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Moviebase Storage 24

Storage 24
Storage 24

Bewertung: 50%

Userbewertung: 45%
bei 33 Stimmen

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Originaltitel: Storage 24
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 25.10.2012
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 18
Lauflänge: - Minuten
Studio: Unstoppable Entertainment, Medient Entertainment
Produktionsjahr: 2012
Regie: Johannes Roberts
Drehbuch: Noel Clarke, Davie Fairbanks
Darsteller: Noel Clarke, Colin O'Donoghue, Antonia Campbell-Hughes, Laura Haddock, Jamie Thomas King, Alex Price, Ned Dennehy

Alieninvasionen, Zombieattacken und selbst Angriffe von Riesenspermien hat das Genrekino schon überlebt. Die einen verschanzen sich in Einkaufszentren, andere nehmen den Kampf auf und gehen als Sieger hervor. Wiederum andere haben nicht ganz so viel Glück: Will Smith zum Beispiel musste sich in der Buchadaption von „I Am Legend“ gefräßigen Untoten geschlagen geben. Und auch die Freunde im Monsterhit „Cloverfield“ kamen nicht ungeschoren davon. Der Fantasy Filmfest-Beitrag „Storage 24“ vermengt nun ein bisschen von „Dawn of the Dead“ mit „Super 8“ und gibt noch ein bisschen „Alien“ hinzu. Das Motto „Lieber gut geklaut als schlecht selbst gemacht“ geht dabei nicht vollends auf.
 
Als eine Transportmaschine des Militärs über London abstürzt, zerschellt seine streng geheime Ladung irgendwo in der Stadt. Zur gleichen Zeit befindet sich Charlie (Noel Clarke) mit seiner Exfreundin Shelley (Antonia Campbell-Hughes) und den besten Freunden Mark (Colin O'Donoghue) und Nikki (Laura Haddock) im Containerlager Storage 24, um den dort gelagerten gemeinsamen Hausstand aufzulösen.
 
Erst als plötzlich der Strom ausfällt, stellen sie fest, dass sie nicht allein in den endlos dunklen Korridoren eingesperrt sind. Etwas Unheimliches, etwas Tödliches lauert auf sie. Werden sie lange genug leben, um einen Ausweg zu finden aus diesem Ort, der gebaut wurde, damit unter Verschluss bleibt, was unter Verschluss gehört?
 
London. Ein sich näherndes Flugobjekt. Ein Aufprall. Ein lauter Knall. „Storage 24“ lässt bereits zu Beginn erahnen, bei welchen Vertretern des Science-Fiction-Genres sich die Macher bedienten. Erinnerungen an die Zugunglücksszene aus J.J. Abrams Jugend-Sci-fi-Drama „Super 8“ werden geweckt, wenn das Flugzeug in rasanter Geschwindigkeit vor dem titelgebenden Speicherplatz aufkommt. Und eben wie bei seinem offensichtlichen Vorbild wurde etwas transportiert, das freigelassen nichts als Schaden anrichtet.
 
Die Konstellation derer, die sich ab sofort unfreiwillig eingeschlossen im Containerlager wiederfinden, ist recht gut gelungen, wenn auch nicht wirklich neu. Jeder Charakter, der für ein blutiges Drama notwendig ist, wurde ins Drehbuch geschrieben. Der Gute, der Böse, der Durchgeknallte, die Freundliche, die Zicke. Ganz so abgedroschen kommen die Figuren letztlich im Gesamtkontext nicht herüber, an eine gründliche Erarbeitung der Eigenschaften und Entwicklung haben die Autoren Noel Clarke („Licks“), der zudem eine der Hauptrollen bekleidet, Davie Fairbanks („The Knot“) und Marc Smell allerdings auch nicht gedacht. Daher gilt: dem Zuschauer ist der Werdegang einiger Protagonisten schlichtweg egal.
 
Nimmt die Hatz in den Lüftungsschächten und Gängen erst einmal Fahrt auf, wird es blutig und brutal. Der Goregehalt stimmt und übertrifft die immer mal wiederkehrenden Schockmomente, die abzählbar sind und stets vorangekündigt werden. Dadurch muss die Spannung, die mit einer Gruppe auf engem Raum durchaus hochgehalten werden kann, deutlich Federn lassen. So verkommt das Kammerspiel im Lagerhaus leider zur zwischenzeitlich schwer zu glaubenden Standardware.
 
Auch wenn es über weite Strecken kaum Neues zu sehen gibt, hält sich Regisseur Johannes Roberts („Hellbreeder“) das Beste für den Schluss auf. Der finale Akt ist konsequent und endlich mal nicht weich gespült, zudem gerechtfertigt er das eben Gesehene und fügt sich nahtlos in den Gesamtkontext ein. Neu ist das sicherlich auch nicht, dennoch erfrischend und mit Mut zum Anderssein gedreht. Roberts hat seit seinem verquasten Machwerk „Darkhunters“ von vor acht Jahren deutlich dazu gelernt – zur Freude des Zuschauers.
 
„Storage 24“ erzählt eine schon oft gesehene Geschichte ohne große Höhepunkte, aber – und das ist mindestens genauso wichtig – ohne schwerwiegende Tiefpunkte. Wer gegen eine Mixtur verschiedenster Versatzstücke aus zahlreichen Horrorfilmen nichts einzuwenden hat und sich über sabbernde Aliens und begriffsstutzige Protagonisten auch beim x-ten Mal freuen kann, macht mit dem Horrorthriller einen soliden Fang.

>> verfasst von Janosch Leuffen

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