Moviebase Darker Than Night

Darker Than Night
Darker Than Night

Bewertung: 30%

Userbewertung: 45%
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Originaltitel: Mas negro que la noche
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 04.12.2015
DVD/Blu-Ray Verleih: 04.12.2015
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 104 Minuten
Studio: Celeste Films, Filmadora Nacional
Produktionsjahr: 2014
Regie: Henry Bedwell
Drehbuch: Henry Bedwell
Darsteller: Zuria Vega, Eréndira Ibarra, Miguel Rodarte, Sara Manni, Adriana Louvier

Gerne beschweren wir uns über die Ideenlosigkeit Hollywoods. Das dort immer schlimmer um sich greifenden Remake-Fieber. Und die Hoffnung auf große Gewinne, die als Triebfeder hinter den meisten Neuauflagen steht. Dass auch abseits des US-Kinos Produzenten häufig auf etablierte Stoffe zurückgreifen, übersehen wir dabei nur allzu leicht. Mit „Darker Than Night“ findet nun die Auffrischung eines mexikanischen Horrorklassikers von 1975 ihren Weg auf den deutschen Heimkinomarkt. Leider, muss man in diesem Fall wohl sagen, denn das von Henry Bedwell verantwortete 3D-Schauerstück macht beinahe alles falsch, was man falsch machen kann, und gehört damit in die Kategorie „Remakes, die die Welt nicht braucht“.

Wie im Original, das der mexikanische Gruselspezialist Carlos Enrique Taboada verfasste und inszenierte, stehen auch in der neuen Version vier jungen Frauen im Mittelpunkt, die in einem abgelegenen Anwesen vom Geist einer alten Frau terrorisiert werden: Greta (Zuria Vega) erbt das Herrenhaus ihrer kürzlich verstorbenen Tante Ofelia (Lucía Guilmáin) unter der Bedingung, dass sie sich aufopferungsvoll um Beker, die schwarze Katze der Toten, kümmert. Gemeinsam mit ihren Freundinnen María (Adriana Louvier), Pilar (Eréndira Ibarra) und Vicky (Ona Casamiquela) nimmt sie den altehrwürdigen Landsitz in Beschlag und trifft dort auf die treue Haushälterin Evangelina (Margarita Sanz), die sie seit ihrer Kindheit nicht mehr gesehen hat. Schon kurz nach ihrem Einzug werden die neuen Bewohnerinnen von mysteriösen Vorfällen heimgesucht. Während Greta immer häufiger über Kopfschmerzen und seltsame Albträume klagt, muss María das Ableben ihres geliebten Frettchens verkraften, das – so glaubt sie – Beker zu verantworten hat. Nach einer ausschweifenden Partynacht, in der es zu allerlei Streitigkeiten kommt, liegt Ofelias Katze auf einmal tot im Pool, und das Grauen nimmt seinen Lauf.

Fangen wir mit den wenigen Lichtblicken an: Die weitläufige Villa, die von wildwuchernder Natur umgeben ist, macht als Schauplatz eines Horrorfilms eine ordentliche Figur, auch wenn einige Zimmer in ihrem heruntergekommen-verstaubten Erscheinungsbild allzu „hergerichtet“ erscheinen. Dem zunehmend düsteren Stimmungsbild angemessen ist auch die ausgewaschen-gräuliche Farbgebung. Und etwas unheimlich wirkt zudem eine hin und wieder erklingende Spieluhr, die erschreckend schiefe Töne von sich gibt. Anflüge einer geheimnisvollen Schaueratmosphäre sind wahrnehmbar, verpuffen allerdings jedes Mal, noch bevor sie sich festsetzen können.

Ein Problem, das „Darker Than Night“ mit vielen anderen schablonenhaften Horrorstreifen teilt, sind die eindimensionalen und affektiert verkörperten Figuren, die einem bereits nach zehn Minuten gehörig auf die Nerven gehen. Greta und Co werfen sich dümmliche Dialoge an den Kopf, verfügen über keine interessanten Eigenschaften und tragen ihre Freundschaft als Behauptung vor sich her. Einem Klischee auf zwei Beinen kommt auch die undurchschaubare Evangelina gleich, die das Verhalten der jungen Leute misstrauisch beäugt und wiederholt, von einem Tusch begleitet, urplötzlich auf der Bildfläche erscheint. Ein lahmer Running Gag, der sich spätestens beim dritten Mal verbraucht hat. Amüsanter fällt da schon die kleine Verbeugung vor dem Ursprungswerk aus, das in einer Szene über einen Fernsehbildschirm flimmert.

Augenfällig ist schon im Anfangsdrittel, dass Regisseur und Drehbuchautor Henry Bedwell eher willkürlich zwischen seinen Protagonistinnen hin- und herspringt und das Gefühl für einen spannungssteigernden Schnittrhythmus vermissen lässt. Viele Szenen werden lieblos aneinandergeklatscht, sodass ein erzählerischer Sog Wunschdenken bleibt. Warum, zeigt sich auch am Beispiel der hervorbrechenden Albträume und Visionen, die Gretas langsames Abgleiten in den Wahnsinn illustrieren sollen. Den Zuschauer lassen sie meistens kalt, da sie recht plump in den Handlungsverlauf integriert sind. Von einer nachvollziehbaren Gemütsveränderung bei der Hausherrin kann keine Rede sein. Vielmehr setzt der Film, dessen Titel das Fell der Katze meint, auf halbherzige Einschübe und simple Bekräftigungen im Dialog.

Jump-Scares fährt Bedwell immer wieder auf, inszeniert diese allerdings ohne besonderen Einfallsreichtum. Häufig taucht aus dem Nichts eine verschrumpelte Hand auf. Oder aber die verstorbene Tante in voller Größe. Was schnell ermüdet, nimmt im Finale lächerliche Züge an, wenn die Figuren getrennt voneinander durch das Herrenhaus stolpern, während drinnen unaufhörlich Lichter flackern und draußen Blitze zucken. Eine witzlose Geisterbahnfahrt, die selbst der konsequent düstere Schlusspunkt nicht mehr aufwerten kann.

>> von Christopher Diekhaus

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