Mündern tragen. Natürlich war es da ein ziemlich unheimliches Gefühl, sich gemeinsam mit ihnen im Wasser aufzuhalten. Manche Mitarbeiter wurden teilweise sogar von ihnen gebissen (lacht). Wir hatten also definitiv auch ein paar Haie in unseren Träumen. Aber wir hatten außerdem auch reale Tiere im Wasser, denn es gab da zum Beispiel Alligatoren und Schlangen. Da lauerte also viel Unheimliches.

Kann Dustin Milligan sie rechtzeitig retten?

Die Szene im Käfig kombiniert außerdem eine Reihe von menschlichen Urängsten. Da hätten wir neben den Haien an sich auch die Angst vor dem Wasser und der Isolierung auf engem Raum. Welches dieser Elemente gestaltete sich am schwierigsten, als ihr diese Szene umgesetzt habt?

Ich meine, ich werde immer Angst vor Haien haben. Wie du schon gesagt hast, handelt es sich dabei um eine natürliche Urangst, da die Leute sich davor fürchten, nicht zu wissen, was sich unterhalb der Wasseroberfläche befindet. Das ist wirklich beunruhigend. Außerdem sind wir unfähig dazu, unter Wasser zu atmen. Wir hatten natürlich die passende Ausrüstung für Szenen wie diese und es wurde generell darauf geachtet, dass niemandem etwas passiert, als wir sie umgesetzt haben. Beunruhigend war es aber dennoch.

Dann käme es für dich also nicht infrage, eines Tages, so wie es Hailiebhaber tatsächlich tun, sich in einem Käfig ins Wasser zu begeben um richtige Haie um dich herum schwimmen zu sehen?

Das würde ich nie und nimmer tun (lacht). Ich bin viel zu ängstlich dafür. Die mechanischen Haie waren definitiv genug für mich (lacht).

Sara versucht einen Kontakt zur Außenwelt herzustellen.

Wie viele animatronische Modelle wurden denn insgesamt für den Film gebaut?

Wir hatten neben dem großen weißen Hai zusätzlich auch noch einen Hammerhai. Und dann gab es noch einen, der nur als Hilfe und unterstützend für diverse Szenen zum Einsatz kam. Das war so eine Art Mini-Hai, der zwar auch immer noch ziemlich groß war, aber nie für uns Schauspieler benutzt wurde. Die einzigen Haie, mit denen ich tatsächlich gearbeitet habe, waren der große Weiße und der Hammerhai.

Wie viel Zeit war notwendig, bis jeder am Set genau wusste, wie diese mechanischen Haie funktionieren? Immerhin waren pro Hai gleich mehrere Leute am Werk, die jeweils für einzelne Bewegungen, zum Beispiel die des Mundes oder des Körpers, verantwortlich waren.

Genau. Diese ganze Unterwasser-Arbeit mit den Haien bedeutete eine Menge Aufwand für jeden von uns. Ich meine, es bereitete uns natürlich auch sehr viel Spaß, weil wir ein so großes Team waren und dann kam auch noch das sommerliche Wetter dazu. Es war also nicht nur unheimlich sondern auch spaßig. Als dann die Haie zum Einsatz kamen, mussten sehr viele Mitarbeiter involviert werden, um diese ganzen Sachen in diesen Szenen dann auch wirklich zum Laufen zu bringen. Und bis dann alles funktioniert, wird viel Zeit und Vorbereitung notwendig.

Auch über Wasser geht es explosiv zu.

Du hast vorhin erzählt, dass du dich vor Haien fürchtest. Konnte dir "Shark Night 3D" diese Angst denn immerhin ein wenig nehmen oder hat sie sich eher noch vergrößert?

Wie gesagt, ich hatte schon immer Angst vor Haien und werde auch immer ein ungutes Gefühl dabei haben, wenn ich ins Wasser gehe. Aber nachdem ich nun "Shark Night 3D" gemacht und diese mechanischen Haie gesehen habe, würde ich sagen, dass ich jetzt sogar noch ein kleines bisschen mehr Ehrfurcht vor ihnen habe als es schon vor dem Film der Fall war (lacht).

Demnächst sehen wir dich außerdem im gruseligen Geister-Horror "The Innkeepers", der bereits im Rahmen diverser Filmfestspiele präsentiert und positiv bewertet wurde. Überrascht es dich, schon so lange vor Veröffentlichung eine so überwiegend positive Resonanz erhalten zu haben?

Das tut es tatsächlich, ja. Ich bin wirklich sehr begeistert von "The Innkeepers". Weißt du, ich bin ein sehr großer Fan von Ti West. Ich hatte aber lange keine Ahnung davon, dass der Film schon so positiv aufgenommen wurde. Ich persönlich liebe ihn einfach. Ich durfte "The Innkeepers" jetzt schon einige Male sehen und bin sehr glücklich darüber, dass ihn das Publikum offenbar so sehr mag.

"House of the Devil", ebenfalls von Ti West, war bereits sehr vom alten Horror der Achtziger beeinflusst. Welche Vorbereitungen waren nötig?

Nun, ich hatte "The House of the Devil" noch nicht gesehen, als ich das Drehbuch zu "The Innkeepers" bekam. Aber ich habe einen Freund, der mehr als begeistert von "The House of the Devil" war. Also habe ich mir den Film angesehen und war fasziniert von der Arbeit von Ti West. Anschließend hatte ich ein Meeting mit ihm und bekam dort eine ganz klare Vorstellung von dem, was er tun möchte, wenn er sich auf den Regiestuhl setzt. Er hatte den ganzen Film schon als Vision vor Augen und war einfach dazu in der Lage, dich für sein Vorhaben zu begeistern. Außerdem bedeutet es eine Menge Spaß, wenn du mit ihm zusammenarbeitest, denn er ist einfach ein witziger Typ.

Die Flucht ans rettende Ufer.

Was glaubst du denn, weshalb das Interesse an diesen Old School Geisterfilmen so verstärkt zunimmt? Immerhin waren "Paranormal Activity 3" und "Insidious", zwei kleine Indie-Produktionen, die erfolgreichsten Horrorfilme in diesem Jahr.

Sehr viele Filme, speziell im Horror-Genre, sind sehr groß. Das bedeutet viele Schockszenen und die übermäßige Nutzung von CGI und anderen Spezialeffekten. Man konzentriert sich so sehr darauf, dass man es anscheinend vergessen hat, wie man Horrorfilme macht, bei denen Suspense aufgebaut wird. Die Schockeffekte im Kino sind einfach nur laut und wenig subtil. Deswegen finde ich es so toll, dass Ti West bei "The Innkeepers" auf CGI-Effekte verzichtet und stattdessen alles auf bewährte Weise inszeniert hat. Zudem glaube ich einfach, dass die Kinogänger diese Art Film im Augenblick wirklich lieber mögen. Eben einfach Filme, wo sie Charaktere kennen lernen, die in ihrer Geschichte einer heiklen Situation ausgesetzt, wo durch die alte Schule aber eben doch gruselige Momente kreiert werden.

Um zum Abschluss noch einmal kurz auf "The Briar Lake Murders" zu sprechen zu kommen, für den du demnächst vor der Kamera posierst: Was können wir vom neuesten David R. Ellis Werk erwarten?

Wir haben bis jetzt noch nicht wirklich mit dem Projekt begonnen. Ich glaube aber, dass wir im Sommer 2012 mit den Dreharbeiten beginnen können. Aber wie gesagt, etwas Konkretes steht noch nicht fest, da wir uns noch in der frühen Vorbereitungsphase befinden.

Dann kannst du mir sicher auch noch nicht sagen, ob der Film auch in 3D inszeniert wird, so wie es David R. Ellis im Augenblick bevorzugt?

Da bin ich mir wirklich gar nicht so sicher. Ich glaube kaum, dass sie sich darüber schon irgendwelche Gedanken gemacht haben. Ich kann also leider noch gar nichts sagen, ob wir ihn in 3D machen werden.

>> verfasst und geführt von Carmine Carpenito




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