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Moviebase Let Me In Wer im Jahre 2011 noch über die entmutigend große Anzahl an amerikanischen Remakes, Sequels, Prequels und Reboots in den Kinos jammert, der hat die Zeichen der Zeit ganz offensichtlich verkannt. Ist man weiterhin am Hollywood-Kino interessiert, bleibt einem nichts anderes übrig, als auch diese Filme als vollwertige Kunstwerke zu akzeptieren und sie auf dieser Basis zu kritisieren. Wer das nicht kann oder will, muss sich eben mit dem filmischen Output anderer Länder beschäftigen. Und ehrlicherweise muss man zugeben, dass Prequels wie "Planet der Affen: Prevolution" und Remakes wie "Piranha" auch als eigenständige Filme zu überzeugen wussten. So weit, so vernünftig. Für den Filmfan viel unangenehmer und zum regelrecht aus der Haut fahren, ist allerdings die Strategie Hollywoods, die sich in Filmen wie "Let Me In" oder "Quarantine" offenbart: Mag das ausländische Original auch gerade einmal ein bis drei Jahre auf dem Buckel haben, schon steht eine amerikanisierte Version bereit, oftmals glattgebügelt, glänzend poliert und klinisch rein. Toffifee geschrieben am 04.11.2012 um 18:01 Uhr Super Film, bekommt volle Punktzahl von mir. Finde den originalen total lahm, der hier war richtig schön, die beiden haben Ihre Rolle wirklich gut gespielt. Catrin geschrieben am 15.02.2012 um 00:44 Uhr Auch Fans des nordischen Films können mit der amerikanischen Adaption durchaus etwas anfangen. Jede der beiden Versionen hat ihren Reiz . Und wären die Namen nicht eindeutig als englisch zu erkennen, könnte man ohne weiteres glauben, auch diese Version wäre eine skandinavische.
Man muss nicht auf Teufel komm raus den Dogmatiker heraushängen lassen und auf Biegen und Brechen loyal sein - man sperrt sich damit nur selbst jeder neuen Sichtweise. Fynn geschrieben am 08.01.2012 um 12:36 Uhr Ohne das Original zu kennen und ohne das Ganze jetzt wirklich richtig schlecht zu finden, hab ich doch recht schnell ein gewisses Desinteresse am Film gespürt. Und es gibt einfach zu viele - und auch gute - Filme, um sich dann mit halbgarem zufrieden stellen zu lassen. Aber ich kann natürlich nur von mir sprechen. bommel geschrieben am 23.12.2011 um 21:09 Uhr Das Orginal ist super und war auch USA tauglich keine Ahnung warum man diesen Film nochmal produzieren musste! Tim geschrieben am 21.12.2011 um 11:09 Uhr @Usg: Du hast natürlich in gewisser Weise recht, aber ich schreibe die Kritik nun mal eben aus meiner Perspektive. Mir war klar, dass der letzte Satz für Unmut sorgen könnte - aber als großer Fan des schwedischen Films konnte ich mir das leider nicht verkneifen. Silver geschrieben am 20.12.2011 um 21:19 Uhr Habe nun auch den Film gesehen und muss sagen, dass er eigentlich funktioniert, also jedenfalls, wenn man das Original nicht gesehen hat. Der Film war in Ordnung bis gut, wohingegen ich das Original jedoch überragend fand und finde.
Die Kinderdarsteller des Originals sind zu jeder Sekunde viel überzeugender als ihre bekannten amerikanischen Kollegen. Selbst im Original hat man viele Handlungsstränge weggelassen, weshalb der Roman noch viel gruseliger daherkommt. Das war eigentlich für mich der Hauptgrund mir die Neuverfilmung anzusehen, weil ich wissen wollte, ob nun fehlende Stränge übernommen wurden, aber das Gegenteil war der Fall... interessante Stränge des Orignals wurden hier getrost über Bord geworfen.
Ich will den Film niemanden miesmachen... man sollte sich den Film anschauen und sich anschließend das Original zu Gemüte führen. Usg geschrieben am 15.12.2011 um 14:35 Uhr Gerade als Filmfan sollte man doch eigentlich wissen, dass das amerikanische Publikum zum großen Teil keinerlei interesse an ausländischen Filmen hat. Davon mag man jetzt halten, was man will, aber so ist es nun mal. Wenn Spielfilme so grottig synchronisiert werden, wie die paar Anime, die ich in der US Version gesehen habe, dann kann ich das sogar verstehen ;-)
Dazu kommt noch, dass auch in den Medien praktisch nur interessant ist, was der Film in den USA einspielt, am besten gleich am ersten Wochenende.
Vor diesem Hintergrund sollte also klar sein, dass Let Me In zwar ein Film ist, den die Welt eigentlich nicht braucht, der Film aber natürlich nicht primär für die Welt gemacht ist. Das Zielpublikum ist eindeutig das amerikanische, der Rest ist reine Zweitverwertung. Da der Film offensichtlich eines der besseren Remakes ist, braucht man ihn meiner Meinung nach nicht zu verachten... Die Masche mit den Remakes zieht übrigens auch bei uns ganz gut, wer hat denn schon die Originale von The Departed, The Ring oder The Grudge gesehen, außer echten Filmnerds? Wenn du also jemanden verachten willst, dann den durchschnittlichen Kinobesucher, denn für den wurden diese Filme gemacht.
Ich würde so eine Kritik für das US Remake eines US Films gelten lassen, wo man davon ausgehen kann, dass die meisten das Original schon kennen. Da wäre eine 1:1 Kopie natürlich etwas frech. Bei Let Me In gelten meiner Meinung nach aber eben andere Kriterien. Auch wenn man natürlich erwähnen muss, dass es da noch einen Originalfilm gibt, sollte man immer berücksichtigen, dass das ein Film für ein Publikum ist, dass das Original nicht kennt und sich wahrscheinlich auch nie anschauen würde. Schini geschrieben am 14.12.2011 um 16:51 Uhr Eine herrlich vernichtende Kritik, sehr schön. Ich hab den Film noch nicht gesehn, bin aber großer Fan von der ersten Buch-Verfilmung. Nicht zuletzt auch deswegen, weil ich selbst 2 Wochen bevor ich den Film gesehn hab, für ein paar Tage in so nen Plattenbau in Schweden verbracht hab und mich die trostlose Stimmung sofort wieder im Griff hatte, sehr toller Film.
Werd mir aber dennoch das "Hollywood-Remake" mal angucken, man will ja nich ohne ihn gesehn zu haben lästern ;) |

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