Pandorum (2009)
Pandorum (2009) (Pandorum)
Kinostart: 01.10.2009
DVD-Start: 22.04.2010
FSK-Freigabe:  ab 16
Länge: unbekannt
Studio: Constantin Film / Impact Pictures
Regie: Christian Alvart
Drehbuch: Christian Alvart
Darsteller: Dennis Quaid, Norman Reedus, Friederike Kempter
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30%
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Inhalt
An Bord eines riesigen Raumschiffes erwachen die Astronauten Payton und Bower aus tiefem Schlaf - ohne Orientierung, ohne jegliche Erinnerungen. Wie lange haben sie geschlafen? Wo sind sie und was ist ihre Mission? Allein auf sich gestellt, bleibt den beiden nicht viel Zeit, Antworten auf ihre Fragen zu finden. Das Energiesystem des Raumschiffs steht kurz vor dem Zusammenbruch. Durch die engen düsteren Luftschächte macht Bower sich auf den Weg zur Brücke - ihre einzige Chance dem Tod in der dunklen Unendlichkeit zu entgehen. Er kriecht ins pechschwarze Nichts, tiefer und tiefer. Nur über Funk hält Bower mit Payton Kontakt. Doch es dauert nicht lange, bis sie feststellen, dass sie nicht allein an Bord sind! Ein erbitterter Kampf ums Überleben und um die Zukunft beginnt - ihre und die der gesamten Menschheit…

Kritik

Das Weltalt – unendliche Weiten. Christian Alvarts SciFi-Thriller Pandorum beginnt wie eine typische Star-Trek-Folge. Das Panorama des Universums, dazwischen ein Raumschiff, das größer und größer wird. Schnell erfahren wir, dass es sich bei dem Gefährt um die „Elysium“ handelt, ein Raumschiff, das sich auf einer Kolonisationsfahrt zum Planeten Tanis befindet. Dort herrschen angeblich ähnliche Lebensbedingungen wie auf die Erde und genau dort soll sich die Menschheit neu ansiedeln. Das Szenario klingt vertraut und spielt mit dem alten Entdeckergeist und Wagemut, den einst Abenteurer wie Christoph Kolumbus oder James Cook verkörperten, als sie mit ihren Schiffen in eine für sie unbekannte Ferne aufbrachen. 

Für derartige Entdecker-Romantik ist in Pandorum allerdings kein Platz. Als die beiden Astronauten Payton (Dennis Quaid) und Bower (Ben Foster) urplötzlich aus einem langen, tiefen Schlaf erwachen, bietet sich ihnen vielmehr ein recht trostloses Bild. Nicht wissend, was genau ihre Aufgabe ist und wo sie sich überhaupt befinden, beginnen sie, die dunkle Gänge des Raumschiffs Meter um Meter zu erforschen. Dabei zeigt sich, dass die Energieversorgung kurz vor dem Zusammenbruch steht. Um keine Zeit zu verlieren und die Funktionstüchtigkeit des Schiffs zu sichern, entscheiden sich beide für eine Aufgabenteilung. Während Bower das scheinbar endlose Labyrinth aus Gängen, Räumen und Korridoren erkundet, soll Payton ihn per Funk zum Reaktorraum lotsen. 

Ab da entwickelt sich Alvarts Sci-Fi-Horror zu einem düsteren Survival-Trip aus Egoshooter-Perspektive. Wie der Spieler eines Videospiels erlebt der Zuschauer zeitweilig Bowers gefährliche Mission, bei der dieser nicht nur auf neue Mitstreiter stößt, sondern sich zugleich äußerst aggressive Gollum-artige Kreaturen vom Leib halten muss. Seinem Captain ergeht es zur selben Zeit nicht viel besser. Ein unerwarteter Besucher strapaziert die Nerven des erfahrenen Piloten. Corporal Gallo (Cam Gigandet) wirkt verstört und traumatisiert. Er berichtet, dass er seine beiden Mitstreiter töten musste, nachdem diese angeblich Symptome der heimtückischen Weltraumkrankheit „Pandorum“ zeigten. 

Lange Zeit ergeht es uns Zuschauer wie Alvarts Protagonisten. Wir tappen im Dunkeln – mehr oder weniger. Denn um zu ahnen, dass nichts so ist, wie es zunächst scheint, muss man kein Kenner des Genres sein. Vielmehr lässt die ganze Wahrheit auch in Pandorum eine gefühlte Ewigkeit auf sich warten. Dass die einzelnen Plot-Twists überdies mit Pauken und Trompeten angekündigt werden, trägt ebenfalls nicht zur Steigerung des Überraschungsmoments bei. Eher legt die dramatische Zurschaustellung jeder Wende den Verdacht nahe, dass die Macher ihren eigenen Film für wahnsinnig originell und innovativ halten (was er nicht ist). Dabei setzt sich das zu entschlüsselnde Puzzle letztlich aus vielen bekannten Bausteinen zusammen, die schon in anderen Horror- und Sci-Fi-Geschichten Verwendung fanden. 

Pandorum könnte sodann problemlos als Weltraum-Klon des britischen Höhlenschockers The Descent durchgehen. Wie seinerzeit Neil Marshall setzt auch Christian Alvart vornehmlich auf die Enge und Unübersichtlichkeit der Räumlichkeiten. Hinter jeder Ecke und jeder Tür kann der Tod in Gestalt hungriger Monstermutanten auf unseren Helden lauern. Die abscheulichen Kreaturen wirken gar wie eine 1-zu-1-Kopie der blutgeilen Höhlenbewohner. Mehr noch: Des Öfteren beschleicht einen das Gefühl, Alvart habe gleich ganze Szenen in Copy-and-Paste-Manier nachdrehen lassen. Wenn Bower und seine Mitstreiter durch einen blutigen See aus Kadaver schwimmen, scheint lediglich das Hintergrundbild ausgetauscht worden zu sein. 

Der Rückgriff auf erprobte Ideen ist grundsätzlich keine cineastische Todsünde. Gerade im Horrorfach gehört das Nachstellen, Imitieren, Kopieren und Aufwärmen praktisch zum Tagesgeschäft. Wer aber wie Alvart derart fleißig die Genre-Kiste plündert, der sollte zumindest sein Handwerkszeug beherrschen. Davon kann in diesem Fall jedoch nur sehr eingeschränkt die Rede sein. Allein die Kameraführung und Montage der Jagdszenen bereiten ernsthaft Kopfschmerzen. Vor allem der Schnitt ist eine Frechheit. Unübersichtlich und unnötig hektisch erinnert die gesamte Bildgestaltung an ein schlampig produziertes C-Movie (was Pandorum mit einem Budget von 40 Mio. Dollar definitiv nicht ist). Über die handwerklichen Mängel können am Ende selbst einige nette, computergenerierte Establishing Shots nicht hinwegtäuschen. 

Fleißig werden von Alvart auch Danny Boyles SciFi-Glanzstück Sunshine, der Klassiker Alien und die Filme der Resident Evil-Reihe zitiert. Letzteres verwundert am wenigsten, immerhin ist Paul W.S. Anderson als Produzent mit an Bord. Während dessen Videospieladaptionen allerdings keine größeren Ambitionen an den Tag legten, beschweren Alvart und sein Drehbuchautor Travis Milloy Pandorum mit pseudophilosophischen Ballast („Freiheit ohne Moral? Unmöglich!“) und einer ausgelutschten, religiös eingefärbten Adam-und-Eva-Metaphorik. Dass ein Film mehr als nur reine Unterhaltung sein will, ist legitim. Nach gut anderthalb Stunden schlecht choreographierten Gerenne, Gefluche und Gekreische nehme ich Alvarts zähem Weltall-Horror seine sozioökologischen Lippenbekenntnisse jedoch nicht mehr ab.

>> verfasst von Marcus Wessel

User - Kurzkritik/Kommentar


Kommentar Nr. 13 - Geschrieben von Chris am 29.11.2009 21:11 Uhr 80 %
Etwas dumpf gehalten es könnte mehr Action drin sein. Jedoch sehr spannend mit einigen Wendungen. Man muss sich wirklich auf den Film einlassen wenn man erstmal am Anfang gut aufpasst und in der Stimmung ist das alle Menschen auf der Erde tot sind und dieses Schiff die letzte Hoffnung geht man da erstmal ganz anders ran. Dann kommen manche Schockmomente und Erzählungen auch viel besser. Mir hat der Film auf jedenfall gefallen wie vielen anderen hier auch ich verstehe nicht wie Presse etc den Film so runterziehen können und in einem Atemzug so eine Zumutung wie "Carriers" (siehe mein Comment dort) mit 70%-80% bewerten. Der Film hat mir gut gefallen.

Kommentar Nr. 12 - Geschrieben von lexx am 09.11.2009 13:56 Uhr 70 %
Ich kann ja zum Teil einige kritikpunkte nachvollziehen, tz.B. das die Schnitte zu hektisch sind und The Descent aus allen Ecken und Enden *tropft* ;-), aber letztlich sollte man davon unabhängig immer noch den Filmgenuss als solches bewerten und der ist nun mal alles andere als misslungen. Man kann einigen negativen Aspekten auch was pisitives abgewinnen. Die hektischen Kameraschnitte lassen den Film nicht so poliert und an-der-hand-weisend wirken, wie bei typischen Hollywood Produktionen. Sie erinnern eher an ein gerne Film. The Descent als Vorlage, es gibt wahrlich schlechtere Inspirationen und hätte man vorher verkündet, dass pandorum ein The Descent im Weltall wird, hätten alle mit der Zunge geschnalzt. Man muss den Film nicht in den Orbit loben, aber 30% ist lächerlich, wo ist heir die Verhältnismäßigkeit zu anderen Filmen?? Insgesamt verrät das Review mal wieder viel zu viele Informationen, was dazu führt, dass ich Blairwitch.de Reviews immer erst lese, wenn ich den Film schon gesehenhabe. Fürhrt zumindest mal einen eindeutige Fazit Absatz ein, das wäre hilfreich. Mein Fazit zum Film: Alle die sich auf ein The Descent im Weltraum einlassen wollen, finden einen absoluten Pflichfilm vor!

Kommentar Nr. 11 - Geschrieben von wtf is Wessel? am 28.10.2009 04:11 Uhr 70 %
Das einzige was hier 30% verdient hat, ist die Kritik von Hr. Wessel... Anfangs wird noch probiert einen Eindruck zu erwecken wie sich der Film visuell anfühlt und schweift dann von Oberflächlichkeiten bis zu irgendwelchen unbegründeten Behauptungen ab, um letztendlich in einer reinen Hetze zu enden... Der Film wollte mitnichten Maßstäbe setzen, und er wird auch sicherlich nicht der totalen Unterhaltung gerecht aber dem Film eine schlechtere Bewertung als Alone in the dark zu geben, ist wirklich vermessen... Die Kommentare halten offensichtlich dagegen.

Kommentar Nr. 10 - Geschrieben von florian am 26.10.2009 19:33 Uhr 80 %
@mumo wird kommst du zu deiner Annahmen? Auch den Autor der Rezension versteh ich nicht. Kann mich hier nur den anderen anschließen! Mich hat der Film vor allem die ersten 30Minuten derart gefesselt, dass die Schwächen im späreren Verlauf eher vernachlässigt werden können. Sicherlich ist dieser Film kein Oscar-Kandidat. Jedoch für Sci-Fi-Horror-Fans unabdingbar! Für mich einer der besten Sci-Fi-Horror-Filme der letzten Jahr. - packende Atmosphäre - tolle Story Was will man mehr? (@Blairwitch.de: Wieso lässt ihr so kurze Kommentare von mumo zu, aber meine nicht? Vielleicht lässt ihr den Kommentar ja jetzt zu.... )

Kommentar Nr. 9 - Geschrieben von marvin-aka-allstar am 25.10.2009 02:35 Uhr 90 %
ich fand den film überraschend gut. ich verstehe die schlechten Kritiken nicht. mich hat der film gefesselt und war er sehr spannend. manche stellen waren zugegebener maßen etwas langatmig aber das war nicht wirklich ein problem. und das ende war wirklich sehr überraschend und ich fand es durchaus gelungen. was mir auch sehr gefallen hat ist das die monster echt waren und nicht der vorstelllungskraft eines der crewmitglieder entsprungen ist welcher unter pandorum litt.

Kommentar Nr. 8 - Geschrieben von positiv überrascht am 25.10.2009 00:08 Uhr 70 %
Ich finde die Kritik hart aber gerecht. Das kann man so sehen wenn man will. Persönlich bin ich wohl etwas unkritscher, denn mir hat der Film über weite Strecken Spaß gemacht. Was dabei allerdings zu kurz kam, war die schlüssige zusammenführung aller Handlungsstänge (Alien-Wesen usw.). Auch die monotone Rennerei nervt mit der Zeit, das stimmt. Dennoch: Alles in allem ein B-Movie, der Spaß macht und den man sich anschauen kann.

Kommentar Nr. 7 - Geschrieben von bob am 22.10.2009 12:58 Uhr 90 %
fand den film supergut und ich kann diese blöden vergleiche mit anderen filmen nicht mehr hören. das könnte man quasi mit jedem film machen, ebenso wie man bei vielen filmen das ende bereits vorausahnen kann, obwohl ich das bei pandorum sehr gut fand. man sollte sich auf einen film einlassen anstatt immer an allen kleinigkeiten rumzunörgeln!

Kommentar Nr. 6 - Geschrieben von seven am 20.10.2009 12:25 Uhr 70 %
der film war ganz gut eigentlich. fesselnd in der hinsicht, als das man sich von anfang an die frage stellt was auf dem schiff eigentlich vorgefallen ist. erst nach und nach wird man an die tatsachen herangeführt. meiner meinung nach eine gute methode um die aufmerksamkeit des zuschauers einzunehmen. allerdings hätte man insgesamt mehr daraus machen können. spannend war der film selten. es wurde zwar immer wieder eine gute grundlage geschaffen. die shockmomente blieben dann allerdings bis auf ein, zwei mal wo der saal gezuckt hat, aus. auch das ende war ziemlich vorhersehbar. schade eigentlich, denn potenzial hat die idee, meiner meinung nach, schon. trotz allem insgesamt aber ein weltraum-film den man sich durchaus anschuen kann.

Kommentar Nr. 5 - Geschrieben von Mina am 19.10.2009 22:21 Uhr 80 %
Ich war auch von der Geschichte super angezogen, aber ich muss sagen, dass der film an manchen Stellen echt lang gezogen wirkte. Aber das Ende war der Hammer du konntest jedem im Saal ansehen wie überrascht die warn. :D

Kommentar Nr. 4 - Geschrieben von ira am 14.10.2009 11:35 Uhr 100 %
ich fand den film superspannend und mitreißend! von atmosphäre bis charakteren hat alles gestimmt....vor allem fand ich das ende überraschenderweise gelungen und nicht sonst wie immer, vorhersehbar!

Kommentar Nr. 3 - Geschrieben von chefkoch am 13.10.2009 23:22 Uhr 90 %
ein großartiger und spannender film mit einem überraschend positiven ende.

Kommentar Nr. 2 - Geschrieben von Andy116 am 12.10.2009 23:12 Uhr 80 %
Ein Film der sicherlich nicht für jedermann gemacht ist. Ich persönlich fand ihn sehr gut, weil die Geschichte von Anfang an Fragen aufwirft. Die Antworten, jedoch erst nach und nach fallen. Und alles wird nicht zu 100% beantwortet, sondern vieles bleibt offen oder es wird nur spekuliert. Aber grade das lässt viel Freiraum für den Zuschauer. Das Ende überrascht dann noch einmal im positiven Sinne.

Kommentar Nr. 1 - Geschrieben von mumo am 29.09.2009 15:20 Uhr 10 %
Das Ding ist so schlecht, dass Du glaubst du wirst verrrückt.... Wahnsinn. Uninspiriert bis talentlos...

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