Dune – Box Office: Sci/Fi-Spektakel fällt in den USA wie ein Stein

Das Wichtigste zuerst: Warner Bros. hat Dune 2 offiziell bestätigt und daran wird das vergangene Box Office-Wochenende auch nichts mehr ändern. Überraschend kommt es nämlich nicht, dass sich die Romanverfilmung in den USA bei weitem nicht so gut hält wie in europäischen Territorien wie Frankreich oder Deutschland.

Im Verlauf des Jahres hat sich immer wieder deutlich abgezeichnet, dass sich Warner keinen besonders großen Gefallen damit getan hat, 2021 alle Filme im Kino, in den USA gleichzeitig aber auch auf dem hauseigenen Streaming-Portal HBO Max zu veröffentlichen. Disney hat das längst verstanden und verzichtet mittlerweile darauf, ursprünglich mal exklusiv für die Leinwand bestimmte Projekte zur selben Zeit auf Disney+ anzubieten.

Es waren die liebenswerte Action-Komödie Free Guy und die Comicverfilmung Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings, welche als Versuchskaninchen herhalten mussten, ausschließlich im Kino liefen und den Test bestanden haben, die den Mauskonzern dazu bringen konnten, die zukünftige Strategie erneut zu überdenken.

Dune läuft jetzt weltweit in den Kinos. ©Warner Bros.

Wie sehr digitale Premieren das Box Office beeinflussen

Vergleicht man die Einspielergebnisse mit denen von Black Widow und Jungle Cruise, fällt auch sofort auf, wieso das so ist. Nehmen wir mal die Zahlen des Marvel-Streifens als Beispiel: Dieser brachte es nach einem 80 Millionen Dollar US-Start auf ein Endeinspielergebnis von rund 184 Millionen US Dollar. Das bedeutet, dass das Werk mit Scarlett Johansson in der Titelrolle fast 44% der Einnahmen schon allein am Startwochenende eingespielt hat und danach kollabiert ist.

Beim Kollegen Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings waren es nur 34%, bei Free Guy gerade einmal 23%. Das sind eindeutige Indizien, die belegen, dass man mit einer digitalen Premiere, die am selben Tag wie der Kinostart stattfindet, das Box Office-Leben beträchtlich verkürzt – das spürt man jetzt auch bei Dune.

So schlägt sich DUNE in den USA

Nach einem überzeugenden US-Startwochenende, der Kinogängern über 41 Millionen US Dollar an Einnahmen wert war, brach das 165 Millionen US Dollar schwere Sci/Fi-Spektakel nun um über 62% ein. Mit 15,5 Millionen US Dollar konnte die Frank Herbert-Adaption mühelos die Spitze der Charts verteidigen sowie Neueinsteiger wie Edgar Wrights Last Night in Soho und Guillermo Del Toros Antlers, die passend zu Halloween ausgewertet wurden, abwehren.

Allerdings spricht dieser Besucherschwund eine klare Sprache. Da HBO Max international noch nicht lanciert wurde, hält sich Dune in Europa sehr viel besser als in den Vereinigten Staaten. Das Problem: Anders als Disney+ kann Warner vorerst keinen Rückzieher mehr machen, weil Abonnenten das komplette Lineup des aktuellen Jahres versprochen wurde, als sie ihr Abo entweder verlängert oder neu abgeschlossen haben. Wozu also ins Kino, wenn man sich den Film kostenlos ansehen kann?

Rebecca Ferguson und Timothée Chalamet sind in Dune 2 wieder am Start. ©Warner Bros.

Warner Bros. muss bis Ende 2021 so weiterfahren

Das Produktionshaus wird es dieses Jahr also wohl oder übel noch so durchziehen müssen. Betroffen sind in den kommenden Monaten das Will Smith-Drama King Richard sowie The Matrix Resurrections. Jetzt stellt sich bloß noch die Frage, ob es Dune in den USA dennoch über die 100 Millionen US Dollar-Grenze schafft oder sich mit einem zweistelligen Millionen-Endergebnis zufriedengeben muss.

Bislang gelang es der Schöpfung von Prisoners– und Blade Runner 2049-Regisseur Denis Villeneuve 69,4 Millionen US Dollar in die Kassen zu schwemmen. 100,6 Millionen US Dollar wären notwendig, um Godzilla vs. Kong als den erfolgreichsten Warner-Titel des Jahres abzulösen. Jedoch dürfte es eine ziemliche Herausforderung werden, diese zu erreichen, da man schon am kommenden Wochenende auf den Kino-exklusiven Marvelfilm Eternals trifft.

Selbstverständlich bleiben wir für euch am Ball und werden darüber berichten, sobald wir wissen, ob Dune die magische Grenze trotz der Konkurrenz mit Angelina Jolie, Salma Hayek und Richard Madden in den Hauptrollen sowie der HBO Max-Sache übertreten kann oder am Ende doch noch haarscharf daran scheitert.

©Warner Bros.

Geschrieben am 01.11.2021 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Dune, News, Top News



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