Der dunkle Turm - The Dark Tower

The Dark Tower – Keine treue Umsetzung? Stephen King warnt Fans vor möglicher Verärgerung

Auch das noch: Zuerst befindet sich The Dark Tower jahrelang in der Produktionshölle und jetzt, wo die Dreharbeiten endlich ins Rollen gekommen sind, warnt ausgerechnet Schriftsteller Stephen King seine Fans vor einer möglichen Enttäuschung: „Eventuell wird die Verfilmung den einen oder anderen verärgern, da die Geschichte nicht chronologisch erzählt wird und der Film inhaltlich in der Mitte des Geschehens einsteigt“, erklärte King, Schöpfer jener Bücher, welche für die von Studio Sony Pictures entwickelte Produktion als Vorlage dienen. Manche Fans haben aber ohnehin schon längst Verdacht geschöpft, da für die Verfilmung bereits Figuren bestätigt wurden, die eigentlich erst im letzten Band aufgetaucht sind. Was das für die Qualität der Adaption bedeutet, bleibt aber so oder so noch bis zum Filmstart abzuwarten. In The Dark Tower, der im Frühjahr 2017 über globale Kinoleinwände flimmert, durchstreift Roland Deschain auf der Suche nach dem mysteriösen Dunklen Turm eine sterbende Welt. Ihm gegenüber steht das personifizierte Böse in Form von Matthew McConaughey.

Seine erstmals in The Stand eingeführte Figur, hier noch als Randall Flagg, zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bände von Kings inzwischen achtteiliger Reihe. Wie viele davon letzten Endes adaptiert werden, verraten im Frühjahr 2017 die Resultate, die an den weltweiten Kinokassen erzielt werden. Sollte die Adaption wie erhofft einschlagen, darf man sich als begeisterter Leser der Vorlage mit Sicherheit auf Nachschub einstellen.

Geschrieben am 20.05.2016 von Carmine Carpenito




  • Martin Bußmann

    Es geht schon los. Erst Idris Elba als Roland, der meinem Ermessen nach so gar nicht passt. Nicht nur wegen der Hautfarbe, sondern auch wegen dem Typus. Elba ist ein hervorragender Schauspieler, keine Frage, aber er passt einfach nicht. Genau wie Craig für mich nie ein richtiger Bond-Darsteller war. Jetzt auch das noch. Ich hatte mich so auf die Verfilmung gefreut, und war schon gespannt auf das Endresultat. So wie die es jetzt angehen wird das nix. Wenn sie es nicht hinkriegen dieses Werk des Meisters so zu verfilmen, wie es gemeint ist, und dazu gehört auf jeden Fall die zeitlich stimmige Erzählweise, dann sollen sie es doch gleich lassen. Man hat gesehen was aus „The Stand“ geworden ist. An und für sich technisch richtig umgesetzt, jedoch total fehlbesetzt und trotz fünf Teilen sowas gegen Strich inszeniert, dass es nicht mehr schön war. Wenn ein Stoff als unverfilmbar gilt, und dann so lange dran rumgefrickelt wird, bis es geht, dann kommt nachher so ein Schmonzes wie „The Doom“ dabei raus. Ein gutes Buch, das als Serie dank hoher Quote so lange künstlich verlängert wurde, wie es Kohle gebracht hat, und dadurch zu einem unsäglichen Schwachsinn ausartete. „The dark Tower“ ist Kings Lebenswerk, und das erste Buch „Schwarz“ habe ich schon Anfang der Achtziger, kurz nach seinem Erscheinen gelesen, und deshalb erwarte ich auch, dass die Verfilmung den Büchern wirklich absolut gerecht wird, indem einfach nur mit dem Anfang angefangen wird, und nicht irgendwann im irgendwo. Wenn dann das Ende auch noch „amerikanisiert“ (Happy End) wird, dann ist es wirklich schon sinnlos. Ein gutes Beispiel, für die Umsetzung einer epischen Geschichte ist „Der Herr der Ringe“. Die drei Bücher wurden „filmgerecht“ verändert, jedoch blieb Jackson dem Original treu, ohne es zu verhunzen, auch wenn sehr, sehr viel CGI eingesetzt wurde, hat er dem Original als „absolutes“ Drehbuch Ehre gezollt. Es geht also. Wenn sie keine Kohle haben, oder das Know How fehlt sollten sie es lieber lassen. Meinem Ermessen nach, wurde schon beim Casting gepatzt.

    • Shallows

      Na, jetzt heul mal nicht. Wenn man ein „unverfilmbares Werk“ stark umstrukturiert, dann muss das nichts schlechtes sein und Elba als Roland – mal abwarten. Wäre die Verfilmung so unannehmbar, dann hätte Stephen King sich schon längst von dem Projekt distanziert.

      Dass in der Mitte begonnen wird, muss auch nicht schlecht sein, da noch immer eine Serie in der Warteschleife steht und sie damit ann genügend Stoff haben – wenn der Film ein Erfolg wird.

    • Tank himself

      Was ist denn heute noch „unverfilmbar“? Der Begriff ist seit mind. 10 Jahren überholt.
      Ich lese gerade die Bücher und bin erst bei Band 3, finde es sehr gut, aber was soll daran nicht verfilmbar sein…

  • Martin Bußmann

    Erstens:Ich heule nicht, sondern bin einfach nur skeptisch, nach dem letzten Seriengelackel.
    Zweitens: Ich schreibe hier was ich denke, und nicht etwas Allgemeingültiges.

    Ich kenne alle Bücher von King, und genauso alle Filme, bzw. Serien. Daher denke ich, dass mehr schiefgehen kann, wenn man es gleich ausserhalb der vorgegebenen Zeitlinie angeht. Ich schrieb schon einen Kommentar zu Idris Elba zu einem anderen Artikel zu „Der dunkle Turm“, worin steht, dass er eine Chance verdient hat. Allerdings erst den eigentlichen Typus des Protaganisten zu ändern, dann den zeitlichen Ansatz, nachdem schon ein Regisseur aufgegeben hat, und die Besetzung hinter den Kulissen schon einige Zweifel hat aufkommen lassen, sehe ich persönlich bei so einer monumentalen Verfilmung schon als sher riskant. Die Finanzierung war lange Zeit nicht sicher, und ist dann stark eingekürzt worden. Das Werk von King als Epos gesehen ist schon sehr facettenreich und vielschichtig. Es bewegt sich wie „inception“ in mehreren Ebenen, vielen Rückblenden und Erzählungen der Akteure. Deshalb galt es wohl auch lange Zeit als unverfilmbar. Von Kubricks „The Shining“ hat sich King auch erst distanziert, als der Film schon fertig war, und King klar war, dass Stanley Kubrick nicht Kings Buch verfilmt hat, sondern ein eigenes Kunstwerk erschaffen hatte, welches mit Kings Buch eigentlich nichts zu tun hatte. Ich persönlich halte „The Shining“ für eine der besten Verfilmungen eines Buchs vom Meister. Wenn im Vorfeld von so einem Werk schon grundlegende Dinge vom Original so verändert werden, dass das Original nicht mehr zu erkennen ist, halte ich das für kein gutes Omen. Der Begriff „unverfilmbar“ ist keineswegs überholt, oder an den Haaren herbeigezogen.Schau dir nur mal „Cloud Atlas“ an; Klasse Schauspieler, guter Regisseur, aber viel zu komplex als es richtig rüberzubringen. Der Film wirkt einfach nur überladen und konfus, an manchen Stellen sogar naiv. Manche aufgeschriebene Geschichten sind einfach filmisch nicht umzusetzen. Für mich spielt sich ein Film in erster Linie in 2D ab, und soll eine gute Geschichte erzählen. Nicht nur effektahscherei sein.

    • Bejmen

      Ich bin ganz deiner Meinung!
      So ein Werk sollte nicht nur günstig produziert werden um nur schnelles Geld zu bringen. King hat nicht ohne Grund über 20 Jahre daran gearbeitet.
      Elba kann ich mir genau so wenig als Roland vorstellen. Ich hatte anfangs Hoffnung das McConaughey den Roland spielt. Das wäre noch in Ordnung gewesen da der Roland ja eh ziemlich Dürr beschrieben wurde.
      Trotzdem hoffe ich das es in irgend einer Art und Weise, dem Ganzen doch noch gerecht werden kann (jedoch glaube ich im Moment überhaupt nicht daran)

      Ist schon sehr sehr lange her das ich es gelesen habe.
      Ich habe nur eine kleine Vermutung zum Ansatz von der kommenden Film-Adaption. Es könnte ja evtl sein das der Film mit der Vorgeschichte von Roland anfängt? Die im 4 Band (Glas) erzählt wird.
      Da aber der Mann in Schwarz im Film ebenfalls vorkommen wird, kann ich mich nicht daran erinnern ob er auch in der Vorgeschichte von Roland vorkam.

      Ansonsten kann ich nur sagen das dein Kommentar sachlich und gepaart mit deiner Meinung vollkommen in Ordnung war. Kann die Kritik der Anderen nicht begreifen.

      PS: Unverfilmbar ist er nur weil Jake im Laufe der Geschichte kaum altert. Wie soll man 7 Filme machen wo ein Kind kaum älter wird, da man ja auch weiß das man so viele Filme nicht in einer kurzen Zeit abdrehen kann.
      Ansonsten kommt so etwas wie bei Game of Thrones heraus.
      Stichwort „Bran“


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