Moviebase Blair Witch

Blair Witch
Blair Witch

Bewertung: 70%

Userbewertung: 65%
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Originaltitel: The Woods
Kinostart: 06.10.2016
DVD/Blu-Ray Verkauf: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 89 Minuten
Studio: Lionsgate Films
Produktionsjahr: 2016
Regie: Adam Wingard
Drehbuch: Simon Barrett
Darsteller: James Allen McCune, Callie Hernandez, Brandon Scott, Valorie Curry, Corbin Reid, Wes Robinson

Während dem wirkmächtigen Found-Footage-Schocker „The Blair Witch Project“ eine raffinierte Internetkampagne vorausging, die großes Interesse generierte und die Unterscheidung zwischen Realität und Fiktion erschwerte, kann auch die nun startende Fortsetzung des Kassenschlagers einen Überraschungscoup für sich verbuchen. Bis wenige Monate vor Kinostart war nicht bekannt, dass es ein Sequel geben würde, da die neue Regiearbeit von Adam Wingard („The Guest“, „You’re Next“) lange unter dem Titel „The Woods“ firmierte. Bewusst verschleierten die Macher, woran sie in Wahrheit werkelten, um im Juli 2016 auf der Comic-Con bekanntzugeben, dass ihr Projekt fortan „Blair Witch“ heißt und an den modernen Klassiker von 1999 anschließt, mit dem die seinerzeit unbekannten Filmemacher Daniel Myrick und Eduardo Sánchez großen Einfluss auf das Horrorgenre ausübten.

Den damals schnell nachgeschobenen „Blair Witch 2“ lassen Wingard und Drehbuchautor Simon Barrett komplett außen vor und richten ihre volle Aufmerksamkeit auf das Ursprungswerk, dessen unerwarteter Erfolg eine Welle an pseudodokumentarischen Gruselstreifen lostrat. Verbunden werden „The Blair Witch Project“ und das aktuelle Sequel durch die Figur der Studentin Heather Donahue, die bei ihrer Suche nach einer sagenumwobenen Hexe im Original spurlos verschwand. 20 Jahre später glaubt ihr Bruder James (James Allen McCune), sie in einem neuen Videoclip auf YouTube zu erkennen, und macht sich daher gemeinsam mit der Dokumentarfilmerin Lisa (Callie Hernandez) und dem befreundeten Pärchen Ashley (Corbin Reid) und Peter (Brandon Scott) auf den Weg zum Black Hills Forest. Begleitet wird die Gruppe in die dichte Waldlandschaft von den Einheimischen Lane (Wes Robinson) und Talia (Valorie Curry), die nicht nur das frische Videomaterial gefunden und veröffentlicht haben, sondern auch viele unheimliche Geschichten über die Blair-Witch-Hexe kennen.

Die Handlung – das sollte hier schon deutlich werden – hält sich in weiten Teilen an das denkbar simple Konzept des Vorgängers. Junge Menschen rennen in den Forst, verlaufen sich und werden alsbald mit schauerlichen Ereignissen konfrontiert. Auch formal erweisen die Macher Myrick und Sánchez ihre Ehre, indem sie die Protagonisten ebenfalls mit Videoequipment ausstatten und ihre Reise ins Ungewisse filmen lassen. Beste Vorzeichen für einen Rohrkrepierer? Eher nicht, da Wingard altbewährte Horrormittel effektiv in Szene setzen kann und einige Neuerungen in petto hat, die das Szenario zumeist gewinnbringend erweitern. Mit sich führen die Jugendlichen neben normalen Aufnahmegeräten auch kleine Head Cams und eine Drohne, von der sich die Gruppe einen besseren Überblick erhofft. Perspektivisch präsentiert sich „Blair Witch“ abwechslungsreich, ohne dass wir dadurch die Nähe zu den Figuren verlieren würden, die im Original mitentscheidend für die unheimliche Wirkung war.

Ähnlich wie Myrick und Sánchez baut auch Wingard besonders auf die Angst vor der Dunkelheit und die Verstörungskraft unheimlicher Geräusche. Gelegentlich wagt sich der Genre-Enthusiast allerdings weiter aus der Deckung und zeigt uns für kurze Augenblicke schemenhafte Impressionen des Grauens, die jedoch nicht weiter aufgelöst werden. Viele Rätsel bleiben. Oder aber es tun sich neue auf. Vor allem gegen Ende greift der Regisseur tiefer in die Effektkiste, kreiert dabei aber durchaus eine intensive Terroratmosphäre mit mindestens einem schönen Einfall, der Klaustrophobiker den Atem rauben dürfte. Obwohl es im Finale meistens laut und wenig subtil zugeht, fiebert man mit den nicht übertrieben dämlichen Protagonisten mit, die von den Darstellern solide verkörpert werden.

Im Presseheft zum Film wird vollmundig verkündet, dass „Blair Witch“ das Genre auf eine ganz neue Ebene hebe. Das ist natürlich grober Unfug bzw. die übliche PR-Kraftmeierei. Sehr wohl gelingt Adam Wingard aber ein weitestgehend unterhaltsamer und eindringlicher Gruselthriller, der als kleine Überraschung durchgeht.

>> von Christopher Diekhaus

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