Bones and All – Kein Bezug zu Armie Hammer: Luca Guadagnino spricht Klartext!

Zufälle aller Art sind nichts Ungewöhnliches und wird es immer geben. Doch manchmal wird ihnen viel mehr Beachtung geschenkt als nötig. Dass Regisseur Luca Guadagnino (Suspiria, A Bigger Splash) und Schauspieler Timothée Chalamet (The French Dispatch, A Rainy Day in New York) mit Bones and All ausgerechnet einen Film über Kannibalismus gedreht haben, während auf discovery+ noch in diesem Jahr die Dokumentation House of Hammer die angeblich dunkle Seite ihres ehemaligen Call Me By Your Name-Kollegen Armie Hammer (Lone Ranger, The Social Network) enthüllt, stellt zum Beispiel auch einen ziemlich großen Zufall dar.

Nur schmeckt es Guadagnino überhaupt nicht, dass sein neuester Film mit den Negativschlagzeilen um Hammers Privatleben verglichen wird, wie der Italiener im Deadline-Interview klarstellt:

«Die Verbindung zu ihm wird lediglich auf Social Media hergestellt – und von dieser Welt halte ich mich sowieso fern. Es existiert keinerlei Parallele zwischen dem Skandal und unserem Wunsch, diesen Film aus dem Boden zu stampfen. Ihr solltet dem ganzen einfach mit einem Achselzucken begegnen. Ich ziehe es jedenfalls vor, über all die Dinge zu sprechen, die unsere Geschichte aussagen will anstatt darüber, was mit unserer Arbeit rein gar nichts am Hut hat.»

Kein Splatter-Feuerwerk

Erwähnt sei auch, dass sich die Romanverfilmung schon zu einer Zeit in der Vorbereitungsphase aufhielt, als die ganze Hammer-Sache in der Öffentlichkeit noch gar kein Thema war. Der 51-jährige Filmemacher weist Cineasten außerdem darauf hin, dass Bones and All kein schockierender Film werde, der die Leute verstört und mit ständig grausamen Bildern aufwartet.

Von der Stimmung her vergleicht Guadagnino seine kommende Schöpfung mit Kult-Klassikern wie Texas Chainsaw Massacre – Blutgericht in Texas von Tobe Hooper und Der Exorzist von William Friedkin, die für ihn in erster Linie keine Horrorfilme sind, sondern ein verheerendes Porträt Amerikas und Familiendrama – und genau diese beiden Eigenschaften sollen auch in seiner Produktion im Zentrum des Geschehens stehen.

Warner Bros. holt Bones and All aller Voraussicht nach am 24. November 2022 nach Deutschland. Darin schlüpft Chalamet in die Rolle des jungen Mannes Lee, der sich unsterblich in Maren verliebt und mit ihr alt werden möchte, nur leider nicht über das Risiko nachdenkt, das er mit dieser gefährlichen Beziehung eingeht. Wieso? Weil sich seine Jugendliebe schon bald als Frau mit einem Appetit auf Menschenfleisch herausstellt.

©Frenesy Film Company

Geschrieben am 29.08.2022 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Bones and All, News



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