ES – Stephen King-Kinoadaption verliert Regisseur, Entstehung in Gefahr und ungewiss

Schock für Stephen King-Fans: True Detective-Filmer Cary Fukunaga hat sich nach einem Streit mit dem Studio überraschend von der Kinoadaption zu ES zurückgezogen. Einem Bericht von The Wrap zufolge habe es in der Vergangenheit schon häufiger Auseinandersetzungen zwischen ihm und New Line Cinema (The Conjuring, Annabelle) gegeben. Zum endgültigen Bruch kam es nun aufgrund einer erneuten Budgetkürzung auf rund 30 Millionen US-Dollar für den ersten Film. Fukunaga habe seine künstlerische Vision nicht zugunsten einer abgewandelten Kinoadaption verwässern wollen und sich daher entschlossen, das Projekt zu verlassen. Dabei stand der Drehbeginn unmittelbar bevor. Mitte Juni hätte in New York die erste Klappe zur lange geplanten Kinoadaption des Horror-Bestsellers von Stephen King fallen sollen. Mit dem aus The Maze Runner und Wir sind die Millers bekannten Will Poulter war sogar schon eine Besetzung für Horror-Kultclown Pennywise gefunden.

New Line Cinema hat sich noch nicht zu der Situation geäußert. Sollte man den freigewordenen Posten allerdings mit einem anderen Regisseur ausfüllen wollen, ist Eile geboten. Der durch True Detective bekannt gewordene Fukunaga hatte insgesamt fünf Jahre in die Vorbereitungen investiert, sich dafür sogar den Segen von Stephen King eingeholt. Der ließ jetzt über Twitter verlauten: „Das Remake von ES mag tot – oder untot – sein, doch wir werden immer Tim Curry haben. Er schwimmt weiter durch die Abwasserkanäle von Derry.“

Will Poulter (“The Maze Runner”) sollte Pennywise spielen. ©20th Century Fox

Geschrieben am 26.05.2015 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News




  • Nek

    „Das Remake von ES mag tot – oder untot – sein, doch wir werden immer Tim Curry haben. Er schwimmt weiter durch die Abwasserkanäle von Derry.“

    Da stimme ich ihm zu.. besser würde das Remake wohl sowieso nicht.

  • Score

    @Nek: Tatsache ist aber auch, dass die zweite Hälfte der TV-Verfilmung vollkommen misslungen ist, weil nicht genügend Budget für ein episches Finale – wie im Buch – zur Verfügung stand. Insofern wäre eine werkgetreue Adaption noch immer sehr zu begrüßen. Es muss ja kein Zweiteiler sein.

  • Thure

    @Score
    Bei nur einem Film würde das aber ein unglaublich zerstückeltes Machwerk sein. Schon damals fehlten div. Sachen. Und bei einem Film die ganze Story in der Vergangenheit + Gegenwart in mal eben knapp 2 Stunden quetschen – selbst wenn es etwas mehr wird – dürfte ziemlich unmöglich sein ohne ganze Teile komplett umzuschreiben und noch mehr Sachen zu entfernen. Weiß nicht ob mir das so gefallen würde.

    Der Witz dabei ist doch das so ein kleines Büchlein wie der Hobbit drei Filme bekommt aber ein Schinken mit dem man Leute erschlagen könnte wie IT bekommt mit Mühe und Not zwei Filme. Und dabei soll noch das Budget stark zusammengestrichen werden.

    Finde auch das die alte TV Umsetzung eher schlecht gealtet ist. Es war halt immer nur ein Film fürs TV, das Budget war knapp usw.
    Das Curry genial war als Pennywise, darüber müssen wir gar nicht streiten.
    Aber bei vielen anderen Dingen merkt man einfach das man sehr viele Kompromisse einging um es mit dem Geld irgendwie über das ganze Buch zu schaffen.
    Und ja ich hatte mich gerade deshalb schon sehr auf eine Neuverfilmung gefreut. Fürs Kino. Mit dickem Budget, neuen Ideen und ja warum nicht auch einem neuen Pennywise? Klar hätte man versucht Curry einfach nur zu imitieren wäre es nichts geworden und Will Poulter wäre sicher nicht meine erste Wahl gewesen. Aber ich vielleicht auch wegen dieses Castings die Hoffnung das er dort seine eigene Interpretation mit einbringt und sich dadurch eben von Curry abhebt. Nicht unbedingt im Sinne von „besser“…aber „anders“.
    Denke das dürfte sich nun aber erledigt haben. Schade.


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