Doctor Sleep – Warner befördert Stephen Kings The Shining-Sequel auf die Leinwand

Hollywood ist im Stephen King-Fieber. Derzeit gibt es kaum ein großes Studio, das sich nicht auf die eine oder andere Weise an einer eigenen filmischen Adaption des Horror-Altmeisters versucht. Dabei scheint besonders Warner Bros. auf den Geschmack gekommen zu sein und hat neben The Stand und ES nun auch noch eine Kinoadaption zu Stephen Kings The Shining-Sequel Doctor Sleep in der Mache! Dem Tracking Board zufolge soll Akiva Goldsman, gerade erst mit Stephen Kings The Dark Tower-Saga beschäftigt, die Skriptvorlage beisteuern und den Horror im berühmt-berüchtigten Overlook Hotel aufleben lassen – allerdings anders als gedacht. Doctor Sleep setzt nämlich Jahrzehnte nach den grausigen Geschehnissen aus dem Horror-Klassiker von Stanley Kubrik an, für den King noch heute kein gutes Wort übrig hat, und zeigt Danny als inzwischen erwachsenen Mann, der kurz davor steht, seinem Vater in Sachen Alkoholmissbrauch und Gewalt nachzueifern. Ruhe erhofft er sich in einer kleinen Stadt in New Hampshire, die allerdings seine psychokenetischen Fähigkeiten von früher wachruft und eine Reihe mysteriöser Ereignisse lostritt.

Auf Amerikas Highways ist eine mörderische Sekte unterwegs. Sie hat es auf Kinder abgesehen, die das Shining haben. Mit Doctor Sleep kehrt Stephen King zu den Figuren und Szenarien eines seiner berühmtesten Romane zurück: Der Dreirad fahrende kleine Danny, der im Hotel Overlook so unter seinem besessenen Vater hat leiden müssen, ist erwachsen geworden. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los, und wieder gerät er in einen Kampf zwischen Gut und Böse. Die zwölfjährige Abra hat das Shining. Kann er sie retten?

Doctor Sleep jacket

Geschrieben am 01.04.2016 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News




  • Adaaification

    Dabei wäre es zu einfach ein Horror Universum aufzubauen. Die Dark Tower Saga als Grundlage, für die man eh sehr viel Kenntnis von Stephen Kings Lebenswerk haben muss, und die anderen Filme die für das Verständnis nötig sind drum herum basteln. Aber soweit denkt ja keiner ^^

    • Maxx

      Ein Filmuniversum braucht als Grundlage einen ersten magischen Film, dessen Feuer ein Franchise langfristig am Leben halten kann. Daran scheitern so viele Filmuniversen: Ihre ersten Teile funktionieren oftmals nicht, weil sie vom Zuschauer als „unkomplett“ wahrgenommen werden. Das Publikum verlässt das Kino enttäuscht und hat kein Interesse, diese negative Erfahrung noch einmal zu machen.

      • Adaaification

        Und genau da sehe ich auch das Problem für die Dark Tower Reihe. Vieles ist nun einmal nicht verständlich wenn man kein tiefes Verständnis für Stephen Kings Lebenswerk hat.

        Wenn man ein Universum aufbauen will, was wäre der geeignete Einstieg in die Welt des dunklen Turms? Die Frage habe ich mir oft gestellt. Die Augen des Drachen? Es? Puls? Insomnia? Brennen muss Salem? Ich könnte ewig so weiter machen, denn im Grunde sind 70% der King Bücher im Dunklen Turm vereint.

        Ich bin auf die Lösung gespannt wenn Schwarz erscheint.

        • NDee9001

          Ich glaube, so wie es Goldsman für den Dark-Tower angehen will, macht das noch am meisten Sinn. Nimm einen Charakter, den man schnell nett und toll finden kann (Jake) und setze ihn am Anfang in eine gewohnte Umgebung (New York) und führe erst Schritt für Schritt das ganze Thema Fantasy ein. Für King-Fans wie mich trotzdem grausam, aber wahrscheinlich noch der eleganteste Weg um nach Mittwelt zu finden.

        • Maxx

          Die Augen des Drachen würden in einem GoT-Setting ganz gut funktionieren und auch Es ist wunderbar dafür geeignet. Allerdings funktioniert das Konzept eines Filmuniversums in aller Regel nur wenige Jahre, da die Zuschauer schlichtweg das Interesse verlieren, wenn sich etwas wiederholt.

          Das erkennt man gut an James Bond. Die Reihe funktioniert als Universum nur insofern, dass mit jedem neuen Hauptdarsteller ein neues „Bondiversum“ geschaffen wird.

          Auf Dauer funktionieren Filmuniversen schlichtweg nicht, weil die Darsteller altern (und sterben und zu teuer werden), der Publikumsgeschmack sich ändert oder jeder kleine Flop das fragile Gerüst des Filmuniversums zum Einsturz bringen.

    • NDee9001

      Dazu müssten die Filmrechte zu seinen Romanen bei einem Filmstudio liegen. Aber King hat es clever für sich gemacht und zu jeder Geschichte einzeln verhandeln lassen, egal ob Filmstudio, Fernsehsender, oder bei einzelnen Kurzgeschichten Studenten, die sich die Rechte für einen Dollar sichern konnten.

      • Adaaification

        Das erschwert die Lage natürlich, heißt aber nicht das man mit dem nötigen Kleingeld Rechte aufkaufen kann. Aber es ist ein finanzielles Risiko, da Stephen King sehr von der Gedanken und Gefühlswelt seiner Figuren lebt. Und die lässt sich schwierig auf die Leinwand übertragen wie man oft sehen durfte.

        • NDee9001

          absolut richtig :) Und so, wie andere aktuellen Projekte behandelt werden (Cell hat inzwischen einen drittklassigen Verleiher gefunden, trotz John Cusack und Samuel L. Jackson in den Hauptrolle, A Good Marriage ist knapp zwei Jahre lang zwischen Produktion und Vertrieb in der Versenkung verschwunden) sehe ich da kaum eine Besserung. Schade eigentlich, denn der Raum für Geschichten wäre absolut da :/

  • nek

    Obs das wirklich braucht.. eines der schwächsten Werke Kings..


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