Box Office: Don’t Worry Darling erobert die USA, Avatar die ganze Welt!

Avatar – Aufbruch nach Pandora schlägt zurück! Wiederaufführungen waren einmal und ziehen nicht? Von wegen! Während Sony Pictures mit der Comicverfilmung Spider-Man: No Way Home – The More Fun Stuff Version vor wenigen Wochen komplett auf die Schnauze gefallen ist, beweist Kult-Regisseur James Cameron (Titanic, True Lies – Wahre Lügen) gerade, dass sehr wohl noch Interesse daran besteht, sich alte Filme erneut (vielleicht sogar zum ersten Mal) im Kino anzusehen.

Spider-Man: No Way Home ist natürlich noch ziemlich jung und dürfte den meisten Kinogängern bestens in Erinnerung geblieben sein. Die paar Minuten Extra waren offenbar selbst für Marvelfans einfach zu wenig, um dafür noch einmal zusätzliches Geld auszugeben. Die mit Spannung erwartete Rückkehr von Avatar – Aufbruch nach Pandora, der im Moment umsatzstärkste Film überhaupt, wurde hingegen mit offenen Armen begrüßt.

20th Century Studios, das seit wenigen Jahren zu Disney gehörende Produktionshaus, ging mit eher niedrigen Erwartungen und verhalten an den Start, brachte Avatar – Aufbruch nach Pandora in lediglich 1.860 Kinos unter. Zum Vergleich: Spider-Man: No Way Home – The More Fun Stuff Version erhielt August 2022 fast 4.000 Kopien!

AVATAR spielt in den USA erneut über 10 Millionen US-Dollar ein

Und trotzdem war das Mammutprojekt über die blauen Außerirdischen, das nach einer 13-jährigen Wartezeit diese Weihnachten endlich fortgesetzt wird, dazu imstande, am vergangenen Wochenende mehr als 10.5 Millionen US-Dollar in die Kassen zu schwemmen, sich sogar den dritten Platz der US-Kinocharts zu holen.

Besonders faszinierend ist der Kopienschnitt, da dieser fantastische 5.611 US-Dollar beträgt. Da kann selbst der gleichzeitig gestartete Psycho-Thriller Don’t Worry Darling nicht ganz mithalten, der es in den Vereinigten Staaten von Amerika zwar an die Spitze der Kinocharts geschafft hat, allerdings nur, weil der 35 Millionen US-Dollar schwere Streifen aus dem Hause Warner Bros. derzeit in über 4.100 Kinos läuft. Der Kopienschnitt liegt mit 4.705 US-Dollar deutlich unter dem von Avatar – Aufbruch nach Pandora.

Mit anderen Worten: Sam Worthington (Kampf der Titanen, Terminator – Die Erlösung) und Zoe Saldana (Avengers: Infinity War, Guardians of the Galaxy) hatte die vollsten Kinosäle vorzuweisen. Äusserst bemerkenswert ist zudem auch die Tatsache, dass rund 93% aller verkauften Tickets für Vorstellungen in 3D waren.

James Cameron macht 3D wieder interessant

Die Beliebtheit an diesem Format hat im letzten Jahrzehnt stark abgenommen. Avatar – Aufbruch nach Pandora scheint man aber auch heute noch mit einer hervorragenden Qualität, was die 2009 zelebrierte Dreidimensionalität betrifft, in Verbindung zu bringen. Heute können Produktionshäuser – und Kinos, die ihre Leinwände entsprechend ausgerüstet und angepasst haben – von Glück reden, wenn schon nur 10% der Einnahmen aus 3D-Vorführungen stammen.

Weltweit eroberte Avatar – Aufbruch nach Pandora sogar die Spitzenposition, da er mit den 31 eingespielten Millionen US-Dollar die 30.2 Millionen US-Dollar von Don’t Worry Darling knapp übertrifft. James Cameron ist also wieder einmal der König der Welt – ob er den Titel im Dezember 2022 verteidigen kann, wenn mit Avatar: The Way of Water das potenzielle Highlight des Jahres in den Kinos eintrudelt?

Der hervorragende Startschuss der Wiederaufführung des ersten Teils macht jedenfalls schon einmal Hoffnung auf die anstehende Weltpremiere des möglicherweise am meisten erwarteten Films 2022. Olivia Wilde, die Regisseurin von Don’t Worry Darling, kann aber dennoch sehr zufrieden mit den erzielten Ergebnissen sein. In Zeiten, wo die Leinwände fast nur noch von bekannter Franchise-Kost dominiert werden, muss jeder Originaltitel gefeiert werden, für den sich Millionen von Leuten in einen Kinosaal setzen – und genau das ist hier geschehen!

©Warner Bros.

Geschrieben am 27.09.2022 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Don't Worry Darling, News