Alien: Covenant – Keine besonders schlaue Idee? James Cameron hält neue Ableger für überflüssig

Viele Fans konnten ihr Glück kaum fassen, als es vor wenigen Jahren hieß, dass ausgerechnet Ridley Scott, Schöpfer von Alien, nach über drei Jahrzehnten wieder einen Ableger drehen würde. 2013 kam der schließlich auch in Form eines Prequels. Inzwischen steht mit Alien: Covenant sogar schon der nächste Teil kurz vor der Veröffentlichung. Während viele Liebhaber schon die Tage bis zum Kinostart im Mai 2017 zählen, beäugt James Cameron, Regisseur von Aliens, das Fortsetzen dieser Reihe eher skeptisch: „Ridley Scott hat mit dem ersten Film eine ganze Generation von Filmemachern inspiriert. Viele Produktionen haben stilistisch vom Klassiker profitiert – auch meine Fortsetzung, die ein würdiger Nachfolger war. Ich selbst war damals ein Fanboy, der den Erstling ehren wollte. Aber für alles, was danach kam, übernehme ich keinerlei Verantwortung. Ich bin nämlich nicht der Ansicht, dass es nach meinem Werk besonders toll lief. Wir haben das Thema der Biomechanoide inzwischen in hundert verschiedenen Sci/Fi-Filmen gesehen.“

James Cameron weiter: „Als Ridley seinen und ich meinen Film in Szene setzten, hatten sie ihre Daseinsberechtigung. Aber muss man jetzt noch fortsetzen? Keine Ahnung. Möglicherweise. Wir werden sehen, was sich Ridley einfallen lässt. Ich werde trotzdem auch in Zukunft für jeden seiner Filme Schlange stehen, selbst wenn mich der ein oder andere nicht vom Hocker hauen sollte. Ich lerne immer noch von ihm, weil er ein wahrer Künstler und Filmemacher ist. Außerdem hat es trotz allem etwas Faszinierendes an sich, wenn jemand zu seinem eigenen Franchise zurückkehrt“, so Cameron. Was meint Ihr dazu? Haltet Ihr neue Filme im Alien Universum auch eher für überflüßig oder freut Ihr Euch schon auf Alien: Covenant?

Geschrieben am 28.01.2017 von Carmine Carpenito




  • Ace Ffm

    Nix Überflüssig! Eher Notwendig. Wenn James Cameron das Angebot gehabt hätte wäre er garantiert auch an die Arbeit gegangen. Will gar nicht wissen was Cameron in einem neuen Alien Film für ein Feuerwerk zünden würde. Soll bloss nicht so tun als ob ihn das nicht auch interessieren würde. Hab gestern mit ihm Telefoniert und er hat es zugegeben. Also. Covenant wird auch’n Hammer,denn die Zutaten stimmen alle. Neuer Planet,Söldner,fiese Aliens,grosse Wummen und Ridley’s Filmtalent. Das wird schon.

  • cArLos4evEr

    James Cameron hätte auch nie das Terminator Franchise abgeben dürfen. Besser „Ridley“ macht einen Alien-Film als als irgendwelche dahergelaufene, die z.B. mit „AvP“ fast die ganze Serie versaut haben!

  • Helltoy

    Ich fand den dritten Teil auch noch gut, jetzt nichts, was man unbeding braucht, aber immerhin würdevoll. Alles danach hätte man in der Tat auch sein lassen kännen. Aber welche länger laufende Filmreihe hat denn durchgehend tolle Sequels erhalten? Wenn man damit anfängt sich darüber aufzuregen, dann kann man ja gar nicht mehr damit aufhören. Daher finde ich die Aussagen von Cameron etwas merkwürdig, überraschend ehrlich, aber dann kann er sich auch gleich über die ganze Filmindustrie aufregen. Denn dass was man Alien macht ist ja mittlerweile Standard.

  • Hans Schulte

    Ableger und Fortsetzungen dieser Reihe sind keineswegs überflüssig. „Alien 4“ steht für mich qualitativ weit über dem trägen und lediglich in der Ausstattung hervorragenden „Alien 1“. Und „Prometheus“ ist trotz einiger Schwächen der drittbeste Film im Alien-Universum (nach „Alien 2 + 4“). Auch die „Alien vs Predator“ sind gut. Sie könnten viel viel besser sein, denn die Idee des Crossover ist eine der besten und sollte auch bei anderen Filmreihen betrieben werden.
    Fand es schon schlecht als Sigourney Weaver damals gegen „AvP“ meckerte. Und James Cameron sollte sich auch bedeckt halten.
    Diesen Purismus: Alles muss in dem engen Rahmen bleiben, den ein erster Teil gesteckt hat, mag ich nicht. Cameron selbst hat doch mit „Alien 2“ bewiesen, wie viel besser es ist, wenn man den kleinen und dramaturgisch etwas dürftigen Rahmen von „Alien 1“ (ein Monster tötet nach einander eine Gruppe Menschen -das wurde außerdem herinrissig oft imitiert-) verlässt und mit viel mehr Action und Einfällen erweitert.

    Nun soll er anderen Filmemachern die Chance geben, noch einen draufzusetzen.

    • Helltoy

      Deine Meinung in jedem Fall in Ehren und es ist absolut ok!
      Aber du hast leider echt absolut keinen Schimmer, was Alien ausmacht. Für dich ist das einfach nur ein sehr guter Alien Horror Film und du packst das alles zusammen in ein Bot. Du gehst in ein sauteures Restaurant und schmeisst dort Fast Food vom Mc Donald und 100 € Euro Austern auf einen Teller. Das ist in Ordnung, wenn es dir gefällt, aber das absolut nichts damit zu tun, was die Alien Saga und vor allem Gigers Werk ausmacht.

      • Hans Schulte

        Ich weiß schon, was die Saga ausmacht vom elementaren Grauen und Urängsten usw. Bin nämlich seit 1985 Filmkritiker und habe die Filme über 30mal gesehen.

        Aber auch wenn man es versteht, was das Motiv bei „Alien 1“ (und im Stil würde ich „Alien 3“ dazuzählen, weil dieser dem Original am ähnlichsten ist) in der speziellen Art der Inszenierung ist, so kann ich doch trotzdem die Inszenierung von Teil 2 + 4 für besser halten. Die Menge an Ideen hat ihren Wert.

        Außerdem verändert sich der Blickwinkel im Laufe der Jahre. Nach über 400 Monster- und Tierhorrorfilmen, in denen immer ein kaum besiegbares Monster eine Gruppe von Menschen dezimierte, ist es einfach zu leicht ausrechenbar, was dann wohl passieren wird, wenn das eine Viech auf einen Menschen trifft: Der Mensch wird getötet, weil der Film zu Ende wäre, wenn das Vieh getötet würde.

        Die extrem viel höhere Varianz der Möglichkeiten bei der größeren Menge von Monstern und die noch höhere wenn es unterschiedliche Monster gibt (Alien, Predator, Hybrid aus Teil 4, etc.) eröffnet ein Spektrum am Spannungserzeugung, wie es die minimalistische Originalvariante einfsach nicht kann.

        Ferner gibt es nach dem ermüdenden 10-Kleine-Raumfahrer-Abgeschlachte dann auch den Faktor, daß man als fortgeschrittener Zuschauer einfach auch einen Genuß empfindet, wenn Aliens getötet werden. Das gibt einen wohligem Schauer. Den hat man im Orinigal nie.

        Übrigens: Ich würde die ekligen Austern liegen lassen und den leckeren Hamburger Royal TS essen.

        • Helltoy

          Du beschränkst das Ganze jedoch zu sehr auf die Inszinierung und deinen Worten entnimmt man, alles was nicht flott ist, ist träge und träge ist schlecht.
          Alien 4 ist so ein kunterbunter Kindergarten, das Teil hat von der Atmosphäre her ungefähr Null % mit dem von Giger erschaffenen Alien zu tun. Man muss sich nicht immer streng an dem Korsett halten, aber die Alien Filme sind einzigartig und es ist ein absoluter Gewinn wenn man es schafft, diese Reihe adäquat weiterzuführen. Silent Hill 2 hätte es auch gut getan, sich an dem Rahmen, welche der erste Teil vorgegeben hat, zu halten und nicht so einen kunterbunten Action Quatsch hinzulegen.
          Es ist ein Privileg sich in der Welt von Giger bewegen zu dürfen und man sollte das auch würdigen, in dem man dieser Welt in Ehre hält. Das tut man jedoch nicht, wenn man so einen unsinnigen AvP Crossover Mist fabriziert und damit Aliens Werk die Ernsthaftigkeit raubt.
          Als langjähirger Kritiker, der du bist, zeigst du mir wieder, dass man sehr genau wissen muss, wer einem Film ein Review spendiert. Mit dir wäre ich glaube ich niemals auf einen Nenner gekommen.

          • Hans Schulte

            Mit Geschwindigkeit hat das wenig zu tun. Ich hasse die Filme der letzten 15 Jahre (bis auf wenige Ausnahmen wie „Prometheus“, „The Woman“, „Troja“ u.ä.) weil alles viel zu schnell geht. Hektische Schnitte, wackelige Kamera, zu dunkel (man kann nichts sehen).
            Langsame Filme können gut sein („Zwei glorreiche Halunken“, „Alien 1“. Mein vierter eigener Film ist so extrem langsam, daß du staunen würdest), aber schnellere Filme können auch gut sein, siehe „Starship Troopers 1“ oder „Hard-Boiled“.

            Das Tempo ist nicht das Entscheidende bei den Fortsetzungen, sondern, wie bereits beschfrieben, die Ideen, die neuen Kombinationsmöglichkeiten. Es ist viel interessanter ein Alien gegen einen gleichwertigen Gegner zu sehen, wie den Predator als immer nur gegen Menschen.
            „Freddy vs Jason“ war auch viel besser als „Freitag, der 13.III“.

            Giger in Ehren, aber er hat als Auftragsarbeit für einen Film diese Kreatur entworfen (übrigens um sein Trauma zu verarbeiten, daß er als Kind beim Schlachten zusehen musste – deswegen ein Wesen, daß dem Menschen in der Gewalt überlegen ist) und dann muss der gute Mann es eben hinnehmen, daß die Filme damit auch machen, was sie wollen.

            Der erste Teil ist gut, ohne Frage. Bei mir haben alle Verfilmungen incl. Crossover die Schulnote 1, wir streiten da also um Nuancen und um persönlichen Geschmack.
            Aber er ist dramaturgisch nicht sehr ergiebig. Da konnte man nichte mehr rausholen (von mir stammt das geflügelte Wort: „Gleich nach Gott kommt Ridley Scott“), aber mit Teil 2 wurde bereits gezeigt, was bei einer ERWEITERUNG des Spektrum möglich war.
            Das Lebenswerk von Scott gefällt mir noch besser als das von Cameron, aber bei Alien hat der Terminator-Schöpfer gewonnen.

            Es gibt einfach zu viele Monothematische Filme, darum ist die Zukunft des Films das gedankenoffene und einfallsreich Crossover – aber bitte besser inszeniert als die „AvP“, die ihr Potential nur zun einem kleinen Prozentsatz nutzten.

          • Helltoy

            Trotzdem ist die Welt von Alien (Geiger) eine in sich homogene, geschlossene, athentische Welt. Wenn man diese jetzt mit anderen Welten kreuzt, verliert das Ganze ihre Glaubwürdigkeit. Und ich finde das ist ein Großes Plus der ersten drei Alien Filme, sie sind sehr authentisch, man nimmt ihnen ab, dass es diese Welt theoretisch wirklich geben könnte. Offensichtlich scheint dir dieser Aspekt aber nicht besonders wichtig zu sein.

          • Pendergast

            Ich finde Ihr habt beide Recht, Neue Ideen und Einflüsse machen es unvorhersehbarer und die Atmosphäre des Films spannender. Aber zu sehr abzuweichen und den film dann mit Ideen überladen ist auch verkehrt. Der zweite Teil hat alles Richtig gemacht, der Vierte aber wirkte oft desorientiert wo die Reise hingehen soll. Allein der Klon Einfluss um Ripley war nur zum Zwecke der Rückkehr eines geliebten Charakters, wobei die Filmreihe ohne Vorhersehbaren Helden ab Teil 2 besser funktioniert hätte. AvP waren unterhaltsam aber mehr auch nicht, hätte man mehr draus machen können.


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