Moviebase Reaping - Die Boten der Apokalypse, The

Reaping - Die Boten der Apokalypse, The
Reaping - Die Boten der Apokalypse, The

Bewertung: 66%

Userbewertung: 60%
bei 54 Stimmen

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Originaltitel: Reaping, The
Kinostart: 19.04.2007
DVD/Blu-Ray Verkauf: 21.09.2007
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 99 Minuten
Studio: Warner Bros./ Warner Bros. Germany
Produktionsjahr: 2007
Regie: Stephen Hopkins
Drehbuch: Stephen Hopkins
Darsteller: Hilary Swank, David Morrissey, Idris Elba, AnnaSophia Robb, Stephen Rea, William Ragsdale, John McConnell, David Jensen, Yvonne Landry, Samuel Garland, Myles Cleveland, Andrea Frankle, Mark Lynch, Stuart Greer, Lara Grice, Cody Sanders, Burgess Jenkins, Sabrina A. Junius

Sie erhielt den Oscar als beste Hauptdarstellerin im Boxerdrama „Million Dollar Baby“. Vor lukrativen Projekten kann sich die 33-Jährige kaum retten, kam mit „Freedom Writers“ und aktuell „The Reaping“ in diesem Jahr nach Deutschland. Weitere Filme sind bereits in Planung. Doch kann die attraktive Amerikanerin neben Dramen auch in einem Horrorthriller mit Bibeltouch bestehen? Ja, sie kann, aber das Gesamtwerk leider nicht.

Oscar-Preisträgerin Hilary Swank spielt die Missionarin Katherine Winter, die ihren Glauben verliert, als ihre Familie auf tragische Weise ums Leben kommt. Als Reaktion darauf profiliert sie sich als weltberühmte Expertin, die religiöse Phänomene als Humbug enttarnt. Eine Kleinstadt in Louisiana wird angeblich von den biblischen Plagen heimgesucht. Als Katherine den Fall untersucht, muss sie sich eingestehen, dass sich die Vorfälle wissenschaftlich nicht erklären lassen.

Die Geschichte über die zehn biblischen Plagen scheint noch nicht oft in Mysterie-Horrorfilmen untergekommen zu sein. Und die Handlung ist mit Sicherheit auch nicht jedermanns Sache, befasst sie sich doch stark mit der Bibel und dem Okkulten. Missionarin Winter verliert ihren Glauben, als auf einer Reise ihr Mann und die kleine Tochter ums Leben kommen. Fortan schläft sie keine Nacht mehr durch. Erst nachdem sie aufhört, zu beten, beruhigt sich ihr Gemüt. Nun wird sie in ein Dorf gebeten, in dem es zu einem unerklärlichen Unfall gekommen ist. Ein Gewässer färbte sich rot. Rot wie das Blut. Während den meisten sofort die erste von zehn biblischen Plagen in den Kopf schießt, bleibt Winter sachlich und versucht die Vorkommnisse wissenschaftlich zu begründen. Ein Fehler…

Das Prinzip kommt wahrlich simpel daher. Jede Plage wird munter abgeklappert. Während bei Slasherfilmen das „10 kleine Negerlein“-Muster mit Tötung der Protagonisten vollzogen wird, überträgt es sich hier eben auf die Plagen. Spannung bleibt dabei fast vollkommen auf der Strecke. Swank macht ihre Arbeit gut, keine Frage, auch ihre Kollegen vermitteln dem Zuschauer ein authentisches Gefühl des Geschehens. Aber langweilig wird es dennoch. Ein paar Buh-Effekte helfen hier und da, den an einigen Stellen vermissten Grusel wieder ein wenig auf den richtigen Pfad zu geleiten. Doch irgendwie platzen die Plagen einfach so in den Film hinein – und sind genauso schnell auch wieder verschwunden. Das Wasser wird rot, Fliegen sind plötzlich dabei, computeranimierte Heuschrecken belagern die Stadt, das Vieh stirbt, der Bauer ist ratlos. Ebenso das Publikum.

So dümpelt sich „The Reaping“ eher schleppend bis zum großen Finale. Mit einigen Rückblendungen, die vorher in der Handlung bereits in Träumen Winters aufgetaucht sind, wird hier noch so Einiges erklärt, bevor sich Swank dann in ihrer Figur wieder entschließt, zu glauben. Hätte sie das mal vorher getan. Mit viel Getöse und allerlei Aufklärungen, die auch – sollte man bis dahin alles durchblickt haben – einleuchtend und schlüssig sind, verabschieden sich die Boten der Apokalypse dorthin, wo sie hergekommen sind.

Aus dieser Idee hätte man doch wesentlich mehr rausholen können. Stephen Hopkins’ (A Nightmare on Elm Street 5, Predator 2) Regieleistung wirkt routiniert und setzt keine sichtbaren Akzente. Die Stärke des Films ist sein Cast, der seine Sache wirklich gut macht. Auch Anna-Sophia Robb als mysteriöse Lauren McConnell erinnert mit ihrem Blick zwar unverkennbar an den kleinen Damien aus „Das Omen“, passt aber in die Rolle des armen Mädchens und agiert gut.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil sind die computergenerierten Effekte. Die Färbung des Gewässers muss wohl außen vor gelassen werden, da – so scheint es – tatsächlich ein See gefärbt wurde. Das Dahinscheiden der Kühe sieht etwas holprig aus, die dicken Heuschrecken dagegen können überzeugen. Zusammen mit dem sie begleitenden Summgeräusch legt sich dem ein oder anderen Zuseher sicherlich eine angenehme Gänsehaut auf. Neue Maßstäbe setzen die Effekte wahrlich nicht, was für diesen Film aber auch völlig irrelevant sein sollte.

Okkult scheint ein immer beliebteres Thema in Hollywoodproduktionen, vor allem im Horrorgenre, zu werden. Wir erinnern uns gerne an „Der verbotene Schlüssel“, der mit seinem raffinierten Plottwist am Ende für Freude sorgte. Dieser Plottwist gelingt „The Reaping“ nicht, hier wird schön aufgelöst und zu Ende geführt. Aber halt! Nicht ganz. Denn was der Zuschauer im Verlauf des Films vermutlich als Traum Winters deutete, entpuppt sich doch als Realität – und macht den Weg frei für ein Sequel.

Ob die Macher an Erfolg glaubten? Oder verließ sie der Glaube bereits vor Verwirklichung des Projektes? Wie dem auch sei: Herr, vergib ihnen und belasse es bei einem Film.

>> verfasst von Janosch Leuffen

70%
Dome
geschrieben am 16.11.2007 um 18:00 Uhr
75% da er einfach hammer effekte hat und die Geschichte echt cool ist.Zwar kein Film den man ständig sehen kann aber sehr zu empfehlen wenn man mal eine abwechslung will
60%
Kakaomaus
geschrieben am 24.09.2007 um 08:00 Uhr
Ich gebe dem Film 65 % allein für die schauspielerische Leistung und die sehr guten Effekte.Allerdings mangelt es dem Ende an Glaubwürdigkeit und meine Antiphatie zu Hilary Swank wird nicht weniger.Kann man sich gut ansehen, aber der Brüller ist er nicht.
80%
Blacky
geschrieben am 28.04.2007 um 16:00 Uhr
Servus miteinander.Ich habe mir den Film gestern abend im Kino angeschaut und stimme der Kritik nicht in allen Punkten zu.Die schauspielerischen Leistung sind wirklich gut. Die Darsteller verkörpern ihre Rollen authentschisch. Da sind sich alle einig.Langweilig hingegen finde ich den Film nicht. Im Gegenteil. Ich finde ihn sehr spannend (auch wenn man alles schon irgendwo mal gesehen hat ;-p )und interessant. Hier wird mehr mit subtilen Methoden gearbeitet, als fehlende Spannung mit Blut zu überdecken, wie es andere Genrefilme tun. Natürlich weiß ich von vorne herein, dass Katherine Winter ihren Glauben wieder findet. Schließlich verfahren alle Filme so ziemlich nach dem gleichen Muster, aber man möchte mitverfolgen wie und warum sie ihren Glauben wiederfindet. Ich will wissen was genau das "böse" Mädchen verkörpert und mich mit den Darstellern am roten Faden (den Plagen) entlangziehen.Der Film wirkt reif und erwachsen. Von daher ist er sicherlich nichts für Metzelfreunde a la Kettensägenmassaker. Überflüssige Splatterszenen sucht man zurecht vergebens und auch halb nackte Teeniegören tauchen nicht auf. Der Film ist für ein reiferes Puplikum gedacht, dass sich nicht aufgesetztes "Plastikkino" interessiert.
60%
Bella
geschrieben am 24.04.2007 um 20:00 Uhr
Ich stimme der Kritik voll und ganz zu. Der Brüller wars gewiss nicht. Wie schon erwähnt, wird die Story ein wenig, naja, ich sage mal langweilig, weil man schon ahnen kann was als nächstes kommt. Einmal angucken reicht auf jeden Fall. Schauspieler haben ihrer Rolle gut verkörpert, das ist aber auch das einzig richtig Positive.
40%
Damon Fry
geschrieben am 24.04.2007 um 19:00 Uhr
...denn sie wissen nicht was sie tun. Zählt Diebstahl nicht auch zu den Todsünden? Dann sollten sich die Machervon The Reaping aber hüten, denn zweifelsohne bedient sich dieser Film fröhlich an Vorbildern wie Rosemaries Baby, Das Omen, Der Exorzist, Stigmata, Dämonisch usw. Alles schon mal gesehen und zwar wesentlich besser.
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