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Moviebase The Boy Next Door

The Boy Next Door
The Boy Next Door

Bewertung: 25%

Userbewertung: 25%
bei 37 Stimmen

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Originaltitel: The Boy Next Door
Kinostart: 19.03.2015
DVD/Blu-Ray Verkauf: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: Unbekannt
Lauflänge: Unbekannt
Studio: Smart Entertainment, Blumhouse Productions
Produktionsjahr: 2014
Regie: Rob Cohen
Drehbuch: Barbara Curry
Darsteller: Jennifer Lopez, Ryan Guzman, Kristin Chenoweth, John Corbett, Bailey Chase, Travis Schuldt, Ian Nelson

Was, um Himmels willen, soll das Ganze? Oder anders ausgedrückt: Warum darf so ein Murks im Kino laufen? Fragen, die sich nach der Sichtung des Stalking-Thrillers „The Boy Next Door“ förmlich aufdrängen und im Grunde leicht zu beantworten sind. Produziert wurde dieser preisgünstige Reißer von Jason Blum („Insidious“) einzig und allein, um schwarze Zahlen zu schreiben und Jennifer Lopez ein denkwürdiges Comeback zu ermöglichen. Womit wir auch schon bei der Erklärung für die Auswertung in den Lichtspielhäusern wären. Denn ohne die Latina-Queen in der Hauptrolle hätte es wohl nicht zu einem Kinostart gereicht. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass sich die als Produzentin involvierte Lopez mit dieser uninspirierten Abwandlung des Genre-Klassikers „Eine verhängnisvolle Affäre“ sicher keinen großen Gefallen getan hat.  

Zum Inhalt: Obwohl die Highschool-Lehrerin Claire Peterson (Lopez) seit neun Monaten von ihrem Ehemann Garrett getrennt lebt, ist sie hin- und hergerissen. Soll sie ihrem untreuen Gatten eine zweite Chance geben? Oder endgültig einen Schlussstrich ziehen, wie es ihre beste Freundin und Kollegin Vicky (Kristin Chenoweth) fordert? Daneben versucht Claire, ihrem Sohn Kevin (Ian Nelson), der ebenfalls unter der Trennung leidet, eine gute Mutter zu sein. Als er sich mit dem 19-jährigen Noah anfreundet, der im Nachbarhaus bei seinem Großonkel unterkommt, blüht der schüchterne Teenager merklich auf. Sehr zur Freude Claires, die selbst ein Auge auf den attraktiven jungen Mann geworfen hat. Wie es das Genre fordert, lässt sich die Mittvierzigerin eines Abends auf eine Liebesnacht mit Noah ein, bereut ihren Kontrollverlust aber schon am nächsten Morgen. Ganz anders ihr impulsiver Eroberer, der partout nicht einsehen will, dass es sich tatsächlich nur um einen einmaligen Ausrutscher gehandelt haben soll.

Soweit die altbekannte Ausgangslage, die Drehbuchneuling Barbara Curry vollkommen überraschungsfrei ausarbeitet und mit allerhand unglaubwürdigen Figurenentscheidungen versieht. Selbst wenn Logik und Plausibilität im Thriller-Genre oft nur zweitrangig sind, dürfen die Bruchstellen nie zu offensichtlich sein. Genau da liegt aber das Problem von „The Boy Next Door“, der den Zuschauer in Ermangelung effektiver Spannungsmomente geradezu einlädt, sich über dämliche Wendungen aufzuregen. Warum etwa scheint fast gar nichts zu passieren, als Noah Kevins aufmüpfigem Mitschüler den Schädel bricht und seine Gefährlichkeit auf diese Weise endgültig zum Vorschein kommt? Filmische Erzählgesetze in allen Ehren, aber hier entfernt sich das Geschehen definitiv zu weit von realistischen Maßstäben. Was umso mehr verwundern muss, da Curry früher als Staatsanwältin tätig war.

Dummerweise gesellen sich zu den handfesten Schwächen im Plot auch noch erschreckend aufgesetzte Dialoge, die platte Doppeldeutigkeiten transportieren („Bei uns war es feucht“) oder aber Tiefe vorzugaukeln versuchen. Dass in einem durchweg schematischen Thriller wie diesem ständig auf Homer und die „Ilias“ Bezug genommen wird, wirkt beispielsweise vollkommen deplatziert. Wohl auch, weil man Jennifer Lopez die engagierte Literatur-Lehrerin nur bedingt abnehmen kann und Noah als zitierwütiger Klassiker-Fan wie eine reine Kunstfigur erscheint.

Inszenatorisch pendelt „The Boy Next Door“ zwischen wenig beeindruckender Routine und schlichter Offensichtlichkeit. Ein paar Actionszenen bringt Hollywood-Veteran Rob Cohen („The Fast and the Furious“) sauber in den Kasten. Und auch den Körper seiner Hauptdarstellerin weiß er ins rechte Licht zu rücken, wobei gerade anfangs immer wieder unfreiwillige Komik entsteht. Zu deutlich scheint der Film den Beweis antreten zu wollen, dass Jennifer Lopez auch mit 45 noch blendend aussieht. Ist der Psycho-Nonsens nach 90 Minuten endlich vorüber, setzt sich der Eindruck fest, dass diese Erkenntnis den Machern am meisten bedeutet hat.  

>> von Christopher Diekhaus

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