Moviebase Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt

Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt

Bewertung: 95%

Userbewertung: 95%
bei 242 Stimmen

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Originaltitel: Alien
Kinostart: 25.10.1979
DVD/Blu-Ray Verkauf: 12.10.2003
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 112 Minuten
Studio: 20th Century Fox/ 20th Century Fox
Produktionsjahr: 1979
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: Dan O'Bannon
Darsteller: Tom Skerritt, Sigourney Weaver, Veronica Cartwright, Harry Dean Stanton, John Hurt, Ian Holm, Yaphet Kotto, Bolaji Badejo, Eddie Powell
BlairWitch.de präsentiert: "Alien - eine wissenschaftliche Kritik in 7 Akten"

...die Geburt der cineastischen Klaustrophobie
Ridley Scott’s ALIEN beginnt mit einer langen Kamerafahrt durch die dunklen und vor allem beengende Korridore des Raumfrachters Nostromo. Dieses Setting aus schmalen, schlecht beleuchteten Gangsystemen war prägend für eine gesamte Generation von Regisseuren und lässt sich auch heute noch in einer Vielzahl an Filmen und Videospielen vorfinden. Nachahmung ist ja bekanntlich die größte Form der Bewunderung und so lässt sich kaum darüber streiten wie bahnbrechend der Stil ist mit dem Ridley Scott das Gefühl der Isolation und Angst bei ALIEN auf die Leinwand bannen konnte.

...verstörende sexuelle Untertöne
Nachdem die Besatzung vom Bordcomputer aus dem Hyperschlaf erweckt wurde vergehen einige etwas langatmige Filmminuten bis wir das Alien, und dann im wahrsten Sinne des Wortes, zum Ersten Mal zu Gesicht bekommen. In Form einer Kreatur, die einer Hand mit Schwanzfortsatz ähnelt, kommt es aus einem Ei geschossen. Dieser ‚Facehugger’ klammert sich um das Visier des unglücklichen Astronauten Kane (John Hurt), drückt ihm den Hals brutal mit seinem glitschigen Schwanz zu und ätzt sich mittels eines Säuresekrets durch den Helm bis zu seinem Gesicht durch. Ein ekliger Schlauch schiebt sich in den Mund des Astronauten um dort, wie wir im Film später erfahren werden, ein Embryo in seinen Körper zu pflanzen. Nachdem der Facehugger tot vom Gesicht abfällt und sich Kane bereits wieder bester Gesundheit zu erfreuen scheint, stirbt der Ärmste in der berühmt berüchtigten Chestburster-Szene an der gewaltsamen Geburt seines ‚Kindes’, welches aus der grotesken Vergewaltigung hervorging. Bei einer solchen Vielzahl an alptraumhaften sexuellen Referenzen ist es dann auch nicht verwunderlich, dass in den ersten Storyboardzeichnungen der Kopf des ausgewachsenen Aliens an einen erigierten Penis erinnerte. H.R. Giger, der Erschaffer dieses alptraumhaften Wesens, hat bereits in seinen früheren Werken Erotik und Gewalt sowie Organisches und Mechanisches miteinander vermischt. Die sexuellen Aspekte der Alienkreatur und des damit verbundenen Entwicklungszyklus werden auch bis heute noch meist ausgeklammert oder ignoriert. Kein Wunder, handelt es sich auch um eine immens verstörende Thematik, die im Director’s Cut noch auf die Spitze getrieben wird, in dem in einer geschnittenen Szene Ripley die Körper der immer noch lebenden Besatzungsmitglieder mittels Schleim an der Wand befestigt vorfindet und dabei entdecken muss, dass die Menschen langsam in Eier verwandelt werden wodurch sich der Lebenszyklus des Aliens letztendlich auf eine groteske Weise schließt.

...eine alptraumhafte Symbiose aus Fleisch und Metall
Rein physisch gesehen ist das Alien ein biomechanischer Alptraum. Der gesamte Körperbau scheint nur auf eines ausgelegt zu sein: effizient und schnell zu töten. Es hat Säure als Blut und in seinem Maul gibt anstatt einer Zunge nur einen weitern Satz Zähne. Man weiß nicht woher es kommt und es hat auch keinerlei Motive zu töten. Das Fehlen jeglicher Logik und Rationalität ist der Grund für den Schrecken dieses Wesens. Im Laufe des Films könnte man beinahe meinen, dass das Alien auf dem Raumschiff zu Hause wäre und eher die Besatzung den Fremdkörper darstellt, so perfekt verschmilzt das Monster mit den kalten Metallwänden des Raumfrachters und wird somit quasi eins mit dem Schiff. Die Wände haben nicht nur Augen, nein, sie haben Krallen und messerscharfe Zähne. Die Gefahr scheint omnipräsent.

...Emanzipation mit dem Flammenwerfer
Wer sollte sich also nun diesem schrecklichen Ungeheuer entgegenstellen? Das Kinopublikum der 70er Jahre fand ihren Helden schnell in Captain Dallas, verkörpert durch Tom Skerrit. Als auf männliche Rollenbilder vorkonditionierter Zuseher war man sich sicher: er war zweifelsohne der Protagonist dieser Geschichte. Spätestens ab dem Zeitpunkt als auch diese Identifikationsfigur stirbt hängt das Publikum emotional in der Luft; und der Fokus des Films wandert immer zwingender auf die bisher nur marginal in Erscheinung getretene Ellen Ripley (Sigourney Weaver). Frauen hatten bisher bestenfalls die Rolle der ‚damsel in distress’ inne, also des Mädchens dessen einziger Zweck es ist gerettet zu werden. ALIEN war nicht nur die Geburtsstunde eines legendären Filmmonsters, es erschuf darüber hinaus auch eine der ersten weiblichen Actionheldinnen.

...das Böse hat viele Gesichter
Ripley versucht mittels Bordcomputer Nachforschungen über die unbekannte Spezies anzustellen und stößt dabei auf die erschreckende Tatsache, dass die Anwesenheit des Aliens an Bord kein Zufall, sondern von dem ominösen ‚Konzern’, einem Konstrukt, das in der Zukunft anscheinend alle Belange der Menschen kontrolliert, von Anfang an geplant war. Ash (Ian Holm) entpuppt sich als konzerntreuer Androide, der in einem Handgemenge nur mit Hilfe der restlichen Besatzung überwältigt werden kann. Kurz bevor er sein künstliches Leben aushaucht lässt er die Überlebenden noch wissen, wie sehr er die Perfektion und Skrupellosigkeit des Aliens bewundert und bezeichnet es als makellose Killermaschine. Zu diesem Zweck soll es auch auf die Erde und somit in die Hände des Konzerns gebracht werden. Vom moralischen Standpunkt aus schafft es der Konzern dadurch sogar ‚böser’ zu sein als das Alien selbst.

...die eiskalte Mutter
Als schließlich nur noch Ripley am Leben ist, sieht diese die einzige Chance auf Rettung in der Zerstörung des gesamten Schiffes und der anschließenden Flucht via Rettungskapsel. Mutter, der Name des Bordcomputers, muss also die Besatzung, ihre Kinder, zum Teufel jagen; ein Gedankenspiel, das sehr gut in das Gesamtkonzept dieses Films passt. Am Ende, als Ripley samt Rettungskapsel auf den Wellen der Explosion des Mutterschiffes in die Weiten des Weltraums geschleudert wird, wähnt sie sich in Sicherheit. Zu Unrecht, aber das Finale wird an dieser Stelle nicht preisgegeben.

...Fazit
Ridley Scott ist mit ALIEN ein Meilenstein der Horrorgeschichte gelungen. Ein vielschichtiger Film dessen unterschwellige Thematiken oft erst bei mehrmaligem Konsum den Weg in das Bewusstsein des Zusehers schaffen. Sieht man einmal von den ratternden Glühbirnencomputern und Sigourney Weavers schrecklicher Pudelfrisur ab, ist ALIEN eine zeitlose Mär über das älteste Gefühl der Menschheit: Angst.

>> geschrieben von Michael Köpf

100%
Vinnie
geschrieben am 02.01.2011 um 00:00 Uhr
Gute Story, gute Szenen, gutes Monster, gute Darsteller, einfach nur genial.
100%
Sisul
geschrieben am 07.04.2010 um 03:00 Uhr
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme!"Alien" war einer, wenn nicht der erste, Science Fiction Film, den ich in meinem Leben gesehen habe.Was hat mir der Film beim ersten Mal sehen Angst eingejagt!Und wenn er mir inzwischen keine Angst einjagt, die Faszination ist geblieben.Ein absoluter Klassiker, und ein absolutes Meisterwerk.Gehört in jedes gute Filmregal.
100%
Uushilumbu
geschrieben am 30.10.2009 um 19:00 Uhr
Was gibt es bei "Alien" noch zu sagen? Wer ihn tatsächlich noch nicht kennt, auf jeden Fall schauen! Ein Klassiker!
100%
srgeo
geschrieben am 11.05.2009 um 00:00 Uhr
Der wohl beste Film der je gedreht wurde! Er darf in keiner Sammlung fehlen. Spannung sollte der zweite Name dieses Films sein, denn davon gibt es in Alien ohne Ende. Und der Grenzenlosigkeit des Alls eine solche Klaustrophobie zu schaffen ist wahrlich meisterhaft!
100%
Haxe
geschrieben am 08.01.2009 um 15:00 Uhr
An Spannung nicht zu überbieten!
100%
Knochenkotzer
geschrieben am 07.12.2008 um 04:00 Uhr
Gute Kritik in 7 Fakten, aus manchen Richtungen habe ich das noch garnicht betrachtet.Und zu Alien: die Mischung Aus SCI-FI und HORROR führte dazu das ich mir auch mal Filme mit meinem Fater ankucken konnte. KOMPLIMENT
100%
HalloweeN-Fan
geschrieben am 15.02.2008 um 17:00 Uhr
Einer der besten Filme, die je gmacht wurden, aber auch die Fortsetzungen sind nicht übel.
100%
rufftone
geschrieben am 24.11.2007 um 11:00 Uhr
Ein Meilenstein. Besondere Erwähnung verdient auch die Musik vom legendären Jerry Goldsmith.
100%
Frozen
geschrieben am 28.10.2007 um 11:00 Uhr
Einfach ein Meilenstein. Einer meiner ersten Sci-Fi(Horror) Filme, die ich je gesehen habe.Gigers Aliens sind grandios - der Film Top.
100%
Timo
geschrieben am 22.10.2007 um 18:00 Uhr
Der Film ist kult!Einfach sehenswert
90%
Rico
geschrieben am 22.09.2007 um 12:00 Uhr
Zeitlos guter Klassiker nur Teil 2 gefällt mir noch einen tick besser
100%
Freier Filmkritiker
geschrieben am 07.05.2007 um 10:00 Uhr
Ein absoluter Klassiker und Meilenstein des Films. Immer wieder bedrohlich und spannend. Ein Film der über Jahre hinweg nichts von seiner Faszination verloren hat.
100%
moviestar
geschrieben am 28.01.2007 um 17:00 Uhr
O wow! Der Sci-Fi Film schlechthin. Was ich an der ALIEN-Reihe auch noch bewundere, sind die Fortsetzungen. Jede einzelne hat es geschafft wirklich gut zu unterhalten. Nicht zu vergessen ALIEN vs. PREDATOR. Freue mich daher auchschon auf AVP 2.
90%
Damon Fry
geschrieben am 01.01.2007 um 22:00 Uhr
Der Science-Fiction Alptraum!!!H.R. Giger ist ein Genie!!!
100%
SaW Man
geschrieben am 18.11.2006 um 09:00 Uhr
Immer noch ein absolutes Meisterwerk in seiner Art.Spannung und Suspense mit genialem Soundtrack stehtauch noch heute einzigartig da!Daumen hoch!
90%
Zephyr
geschrieben am 06.11.2006 um 08:00 Uhr
wohl einer der besten Sci-Fi-Movies aller Zeiten! Athmosphäre, Spannung und Action sind erste Klasse! Der zweite ALIEN-Teil ist auch noch super, danach wurde es leider zu actionlastig! Sollte jemand diesen Film tatsächtlich noch nicht kennen: unbedingt ansehen!
100%
People
geschrieben am 17.10.2006 um 10:00 Uhr
Alien ist ganz klar einer der besten Sciencefiction Filme aller Zeiten und einer der wenigen Filme der fast ebenbürtige Nachfolger hat sowas haben sonst nur Filme wie Star Wars und Matrix geschafft, im Horrorgenre gibt es eigentlich kaum ebenbürtige Nachfolger es sind hier nur einige Außnahmen wie die ersten 2-3 Fortsetzungen der Nightmare-Reihe zu nennen. Alien ist ein Film der 2 der schönsten Filmgenre zusammenfügt den Horror und die Science-Fiction, einfach Grandios!
100%
Holger
geschrieben am 17.10.2006 um 00:00 Uhr
DER Klassiker schlechthin. Unzählige Male habe ich mir die Kinofassung und den Director`s Cut von ALIEN angesehen und bin immer wieder fasziniert. Was Ridley Scott und H.R.Giger hier geschaffen haben ist schwer zu toppen. Klaustrophobisch, spannend und düster-dreckiger SF-Horror.
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