Room, The (2006)
Room, The (2006) (The Room )
Kinostart: unbekannt
DVD-Start: 05.02.2008
FSK-Freigabe:  ab 16
Länge: 80 Minuten
Studio: Atomik Films / Ascot
Regie: Giles Daoust
Drehbuch: Giles Daoust
Darsteller: Françoise Mignon, Henri Luyckx, Maximilien Jouret-Maron
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Inhalt
Eine Familie kurz vor dem Zerfall: Statt freundlicher Worte gibt es brutale Erniedrigungen, statt Geborgenheit unberechenbare Gewalt. Als eines Tages auf einmal eine schwere Holztür erscheint, bricht die Bande endgültig auseinander. Der jüngste Sohn verschwindet spurlos, der Rest der Familie kann das Haus nicht mehr verlassen. All die jahrelang angestauten Schmerzen entladen sich und münden in eisige Todesangst. Hinter der Tür beginnt das Grauen ... und wer immer sie öffnet, wird qualvoll sterben!

Kritik

Wenn auf einmal im ersten Stock des eigenen Hauses eine Tür auftaucht, wo sich vorher nur eine Wand befand; wenn sich Türen und Fenster plötzlich nicht mehr öffnen lassen und die Fenster selbst einer Axt widerstehen, dann ist ganz offensichtlich etwas höchst Seltsames im Gange.

Die Familie, der dieses Schicksal in „The Room“ widerfährt, hat zunächst allerdings ganz andere Sorgen. Melinda (Caroline Veyt), die älteste Tochter, will das Haus verlassen – sie ist schwanger, will aber nicht sagen, von wem, und wird deswegen von ihren Eltern, vor allem ihrem zu Gewalttätigkeiten neigenden Vater Max (Philippe Résimont) verachtet und heftig beschimpft. Die Mutter (Françoise Mignon) möchte sich zudem nicht um Melindas jüngeren Bruder Alex (Pascal Duquenne) kümmern, der mit Trisomie 21 zur Welt kam und nach einem Sturz auch noch im Rollstuhl sitzt. Diese Aufgabe hat Melinda bisher nahezu alleine übernommen.

Es liegt also reichlich Potential für Aggressionen und Auseinandersetzungen in dieser Familienkonstellation. Gerade deshalb muss es verwundern, dass die Protagonisten doch relativ unaufgeregt auf das Auftauchen der geheimnisvollen Tür reagieren, und das, obwohl diese gleich zu Beginn den jüngsten Sohn John (Henri Luyckx) und dessen Spielkameraden Benjamin (Maximilien Jouret-Maron) verschwinden lässt – wohin, das weiß niemand zu sagen.

Es geht Regisseur und Autor Giles Daoust aber in „The Room“ auch gar nicht so sehr um die konkreten Ereignisse und womöglich gar die Motive der Protagonisten (obwohl einiges im Laufe der Handlung verständlich wird). Stattdessen evoziert er von Anfang an eine unwirkliche Atmosphäre, in die das übernatürliche Geschehen fast stimmungsvoll eingepasst wird. Mit einer einzigen langen Kamerafahrt durch das Haus präsentiert Daoust gleich zu Beginn den Raum, in dem sich die Protagonisten fortan bewegen werden. Diese lange Szene ohne Schnitt ist wohl die gelungenste des ganzen Films: Nicht nur, dass in ihr bereits dessen unheimliche Grundstimmung angelegt ist, sie transportiert auch jene abgeschlossene Enge, die das Haus bald darauf annehmen wird.

Zugleich zitiert Daoust damit offensichtlich sein großes Vorbild, Stanley Kubricks „Shining“ von 1980, auf das er immer wieder Bezug nimmt. Bereits in einer der ersten Einstellungen sieht man, wie sich Alex, der später auch noch ausruft: „Ich liebe den Schnee!“, im Fernsehen die Angry-Alien-Version von „Shining“ (in 30 Sekunden, mit Kaninchen!) ansieht – gegengeschnitten mit Bildern von Max, wie er mit einer Axt auf die nicht mehr zu öffnenden Fenster einschlägt, was natürlich eine Anspielung auf die berühmte Szene mit Jack Nicholson ist. Und dann ist da noch die seltsame Schrift, die die ganze Tür bedeckt …

„The Room“ reicht aber in keinem Moment auch nur annähernd an Kubricks Meisterwerk heran. Denn trotz aller Ambitionen und stilistischen Versuche (etwa indem er die Bilder, je nach Kontext, in verschiedene Farben von Blau bis Schwarz-Weiß taucht) kann Daousts Film nicht wirklich überzeugen. Zu unglaubwürdig und stellenweise hölzern agieren die Schauspieler, zu vorhersehbar und platt erscheint der Plottwist am Ende des Films. Auch gebiert der unbedingte und eigentlich sehr erfreuliche Stilwille des Regisseurs bis dahin einige Manierismen, die spätestens im letzten Drittel, wenn die Handlung ernsthaft langweilt, die Sehnerven der Zuschauer allzu stark in Anspruch nehmen.

Diesem Film geht einfach zu früh die Puste aus. Die Charaktere sind nicht komplex, die Handlung nicht ideenreich genug, um ihn zu tragen; und da der Film sich nicht durch spannende Action oder gar fetzige Splatterszenen aus der Affäre zu ziehen versucht – anders als es das deutsche DVD-Cover suggeriert, fließt praktisch kein Blut –, gibt es letztlich außer den ersten paar Minuten kaum Anlass, diesen Film weiterzuempfehlen.

>> verfasst von Rochus Wolff


User - Kurzkritik/Kommentar


Kommentar Nr. 4 - Geschrieben von Gordy am 16.08.2008 12:23 Uhr 10 %
Ich bin total enttäuscht! Das Cover verspricht viel, aber der Film hat nichts (!) damit zu tun. Spannungsfakor ist microskopisch klein... Die Ausleiihgebühr war innen Wind geschossen

Kommentar Nr. 3 - Geschrieben von El Pawlok am 20.07.2008 14:43 Uhr 30 %
Der Film lässt sich auf Mitleid gegenüber Behinderten und die Vorstellungswelt bzw. Wunschdenken eines Behinderten reduzieren. Für mich nur ein Haufen Bullshit, ich rate jedem von diesem Film ab.

Kommentar Nr. 2 - Geschrieben von Ralf am 12.06.2008 23:14 Uhr 80 %
Als ich von dem Film "The Room" hörte, ging ich zunächst von einem Horrorfilm a la "The Grudge" oder ähnlichen japanischen Schockern aus. Ich habe den Film nun gesehen und verstehe, dass die Intention in gewissem Maße eine moralische ist. Dieser Horrorfilm schockt eher durch die Abartigkeit, welche in Form von Verachtung, Vorwürfen, Gewalt und Egoismus in einer hochgradig widerlichen Form in Szene gesetz wird. Zumindest gehört dies nicht in eine Familie. Sicher ist der Film berechenbar, jedoch zählt hier weder die Qualität, noch Ideenreichtum, sondern vielmehr die eben vermutete Intention. Dies ist kein Film für ein Publikum, das sich von Filmen bestehend aus Blutgemetzel und schauderlichen Kreaturen der Nacht, ect. berieseln lässt, sondern einer, der zum Denken anregt und auch zum Diskutieren. Meine Meinung.

Kommentar Nr. 1 - Geschrieben von Martin+Patricia am 06.04.2008 23:25 Uhr 10 %
wir sind wirklich stinkesauer!wir haben schon viele filme gesehen aber das ist die grösste scheisse die wir je gesehen haben. wie kann sowas überhaupt als film betitelt werden?? Der film ist absoluter schwachsinn, keine handlung bzw kranke handlung, langweilig ohne ende.. alle die bei diesen film dazu beigetragen haben diesen film auf die menschheit los zu lassen haben keine ahnung wie ein guter film auszusehen hat und ich finde es eine frechheit sowas überhaupt zum verkauf anzubieten!!! das hat auch nichts mit kunst zu tun! das ist alles nur hohle kranke scheisse..

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