Moviebase Shutter Island

Shutter Island
Shutter Island

Bewertung: 75%

Userbewertung: 90%
bei 151 Stimmen

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Originaltitel: Shutter Island
Kinostart: 25.02.2010
DVD/Blu-Ray Verkauf: 05.08.2010
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 138 Minuten
Studio: Paramount Pictures / Concorde Filmverleih
Produktionsjahr: 2009
Regie: Martin Scorsese
Drehbuch: Laeta Kalogridis
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley, Emily Mortimer, Michelle Williams, Max von Sydow, Patricia Clarkson, Jackie Earle Haley, Ruby Jerins, Ted Levine, Elias Koteas, John Carroll Lynch, Nellie Sciutto, Curtiss Cook, Joseph Sikora, Matthew Cowles, Americo Presciutti

Vorbemerkung: Für einen möglichst unbelasteten Genuss von „Shutter Island“ empfiehlt es sich, die Kritik erst nach Ansicht des Films zu lesen. 

Auf dieser Insel lauert das Böse. Oder das, was wir dafür halten. Schon mit den ersten Szenen stellt „Shutter Island“ unmissverständlich klar, dass der Ort, an den es US Marshall Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und seinen Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo) verschlägt, ein dunkles Geheimnis birgt. Auf einer (fiktiven) Insel vor der amerikanischen Ostküste werden in einem vermeintlich absolut fluchtsicheren Sanatorium Anfang der 1950er Jahre psychisch kranke Straftäter behandelt. Die einzige Verbindung zwischen „Shutter Island“ und der Außenwelt ist eine Fähre, über die auch die beiden Beamten das nur bedingt einladende Eiland erreichen. 

Es braucht natürlich einen Grund, um Teddy und Chuck auf die Insel zu locken und damit die Geschichte gleichsam in Gang zu bringen. Eine mehrfache Mörderin konnte am Vorabend aus der Anstalt fliehen. Wie das möglich war und wo sie sich jetzt aufhält, das sollen die Marshalls mit Hilfe des Krankenhauspersonals möglichst rasch herausfinden. Der leitende Oberarzt Dr. Cawley (Ben Kingsley) sichert den Beamten dann auch seine volle Unterstützung zu. Die Ermittlungen laufen an und was für Teddy zunächst nach einem Routinejob aussah, entwickelt sich mit jeder neuen Entdeckung zu einem immer undurchsichtigeren Kriminalfall. 

Mehr muss man im Vorfeld gar nicht über „Shutter Island“ wissen. Martin Scorseses mit Spannung erwarteter Mystery-Thriller - Dennis Lehane (Mystic River) lieferte die Romanvorlage - lässt uns zusammen mit Teddy fortlaufend die Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit überscheiten. Durch seine Augen sehen wir, was geschieht oder wovon er glaubt, dass es gerade geschieht - ein in diesem Genre kleiner, aber feiner Unterschied. Schon der Auftakt ist an atmosphärischer Dichte kaum zu überbieten. Stanley Kubricks „Shining“ fällt einem spontan ein, wenn die Kamera das Hochsicherheits-Sanatorium aus der Luft ins Visier nimmt und dazu das markante, immer etwas zu schrille Leitthema laut aufheult.  

Zurückhaltung sieht anders aus und ist von Scorsese sicherlich nicht gewollt. Stattdessen spielt der Oscar-Preisträger mit Elementen des Film noir und des klassischen Gruselkinos. Vor allem Otto Premingers Noir-Meisterstück „Laura“ scheint auf „Shutter Island“ abgefärbt zu haben. Auch hier haben wir es mit einem Ermittler zu tun, der als psychisches Wrack kiloweise seelischen Ballast mitschleppt und der sich nach und nach in dem Fall, den er eigentlich aufklären soll, verliert. Parallel dazu dringt der Film immer tiefer in das Geheimnis der Insel vor. Die Räume werden zunehmend enger und unübersichtlicher. Gleichzeitig verlagert sich die Handlung in labyrinthartige Gänge, karge Zellen und Höhlen, wo Scorsese zusammen mit Kamera-Großmeister Robert Richardson vor allem den Horror-Aspekt der Story gekonnt ausspielt und das ohne den von Beginn an ebenfalls spürbaren Pulp-Charakter zu überreizen. 

Unterdessen erhält die emotionale Ausnahmesituation, in der Teddy schon länger gefangen zu sein scheint, in Rückblenden und Traumsequenzen allmählich Konturen. Leider ist sein Geheimnis weniger komplex, als uns das Scorsese und seine Drehbuchautorin Laeta Kalogridis über weite Strecken Glauben machen wollen. Vor allem die Ausführlichkeit, mit der im Finale die eigentlich schon längst entschlüsselten Puzzlestücke zusammengefügt werden, wirkt unnötig und zieht den Film spürbar in die Länge. Vermutlich aus Angst, einige Zuschauer könnten ansonsten frustriert das Kino verlassen, muss das Rätsel um Teddys „State of Mind“ jedoch bis ins Detail dechiffriert werden. Anders als David Lynch ist Scorsese eben auch ein Regisseur des Mainstreams. 

Einmal mehr zeigt Leonardo DiCaprio unter der Anleitung seines väterlichen Mentors eine starke, eindringliche Leistung, bei der er sich weniger körperlich als seelisch in Grenzbereiche vorwagt. Das Image des mitfühlenden Milchbubis, das ihm seit „Titanic“ anhaftete, hat er dabei endgültig abgelegt. DiCaprio ist ganz eindeutig der Method Actor seiner Generation. Nur der zu späte Startzeitpunkt dürfte im vorliegenden Fall eine weitere Oscar-Nominierung verhindert haben. 

Wenngleich „Shutter Island“ mit einigen Konditionsproblemen speziell im Mittelteil zu kämpfen hat und dem Film insgesamt eine Kürzung sicherlich gut getan hätte, bietet er immer noch glänzende Genre-Unterhaltung. Das liegt vornehmlich an der Art, wie Scorsese den Schauplatz zu einer monströsen Bühne auf- und ausbaut. Das Insel-Krankenhaus dürfte die Topographie des Horrorkinos um eine weitere Attraktion bereichern. Am besten löst man sich gleich von einer allzu strengen Beobachtung der nur auf den ersten Blick komplexen Story und lässt stattdessen die noir-ischen Bilder und bedrohlichen Klangkompositionen auf sich wirken. Die Stärken von „Shutter Island“ liegen eindeutig in seiner Verpackung und weniger in dem, was darunter zum Vorschein kommt.

>> verfasst von Marcus Wessel

100%
delahosh
geschrieben am 30.07.2010 um 19:00 Uhr
Bei diesem, meiner Meinung nach brilliantem, Film kommt es darauf an wie man den letzten Satz von DiCaprio versteht! Ich rate jedem sich das Ende (die etzten 2 - 3 min.) ruhig 2 oder 3 mal anzuschauen und sich dann zu entscheiden ob man den Film hasst oder liebt ;-)
90%
Moik
geschrieben am 10.03.2010 um 23:00 Uhr
hab ihn gerade im kino gesehen und bin völlig begeistert! die story ist wirklich sehr fett, düstere stimmung und außerdem ein ende, dass in der summe nicht so voraussehbar ist, wie andere es behaupten! DiCaprio spielt glänzend und vor allem kann ich von der musikalischen untermalung einiger szenen einfach nur schwärmen! herrlicher film, der auch ohne splatter auskommt und einen sehr guten PsychoThriller abgibt! ANSCHAUEN!
90%
freesite
geschrieben am 08.03.2010 um 17:00 Uhr
bombastisch!...kranker thriller der mit der psychie des zuschauers spielt!..das ende hat mich umgehaun!...aber wenn man doch genau nachdenkt bleibt das ende immernoch offen und man kann selbst entscheiden wie es ausgegangen ist!!ich empfehle den film euch allen!!!!!
70%
MarkMcGrath1
geschrieben am 08.03.2010 um 15:00 Uhr
Also ich war von dem Film ein wenig enttäuscht, weil der Trailer den Zuschauer etwas anderes verspricht, als der Film tatsächlich hinterher hält. Spannung kommt leider etwas selten auf und Schockmomente oder ähnliches gibt es eigentlich fast nicht. Dazu kommt noch, dass der Film um einiges zu lang geraten ist und daher phasenweise etwas langatmig daherkommt. Die "Nazivergangenheit"-Passagen sind eigentlich ziemlich überflüssig und bringen den Film kaum voran. Dafür spielt di Caprio sehr gut, die Atmosphäre sowie das Set sind stark. Auch die Geschichte insgesamt ist gut. Allerdings nicht so gut, wie ich das gedacht hätte...
10%
Screamer
geschrieben am 06.03.2010 um 18:00 Uhr
Wie meine Vorredner schon gesagt haben, der Film ist der letzte Dreck!Total langweilig, keine Spannung und eine ausgelutschte Story, die echt zu wünschen übrig lässt. Ich war froh, als der Film zu Ende war.Freue mich da mehr auf das Remake von Nightmare on Elmstreet.Da war ja noch "Wenn Liebe so einfach wäre" besser gegen.
80%
Prahlhans!
geschrieben am 06.03.2010 um 16:00 Uhr
Der Film gefiel mir richtig gut. Scorsese weiß genau, wie er mit einer Vorlage umzugehen hat, egal in welchem Genre der Plot angesiedelt ist. Die Atmosphäre ist durchgehend beklemmend und man merkt von Anfang an, dass sich etwas böses anbahnt. Auch die Kameraeinstellungen sind durchaus beeindruckend. Leonardo DiCaprio spielt wirklich grandios und bringt die Schizophrenie seines Charakters perfekt rüber. Der Rest des Casts spielt solide und weiß zu überzeugen. Die Story ist verworren und hat durchaus ihren Anspruch, wenn man die Vorlage nicht gelesen hat. Scorsese versteht es, den Zuschauer durch Wendungen der Story immer wieder zu verwirren und so bleibt bis Ende unklar, ob DiCaprios Charakter das Opfer in einem kranken, perfekt geplanten Spiel ist, oder ob er selbst eine psychisch kranke Person ist, um die sich das ganze Spiel dreht. Scorsese zeigt mal wieder auf beeindruckende Weise, dass er sein Handwerk versteht. Einzig und allein die länge des Films und den zwischenzeitlichen Spannungsabfall muss ich kritisieren. Eine Kürzung hätte dem Film sicher gut getan und so wäre der Abfall der Spannungskurve nicht eingetreten. Ansonsten ein spannender, gute geschriebener, schauspielerisch grandioser und vor allem perfekt inszenierter Psycho-Thriller. Danke, Mr. Scorsese!

@JasonXDiesen Film mit "Madhouse" zu vergleichen, ist schon beinahe eine Frechheit. Ich will dir nicht auf irgendeine Weise zu nahe treten, aber für mich scheint es so, dass die Weise wie du Filme guckst, leicht oberflächlich ist und das du nicht auf die Einzelheiten achtest. Aber es ist wie es ist, jeder hat seinen eigenen Geschmack.
30%
Diarrhoe
geschrieben am 05.03.2010 um 09:00 Uhr
Der Film war leider wirklich enttäuschend. Nach ca. 30 Minuten kennt man die "Lösung" des Rätsels und Spannung kommt ebenfalls kaum auf. Nach Filmen wie "The Sixth Sense" und "Fight Club" ist das Thema durch.+ Punkt: dem Ende nach könnte man den Film aber immer und immer wieder anschaun ;-)..
10%
JasonX
geschrieben am 01.03.2010 um 21:00 Uhr
Also ich find es echt schade wenn ein Trailer besser ist als der ganze Film! Das war bei Shutter Island LEIDER der fall!Ich fand den Film sehr, sehr langweilig, es kam die ganze Zeit weder Spannung noch ein Art von "Grusel" auf! Ich habe mich das letzte Mal im Kino so gelangweilt als ich SAW 6 sah! Der Film verspricht zuviel und hält NICHTS! Leonardo Di Caprio sollte lieber wieder sowas wie Titanic drehn, weil in einem Psycho-Thriller gehört er NICHT!Die Story war 08/15, nichts Neues - von Anfang an habe ich mir das Ende gedacht! Wenn ich ein guten Film gucken will der mit diesem Thema spielt dann gucke ich lieber "MADHOUSE"Ich kann diesen Film den Leuten NICHT weiter empfehlen!
80%
Harris
geschrieben am 01.03.2010 um 12:00 Uhr
Also ich fand den Film sehr gut. Hervorragende Schauspielersiche Künste von Leonardo Di Caprio. Film von Anfang bis Ende spannend und gut in Bilder gesetzt. Manachmal kam eine schöne gruslige Stimmung auf. Auf jeden Fall empfehelenswert!!! Genaue Bewertung von mir liegt bei 85 Prozent.
80%
flo
geschrieben am 28.02.2010 um 12:00 Uhr
Kann mich meinem Vorredner nur im Punkt der "Orchesterkompositionen" anschließen, welche gerade am Anfang völlig übertrieben und unpassend zur aktuellen Szene waren, später jedoch die Spannung besser untermalten.Meiner Meinung nach im Gesamtpaket ein klasse Film, mit hervoragender Schauspielleistung von DiCaprio. Ich gebe hier guten Gewissens 80% und kann Shutter Island wirklich nur weiterempfehlen!
30%
Wolfersroost
geschrieben am 26.02.2010 um 23:00 Uhr
Wirklich schade!Nachdem ich den Trailer gesehen hatte, freute ich mich riesig auf Scorseses neustes Filmwerk mit Leonardo Di Caprio.Der Film entwickelt am Anfang wirklich Potential.... und das trotz der grottigen und überaus nervigen Orchesterkomposition, die den Film die ganze Zeit begleitet.....Leider wird das Filmwerk aber im Laufe des Films nach und nach handlungstechnisch abgewrackt. Zur Hälfte des Films ist eigentlich schon klar, dass nichts so ist, wie es sein sollte. Den Film hätte man von seiner "Überlänge" auf knappe 90 Minuten kürzen können.... es hätte dem Film sicherlich gut getan, denn bei dieser lahmen Handlung und der schlechten Verfilmung ist jede Minute zu lang!Daumen runter!
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