Moviebase Drive Angry 3D - Fahr zur Hölle

Drive Angry 3D - Fahr zur Hölle
Drive Angry 3D - Fahr zur Hölle

Bewertung: 40%

Userbewertung: 55%
bei 202 Stimmen

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Originaltitel: Drive Angry
Kinostart: 24.02.2011
DVD/Blu-Ray Verkauf: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: Unbekannt
Lauflänge: Unbekannt
Studio: Nu Image / Warner Bros.
Produktionsjahr: 2010
Regie: Patrick Lussier
Drehbuch: Patrick Lussier
Darsteller: Nicolas Cage, Amber Heard, William Fichtner, Katy Mixon, Billy Burke, David Morse, Charlotte Ross, Pruitt Taylor Vince, Christa Campbell, Jack McGee, Nick Gomez, Tom Atkins, Marc Macaulay, Michael Papajohn, Edrick Browne, Kent Jude Bernard

Die Zeiten, in denen Nicolas Cage in den großen Hollywood-Blockbustern zu sehen war und allein sein Name die Zuschauer ins Kino lockte, sind schon etwas länger vorbei. Zuletzt war Cage vor allem für weniger aufwändige Genre-Produktionen mit im besten Fall akzeptablem B-Movie-Charme gebucht. "Knowing", "Ghost Rider" oder "Next" lauten einige der jüngeren Einträge in seiner Vita. Mit Ausnahme von Werner Herzogs grandioser Thriller-Groteske "Bad Lieutenant" und dem verspielt-frechen Superhelden-Mashup "Kick-Ass" bewies der Mann mit dem ungelösten Frisurenproblem in den letzten Jahren kein wirklich glückliches Händchen bei der Auswahl seiner Rollen. Bisweilen konnte gar der Eindruck entstehen, dass er so ziemlich jedes Angebot ungeprüft annimmt.

Ob er im Fall von "Drive Angry" vor seiner Zusage tatsächlich das Drehbuch gelesen hat, ist nicht bekannt. Eigentlich spielt das auch keine Rolle, denn das nun vorliegende Resultat kann sich ohnehin auf keinerlei inhaltliche Qualitäten berufen. Was hier unter der Regie des Amerikaners Patrick Lussier ("My Bloody Valentine") entstanden ist, will allein über die Zurschaustellung von bewusst coolen Bildern, noch cooleren Sprüchen und schicken 3D-Spielereien unterhalten. Aber selbst gemessen an diesem nicht gerade übermäßig hohen Anspruch bleibt der Film eine Enttäuschung und eine recht langweilige Veranstaltung noch dazu. Darüber kann Lussier auch mit reichlich nackter Haut und einer überaus attraktiven Hauptdarstellerin nicht hinwegtäuschen. Am Ende laufen all seine optischen Bestechungsversuche ins Leere.

Angelegt ist "Drive Angry" als Hybrid aus Rache- und Fantasy-Geschichte. Cage spielt darin einen Vater, dessen Tochter von einem fanatischen Sekten-Heini (Billy Burke) ermordet wurde und der daraufhin aus der Hölle zurückkehrt, um dem selbstverliebten Möchtgern-Jesus endlich das Handwerk zu legen. Zudem will er sich seine erst wenige Wochen alte Enkelin zurückholen und sie der Gewalt des wahnsinnigen Egomanen entreißen. Unterstützung erfährt Cages Back-from-Hell-Papa dabei von der patenten Piper (Amber Heard), einer klassischen Südstaaten-Schönheit mit mehr als nur zwei schlagkräftigen Argumenten. Zusammen nehmen sie schließlich die Verfolgung auf, wobei auch ihnen ein sehr spezieller Reisender dicht auf den Fersen ist. Er (William Fichtner) nennt sich selbst nur der „Buchhalter“, trägt einen schwarzen Anzug und scheint geradezu übermenschliche Fähigkeiten zu besitzen.

Im Grunde besteht "Drive Angry" nur aus einer Aneinanderreihung pubertärer Kalauer, von denen nur wenige wirklich zünden. Manches ist einfach nur albern, wie die in Zeitlupe gefilmte Schießerei, während der Cages Figur nebenbei ein blondes Dummchen vögeln darf, anderes erscheint aus vergleichbaren B-Movies in Guttenberg-Manier zusammengeklaut. Der Einwand, dass auch ein hochgelobter Filmemacher wie Quentin Tarantino im Grunde nur kopiert, kann Lussier jedoch kaum zu seiner Verteidigung anführen. Dafür sind seine Copy-and-Paste-Bilder viel zu langweilig und beliebig. So ist beispielsweise die Idee, Satans Handlanger als coolen Schlipsträger vorzustellen, spätestens nach einem Film wie "Im Auftrag des Teufels" nicht mehr als ein quälender, weil überlanger Gag. Da hilft es nur wenig, dass William Fichtner seine Rolle von Beginn an wunderbar neben der Spur interpretiert.

Dabei fängt "Drive Angry" durchaus verheißungsvoll an. Wie Cages Chad-Kroeger-Doppelgänger mit drei bösen Jungs kurzen Prozess macht und gleichzeitig Lussier aus Filmzitat, plastischem 3D-Effekt und dynamischer Montage einen launigen Einstand bastelt, lässt für den weiteren Verlauf hoffen. Auch Amber Heards erster Auftritt – in einem typischen Diner samt ekligem Chef und einer Menge White-Trash-Feeling – wirft uns gleich tief in die Klischeekiste des Bible Belts hinein. Auf dieses frühe Versprechen, dass zunächst einen unterhaltsamen Ritt durch das B-Movie-Universum ankündigt, folgt jedoch keine Einlösung. Nicht nur löst sich der dünne Plot ziemlich rasch in eine monotone Abfolge aus recht ähnlichen Action- und Verfolgungssequenzen auf, Lussier fehlt überdies der Mut, den selbstironischen Anstrich wirklich auf die Spitze zu treiben oder mit unerwarteten Einfällen zumindest ab und an zu überraschen. Und so schleppt sich "Drive Angry" mit unübersehbaren Konditionsschwächen auf seine Zielgerade, die mit dem lang herbeigesehnten Duell zwischen Gut und Böse und einer weiteren Überdosis Hardrock einen insgesamt mut- und fantasielosen Film beschließt.

>> verfasst von Marcus Wessel

80%
Volker
geschrieben am 23.03.2011 um 16:00 Uhr
Also ich hatte bei dem Film wirklich meinen Spaß gehabt.Das Ende hätte insegsammt ein wenig Actionreicher und blutiger ausfallen können (da das Geschehen davor doch sehr brisant ist).Die 3D Technik war mal wirklich Top und hat Spaß gemacht, da haben sich Ausnahmsweise die 5-7 EUR die wir hier mehr zahlen gelohnt.Nikolas Cage ist doch noch nicht Tod ;-)
80%
justjoe
geschrieben am 08.03.2011 um 10:00 Uhr
Fand den Film ebenfalls sehr gelungen. Patrick Lussier hat hier eine nette kleine B-Movie Perle aus altbekannten Versatzstücken der 70ér und 80ér Jahre zusammengebastelt. Muscle Cars, halbnackte Mädels, Sex und Gewalt bestimmen den Film und trotz einiger ironischer Zwischentöne gleitet der Film nie zur Selbstparodie ala "Machete" oder eben "Planet Terror! ab. Dazu punktet der Film mit erfreulich sparsam eingesetzten CGI-Effekten und durchweg übersichtlich editieren Action-Szenen (keine überdrehtes Rumgewackel wie heutzutage üblich). Amber Heard ist supersexy als trashige Powerfrau, Nicolas Cage darf endlich mal wieder die coole Saum mimen (ohne übertriebenes Overaction) und William Fichtner stiehlt seinen Kollegen als leicht genervter "Buchhalter" bei jeder Gelegenheit die Show. Wenn der Film auch nicht vor Orginalität strotzt, so ist er doch wunderbar gegen den gängigen Mainstream-Strich gebürstet und weiß zu unterhalten.
100%
Kakaomaus
geschrieben am 01.03.2011 um 12:00 Uhr
Ich muss Krankenstein Recht geben.Ich bin ohne Erwartungen an den Film rangegangen und wurde zu keiner Sekunde entäuscht.Action, Sex und Komödie mit Horrorsequenzen passen hier perfekt zusammen.
100%
Viktor Krankenstein
geschrieben am 28.02.2011 um 17:00 Uhr
"Drive Angry" ist einer der geilsten Trash-Filme der letzten Jahre und bewegt sich auf dem gleichen Niveau wie "Machete" oder "Planet Terror"!Der Streifen nimmt sich zu keiner Zeit Ernst und liefert einige der absurdesten Szenen, die man seit langer Zeit gesehen hat. Allein die Szene, in der Cage die White Trash-Bedienung knallt und währenddessen einige Jünger der Satanssekte wegballert ist sehenbswert. Nett auch, dass sich Drehbuchautor Todd Farmer nochmal die gleiche Szene ins Drehbuch geschrieben hat, wie bereits bei "My Bloody Valentine". Wieder hat er gerade Sex mit einer Frau, wieder wird er danach auf brutale Weise getötet. Die 3D-Effekte sind übrigens mal echte 3D-Effekte, die dem Zuschauer direkt in die Fresse hauen und nicht dieser "wir-wollten-es-nicht-zu-plakativ-machen"-Quatsch! Wer aus 70s-Exploitation-Trash steht und Filme wie "Werewolves on Wheels" und "Race with the Devil" zu seinen Lieblingsfilmen zählt, der kommt hier voll und ganz auf seine Kosten! Der Party-Spaß schlechthin! Und übrigens: was ist gegen pubertäre Kalauer zu sagen?
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