Dark Universe – Monster-Franchise von Universal steht auf dem Prüfstand

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Mit bekannten Monster-Klassikern wie Frankenstein oder Der Unsichtbare Mann wollte Universal Pictures weltweit die Kinoleinwände erobern. Geklappt hat das bei Die Mumie, dem ersten offiziellen Ableger des Dark Universe, aber nur bedingt. Und so hat ein Film ausgereicht, um den Plan von einem großangelegten Cinematic Universe über den Haufen zu werden. Alex Kurtzman und Chris Morgan, die bei fast allen Filmen entweder als Produzenten oder Autoren fungieren sollten, sind inzwischen nicht mehr beim Studio beschäftigt und stellen sich neuen Herausforderungen. Die Zukunft der bereits angekündigten Filme ist dagegen unklar. So wurde Bride of Frankenstein im Oktober überraschend von der Startliste gestrichen, obwohl Regisseur Bill Condon in London längst mit der Suche nach passenden Locations begonnen hatte. Die Crew wurde unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt. Aktuell denkt man sogar über eine Abspaltung oder Sublizensierung an bekannte Filmemacher oder Studios nach. Laut dem Hollywood Reporter wäre offenbar eine ganze Reihe von Filmen unter Leitung der Genre- und Low Budget-Spezialisten von Blumhouse denkbar, was auch den Gedanken der ursprünglichen B-Movie-Klassiker aufgreifen würde.

„Wir haben unsere Lektion gelernt und sehen die Filme jetzt eher als Vehikel für Filmemacher mit einer starken eigenen Vision,“ erklärt Peter Cramer, bei Universal für die Produktionen zuständig. „Wir haben es damit aber nicht eilig und werden die Projekte so umsetzen, wie wir es für richtig halten.“ Das Franchise-Reboot Die Mumie mit Tom Cruise konnte zwar über 400 Millionen einspielen, gilt aber gemeinhin als Flop. Der Film soll weit über 150 Millionen Dollar verschlungen haben, dazu kommen weitere Kosten für Marketing und PR.

Geschrieben am 08.11.2017 von Torsten Schrader
Kategorie(n): Die Mumie (2017)