Moviebase World Invasion: Battle Los Angeles

World Invasion: Battle Los Angeles
World Invasion: Battle Los Angeles

Bewertung: 35%

Userbewertung: 65%
bei 151 Stimmen

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Originaltitel: Battle: Los Angeles
Kinostart: 14.04.2011
DVD/Blu-Ray Verkauf: 14.10.2011
DVD/Blu-Ray Verleih: 14.10.2011
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 116 Minuten
Studio: Columbia Pictures / Relativity Media
Produktionsjahr: 2011
Regie: Jonathan Liebesman
Drehbuch: Christopher Bertolini
Darsteller: Aaron Eckhart, Lucas Till, Noel Fisher, Neil Brown Jr., Brandi Coleman, Michelle Rodriguez, Bridget Moynahan, Joey King, Taylor Handley, Michael Pena, Claudia Wells, Cory Hardrict, Jim Parrack, Susie Abromeit, Ramon Rodriguez
Plötzlich sind sie da. Eine außerirdische Invasionsarmee, die mit uns und unserer Zivilisation kurzen Prozess zu machen scheint. Über allen großen Metropolen in Küstennähe tauchen bedrohliche, zunächst fälschlicherweise als Meteoritenschauer angekündigte Objekte auf, die eine tödliche Fracht beherbergen. Binnen weniger Stunden radieren sie ganze Landstriche aus. Panik, Chaos und anarchische Zustände sind die Folge. Für die US-Armee ist der Ernstfall eingetreten. Nun gilt es für die Männer und Frauen in Uniform, der erschreckend realen Bedrohung Paroli zu bieten und in den Krieg zwischen Menschen und Aliens zu ziehen.

Man kann "World Invasion: Battle Los Angeles" eines wahrlich nicht vorwerfen: Dass sich seine Macher mit einer allzu ausführlichen oder langatmigen Einleitung aufhalten würden. Stattdessen schmeißen sie uns unmittelbar in das ziemlich laute und unübersichtliche Geschehen. Im Schnelldurchlauf werden zunächst die letzten 24 Stunden vor Ankunft der wenig freundlichen gesinnten Aliens abgespult und uns dabei die späteren Protagonisten/Helden vorgestellt. Chef im Ring ist ein augenscheinlich desillusionierter Staff Sergeant (Aaron Eckhart), der mit seiner Vergangenheit und einer überaus schweren seelischen Last zu kämpfen hat. Er hat die Schnauze voll vom Militärdienst, was ihn jedoch nicht davon abhält, weiterhin durch und durch Patriot zu sein. So wird ihm beim Anblick von Stars and Stripes immer noch warm ums Herz.

Staff Sergeant Michael Nantz erhält das Kommando über einen kleinen, aber schlagfertigen Trupp Marines, deren Aufgabe es ist, hinter den feindlichen Linien im völlig zerstörten Santa Monica nach Überlebenden zu suchen. Ihnen bleibt nicht viel Zeit, will die Air Force doch bereits in wenigen Stunden mit B52-Bombern und anderen Kampfjets die Gegend großflächig unter Beschuss nehmen. Auf ihrem Himmelfahrtskommando wachsen die Soldaten nicht nur immer wieder über sich hinaus – hier werden praktisch im Minutentakt Helden geboren –, sie treffen auch auf Zivilisten, die sich ihnen anschließen, in der Hoffnung dieser Hölle noch lebend zu entkommen.

Zwischen den trashigen Alien-Filmchen der 50er- und 60er-Jahre und diesem Vertreter eines extraterrestrischen Feuerweks liegen Welten und gleich mehrere Generationen cineastischer Entwicklungen. Selbst im Vergleich zu den durchaus familientauglichen Blockbuster-Spektakeln eines Roland Emmerich oder Steven Spielberg schlägt "World Invasion: Battle Los Angeles" einen komplett anderen Ton an. Witz oder gar Ironie wurden aus Jonathan Liebesmans Werk praktisch komplett verbannt. Die wenigen Kalauer – für einen muss der gute John Wayne herhalten – fallen eher in die Kategorie "Galgenhumor". Fast könnte man meinen, dass die Amerikaner den 11. September als ihren kollektiven Albtraum auch im Science-Fiction-Genre "pflegen" und gleichzeitig als Larger-than-Life-Mahnung instrumentalisieren. Zumindest scheint sich eine solche Erinnerung nur bedingt mit leichter, unbeschwerter Unterhaltung zu vertragen.

Bildlich und vor allem im übertragenen Sinn fahren Liebesman und sein Team von Beginn an schwere Geschütze auf. Wo kein Raum für das Leichte ist, ist umso mehr Platz für Pathos, Kriegsrhetorik und militärische Muskelspiele. "World Invasion: Battle Los Angeles" kombiniert hierbei den Armee-Fetischismus eines Michael Bay mit der Optik der Bourne-Reihe. Auch ein Vergleich zu Ridley Scotts "Black Hawk Down" und dem inhaltlich verwandten "Cloverfield" drängt sich auf. Die penetrante Wackelkamera, die jede Orientierung lange Zeit unmöglich macht und Dynamik vortäuschen soll, erscheint wie das filmische Äquivalent zur Dauerfeuer-Option im Videospiel. Vor allem kann ihr penetranter Einsatz akute Kopfschmerzen und Apathie hervorrufen, zumal man keine Gelegenheit erhält, zu den ziemlich schlampig gezeichneten Charakteren wirklich eine Beziehung aufzubauen. Gerade Eckharts Sergeant mutet mehr wie eine patriotische Phrasendreschmaschine an, die einem kleinen Jungen, der soeben seinen Vater verloren hat, zum „kleinen Marine“ und Helden aufbaut. Von derart ekligen Szenen gibt es in diesem als SF-Spektakel getarnten Werbevideo für die US-Army reichlich.

Es steht außer Frage, dass der Film mit einigen beeindruckenden Aufnahmen des zerstörten Los Angeles aufwarten kann. Immer wieder unterbrechen schicke Totalen die auf Dauer ermüdende Wackel-Perspektive. Hier macht sich schließlich das im Vergleich zu "Skyline" sieben Mal so hohe Budget bemerkbar. Abseits seiner technischen Fertigkeiten, deren Qualität zumindest Effektjunkies zufriedenstellen dürften, hat "World Invasion: Battle Los Angeles" allerdings kaum etwas anzubieten. Keine ernstzunehmende Geschichte, keine Erweiterung des Alien-Themas, keine glaubhaften Charaktere, keine echte Spannung. Es bleibt bei einem lauten Getöse um (fast) Nichts.

>> verfasst von Marcus Wessel

50%
Kai
geschrieben am 24.06.2011 um 12:25 Uhr
Ich gebe Battle: L. A. nur 50%! Die Geschichte wurde schon x-Mal erzählt und das gewackel der Mockumantery-Kamera ist dermassen übel, dass ich mich wirklich habe übergeben müssen! Die Effekte sind super, keine Frage! Diese Aliens machen mir jedoch wenig Angst! Da war Skyline um "ausserirdische" Welten besser!
90%
JasonX
geschrieben am 21.04.2011 um 10:52 Uhr
Ich fand den Film sehr sehr geil! Gute Bilder, gute Schauspieler. Die Story war jetzt nicht so berauschend deshalb die 10% abzug!Die Wackelkamera fand ich sehr gut, weil man das Gefühl hatte als wär man mitten drin. Das Design der Aliens war mal was anderes und hat mir auch sehr gut gefallen. Spektakuläre Bilder die sehr echt rüberkommen.
50%
Stephan
geschrieben am 17.04.2011 um 20:00 Uhr
Ich vergebe mal neutrale 50 %. Auf der einen Seite erfüllt der Film seinen Zweck: Action! Die zum Teil etwas zu wackelige Kamara kann ich verkraften. Charakter dünn, aber verkraftbar. Die Story ist naja Weltinvasion-Typisch, da lässt sich mehr oder weniger nicht viel dran ändern oder :P Doch was mich, EINMAL MEHR, gewaltig genervt hat ist dieses "USA sind die Grössten und Besten" feeling. Ein zwei mal geht das ja noch wärend nem Film, aber hier wird es masslos übertrieben. Im Grunde ist dieses Machwerk ein Propaganda Film für die Armee wie aus dem Lehrbuch für Werbe Strategie.Fazit: Film an sich cool, Hintergrund mehr als fraglich!
90%
lilalalumpum
geschrieben am 15.04.2011 um 21:00 Uhr
Und wieder eine Kritik von Herrn Wessel,der ich einfach nicht zustimmen kann!Zum Film:Er erfindet das Rad wirklich nicht neu, und die Story gab es sicherlich schon dutzende male in einem Film - aber wer geht auch mit der Erwartung einer Story der Extraklasse in solche Filme?Die Effekte sind gar BOMBASTISCH :)...und auch die verwackelte Kamera kann gefallen. Vielleicht verliert man AB UND ZU (!) einmal den Überblick doch ist das genau so gewollt (schätze ich...)!es soll ein "mittendrin Gefühl" vermittelt werden und das schafft der Film aufjedenfall !!!Ich persönliche finde es SEHR GUT das es so gut wie kaum Witz und Humor in diesem Film gibt.Battle L.A. hat ungefähr genau so viel Witz wie eine Folge "24" - was der Serie auch nie geschadet hat.35% (mit welchen der Herr Wessel auch "The Wolfman" abgestempelt hat) hat Battle L.A. absolut nicht verdient!Der Film ist:laut!gut gedreht!ernst! (nicht so komödisch wie bspw. Transformers)mit guten Schauspielern besetzt!Ich gebe zu das der Pathos etwas übertrieben ist - aber das wird sich (was Filme und Spiele die aus den USA kommen) auch nie ändern!Für mich eine Mischung ausBlack Hawk Down, Der Soldat James Ryan und Independence Day.Ich ziehe mit Absicht kein Vergleich zu Skyline (warum auch? Nur weil die beiden Filme "zeitnah" rauskamen?) da es ein total bescheuerter Vergleich wäre!!!!
90%
Martin
geschrieben am 14.04.2011 um 18:00 Uhr
Sehr gut gemachter, kurzweiliger Sci-Fi Actionfilm der wie eine Kombination aus Independence Day und Black Hawk Down wirkt. Sicherlich keine tiefgründige Storyline oder Figuren, aber wer Action und gute Unterhaltung will, wir in diesem, fachmännisch genial gemachten Film, bestens unterhalten.Die Blairwitch Review scheint mir da nicht treffen und wirkt stellenweise abgeschrieben!
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