Moviebase Dream House

Dream House
Dream House

Bewertung: 40%

Userbewertung: 55%
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Originaltitel: Dream House
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 26.10.2012
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 96 Minuten
Studio: Universal Pictures
Produktionsjahr: 2011
Regie: Jim Sheridan
Drehbuch: David Loucka
Darsteller: Daniel Craig, Rachel Weisz, Naomi Watts, Marton Csokas, Claire Geare, Taylor Geare, Rachel G. Fox, Mark Wilson, Jonathan Potts, Lynne Griffin

Dass Daniel Craig außer dem Agenten James Bond auch andere Rollen spielen kann, zeigte er zuletzt im englischsprachigen Remake des Schweden-Thrillers „Verblendung“ an der Seite von Rooney Mara. Craig ist ein vielbeschäftigter Mann und ausgerechnet zur Veröffentlichung des nächsten 007-Abenteuers landet der Film „Dream House“ in den Verkaufsregalen. Da der Mystery-Thriller an amerikanischen Kinokassen floppte, entschied sich der deutsche Verleiher Universum Film lediglich für eine Auswertung auf DVD – trotz großer Namen wie Craig, Rachel Weisz und Naomi Watts, für die vermutlich einige Fans das Kinoticket gelöst hätten. Schaut man dann aber genauer hin, offenbaren sich die tatsächlichen Beweggründe, die Arbeit von Regisseur Jim Sheridan („Get Rich or Die Tryin‘“) sofort auf eine Scheibe zu pressen.

Der erfolgreiche Verleger Will Atenton (Daniel Craig) fasst den Entschluss, der Geschäftswelt den Rücken zuzukehren und mit seiner Ehefrau Libby (Rachel Weisz) und seinen beiden Töchtern in ein ländliches Städtchen zu ziehen. Doch ihr scheinbar perfektes neues Traumhaus birgt eine schreckliche Vergangenheit: es war Schauplatz eines grausamen Mordszenarios, dem eine Familie zum Opfer fiel.
 
Zusammen mit seiner mysteriösen Nachbarin (Naomi Watts), die die Opfer persönlich kannte, versucht Will das Puzzle Stück für Stück zusammensetzen, bevor der noch nicht gefasste Mörder erneut zum Traumhaus zurückkehrt…
 
Die Geschichte beginnt recht vielversprechend, auch wenn sie das Rad nicht neu erfindet. Der gefeierte Autor Atenton kündigt bei seinem Verlag, um mehr Zeit mit seiner Frau und den beiden Töchtern zu verbringen. Im Haus und ums Haus herum geschehen alsbald merkwürdige Dinge, die der Hausherr aufzudecken versucht. Das Drehbuch von David Loucka, der sich mit dem im nächsten Jahr erscheinenden „House at the End of the Street“ erneut im Genre tätig zeigt, setzt auf allerhand Klischees und nur allzu bekannte Zutaten, die – offensichtlich – in keinem Horrorthriller fehlen dürfen. Flüsternde Stimmen, knallende Türen und seltsame Gestalten, die in Büschen lauern, verschaffen eine angespannte Atmosphäre in sterilisierten Bildern.
 
Die erste Hälfte macht es sich also zur Aufgabe für reichlich Verwirrung beim Zuschauer zu sorgen. Dabei sind wir nie schlauer als Atenton selbst und erforschen mit ihm das Rätsel der sich häufenden Vorfälle. Doch dann präsentieren Loucka und Inszenator Sheridan einen Twist, der zugegeben in seinem plötzlichen Auftauchen überrascht, als große Wendung im Plot aber nicht wirklich zündet. Einerseits liegt das daran, dass der mitdenkende Zuschauer bereits erahnen kann, was nun folgt. Andererseits ist der Zeitpunkt der 180 Grad-Drehung unglücklich, weil deutlich zu früh gewählt.
 
Fortan bewegt sich die Erzählung kaum mehr im durchschnittlichen Bereich. Das liegt weniger am Darsteller-Ensemble, das aus den blass gezeichneten Figuren das Bestmögliche rausholt, als vielmehr am nun völlig missratenen Skript. Gelegte Finten zünden nicht, weil sie zu offensichtlich vorbereitet werden. Die Motive, die hier manch ein Charakter an den Tag legt, sind außerdem schier unglaubwürdig. Aus einem schon nicht besonders guten Mysteryhorror wird in der zweiten Hälfte ein unausgegorener Thriller ohne jegliche Spannungsmomente, dafür mit jeder Menge Paranoia.
 
Bis hin zum feurigen Finale hält „Dream House“ noch so einige Ungereimtheit bereit. Das ist vor allem in der Hinsicht schade, da Sheridans Werk gar nicht übel startet, nach dem Plottwist aber alle Möglichkeiten verschenkt. Es wird teilweise so ärgerlich, dass kurzzeitig sogar Gedanken aufkommen könnten, den Film vorab zu beenden.
 
Angesichts einiger Beiträge, die sicherlich noch eine Nummer verquaster sind, wäre eine Kinoauswertung gar nicht so fragwürdig gewesen. Entschieden hat man sich für den anderen Weg, der sich nun erst einmal als profitabel erweisen muss. Zumindest Daniel Craig und seine beiden Co-Stars dürfte das alles ziemlich kalt lassen.
 
>> verfasst von Janosch Leuffen

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