Mit Ausnahme der Venom-Trilogie mit Tom Hardy (Mad Max: Fury Road, Inception) als außerirdischer Symbiont erwies sich Sony’s Reihe über die vielen Antagonisten aus dem Spider-Man-Universum als wenig lukrativ – zumindest an den Kinokassen.
Weder Morbius noch Madame Web waren dazu in der Lage, die Kinosäle gefüllt zu kriegen – der Vampir kam 2022 auf weltweit 167.5 Millionen US-Dollar und der Film mit Dakota Johnson (Suspiria, Fifty Shades of Grey) auf 100.5 Millionen US-Dollar, was beides als große Enttäuschung galt – schließlich weiß man seit dem MCU aus dem Hause Disney, was mit Comicverfilmungen an den Kinokassen möglich wäre.
Nun traf mit Kraven the Hunter die erste und einzige Sony-Marvelverfilmung in den Kinos ein, die mit einem R-Rating und viel Kunstblut daherkommt – das Ergebnis? Leere Vorstellungen. Der Actionfilm wurde in den USA in über 3.200 Kinos gestartet, blieb aber so gut wie links liegen, da am Startwochenende lediglich 11 Millionen US-Dollar in die Kassen geschwemmt werden konnten.
Besonders bitter; die Produktion lief noch schwächer an als Morbius (39.0 Millionen US-Dollar) und Madame Web (15.3 Millionen US-Dollar), war mit einem 110 Millionen US-Dollar schweren Budget aber deutlich teurer als die beiden Kollegen. Mit diesem Ergebnis platzierte man sich auf dem dritten Platz der US-Kinocharts – hinter dem dritten Wochenende von Vaiana 2 (26.6 Millionen US-Dollar) und dem vierten von Wicked (22.5 Millionen US-Dollar).
Doch nicht nur in den USA fiel Kraven the Hunter mit Aaron Taylor-Johnson (28 Years Later, Nosferatu) komplett auf die Schnauze, sondern auch hier in Deutschland, wo am vergangenen Wochenende keine 50.000 Kinogänger daran interessiert waren, sich den Film auf der Kinoleinwand anzusehen. Zum Vergleich; der Animationsfilm Niko – Reise zu den Polarlichtern kam an seinem sechsten Wochenende noch einmal auf 60.000 verkaufte Tickets.
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Streifen nach diesem Debakel von einem Startschuss auf ein weltweites Endeinspielergebnis jenseits der 100 Millionen US-Dollar-Grenze kommen wird. Und da Kraven the Hunter auf ein enormes Verlustgeschäft zusteuert, werden wir die Figur ziemlich sicher kein zweites Mal zu Gesicht kriegen – zumindest nicht in einem Soloabenteuer.

©Sony Pictures