Moviebase Hard Candy

Hard Candy
Hard Candy

Bewertung: 90%

Userbewertung: 90%
bei 171 Stimmen

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Originaltitel: Hard Candy
Kinostart: 29.06.2006
DVD/Blu-Ray Verkauf: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 18
Lauflänge: 104 Minuten
Studio: Lions Gate Films/ Senator Film
Produktionsjahr: 2006
Regie: David Slade
Drehbuch: David Slade
Darsteller: Patrick Wilson, Ellen Page, Sandra Oh, Odessa Rae, Gilbert John, Cori Bright

Eternal Sunshine of the Spotless Mind. Sexy Beast. Being John Malkovich. Birth. Adaptation. Human Nature. One Hour Photo. Human Nature. Was haben diese Filme gemeinsam? Sie alle zeichnen sich zunächst einmal durch einen unbedingten Willen zum ästhetischen Experiment aus, durch ein Bedürnis zur Ausweitung der Grenzen dessen, was im Film heute möglich ist. Durch innovative und ausgefeilte Konzepte und Geschichten. Durch einen an der Postmoderne geschulten, stark reflektierenden Umgang mit Genrekonventionen. Durch außergewöhnliche, gegen den Strich gebürstete Schauspielerleistungen. Und, vor allem, durch den Hintergrund ihrer Regisseure. Spike Jonze, Michel Gondry, Mark Romanek oder Jonathan Glazer – sie alle gehören zur jüngsten Welle von Filmemachern, die ihr Handwerk und ihr Formbewusstsein nicht in den großen Hollywoodstudios, sondern in enger Zusammenarbeit mit MTV und VH1 gelernt haben. Die innovativen Videos von Björk, Radiohead, REM, Red Hot Chili Peppers, Madonna, Foo Fighters, White Stripes, Fatboy Slim, Weezer, Beastie Boys, Massive Attack, Air oder Kylie Minogue sprechen Bände und zeigen eindrucksvoll, zu welch visionären Leistungen Regisseure im Musikvideobereich heutzutage fähig sind. Und wer die einleitend genannten Filme kennt, der weiß auch, was passieren kann, wenn inszenatorisches Geschick und unkonventioneller Blick mit provokanten, nicht nur auf Klischees setzenden Stoffen aufeinander treffen..

Warum nun diese Einleitung? Ganz einfach: Mit David Slade ist soeben einem weiteren Musikvideoregisseur (der z.B. für die Stone Temple Pilots gedreht hat) mit einem ungemein kontroversen und von der Filmgemeinde heiß diskutierten, auf diversen Festivals wie Sitges aber mit Preisen überhäuften Film namens Hard Candy der Sprung vom Musikfernsehen auf die große Leinwand gelungen. Hard Candy ist ein guter Film, ein sehr guter, was sage ich, ein ganz und gar außergewöhnlicher Film. Wahrscheinlich der beste, mit Sicherheit aber der intensivste Film, den ich seit langem gesehen habe. Und einer, der spielerisch sämtliche Ansprüche an hoch gelobte ehemalige Videofilmer (über)erfüllt, die ich im einleitenden Absatz aufzulisten versucht habe.

Getragen von einer fantastisch beunruhigenden (oder beunruhigend fantastischen?) Geschichte – 32jähriger Mann lernt über das Internet ein 14jähriges Mädchen kennen (der titelgebende Begriff steht im Internetslang allgemein für minderjährige Mädchen), sie treffen sich, er lädt sie – mit nicht eindeutig bekundeter Absicht – zu sich nach Hause ein, dort entwickelt sich ein zunehmend an Fahrt gewinnender, gewaltsam eskalierender Psychokrieg zwischen den beiden, in dessen Verlauf die zu Beginn scheinbar so klar gezogenen Grenzen zwischen Täter und Opfer zusehends verschwimmen und der nach und nach auf eine verstörende Schlusspointe hinausläuft – ist dies ein moralisch höchst ambivalentes Kammerspiel, das sich mit so dunklen Themen wie Kindesmissbrauch, Lolitasyndrom, Kastration, (Selbst)Mord, (Selbst)Justiz und diversen (Un)Formen physischer und psychischer Gewalt beschäftigt, dessen tiefschwarz-beißender Wortwitz einem buchstäblich das Lachen im Hals stecken bleiben lässt und das die einzig richtige Antwort auf die Frage findet, wie dargestellt werden kann, was nicht dargestellt werden darf: man zeigt es nicht, sondern deutet an und überlässt den tatsächlichen Horror der Vorstellungskraft des Zuschauers, der von der (mehr als nur) latent bedrohlichen Unbeschwertheit und Leichtigkeit des Vorspiels (oder ersten Aktes) an immer tiefer in diese konsequente und erbarmungslose Abwärtsspirale in die dunkelsten menschlichen Abgründe hinabgesogen wird.

Es fließt kein Blut, die Szenen tatsächlicher on-camera Gewalt sind eigentümlich beiläufig und roh inszeniert und doch, man ahnt es oder, ja, man weiß es, ist das, was off-camera passiert und sich oft nur in den Augen der Figuren spiegelt, grauenhafter als jeder Splatterfilm und dabei von einer derart schneidenden Intensität, dass während mancher Szene Zuschauer – zumindest in der (ausverkauften!) Vorstellung, die ich besucht habe – fluchtartig den Saal verlassen mussten. Eine durchaus verständliche Abwehrreaktion, die vergleichsweise auch das Werk von Michael Haneke (siehe z.B. in diesem Zusammenhang Le Pianiste oder Funny Games) oder ein Film wie Takashi Miikes Audition – ebenfalls eine buchstäblich aus den Gleisen springende Reflexion über Macht, Unterwerfung und porös gewordene weiblich/männliche Opfer/Täter Dichotomien – in einem durchschnittlichen Kinopublikum hervorzurufen vermag.

Hard Candy erreicht diese Wirkung dank einer beeindruckend stilsicheren und nuancierten Inszenierung. Dank eines intelligenten, moralische Dilemma und rechtliche Tabuzonen offen thematisierenden (vgl. hierzu auch The Woodsman mit Kevin Bacon), von einer Vielzahl subtiler Quer-, Rück- oder Vorverweise profitierenden Drehbuchs von Brian Nelson. Dank eines dicht gewobenen, atmosphärisch intensiven und bedrohlichen Klangteppichs, der nur in seltenen Fällen auf tatsächlich ‚komponierte’ Musik zurückgreift (Molly Nyman, die Tochter des Komponisten Michael Nyman, ist gemeinsam mit Harry Escott dafür verantwortlich zu machen)[1]. Vor allem aber auch dank geradezu ungeheuerlicher Schauspielerleistungen von Ellen Page (die kürzlich auch als Kitty Pride in X-Men 3: The Last Stand zu sehen war) und Patrick Wilson, einem renommierten Theaterschauspieler, der unter anderem in der Verfilmung von Tony Kushners Drama Angels in America neben Al Pacino und Meryl Streep reüssieren konnte und laut Regisseur Slade sehr vorsichtig auf seine Wolfs-im-Schafspelz-Rolle zugeführt werden musste. Aus gutem Grund, wie jeder verstehen wird, der nach diesem Film fassungslos und nach Atem ringend das Kino verlassen wird.

Apropos Wolf im Schafspelz. Es lohnt sich durchaus, auch genauer auf einen geschickt eingeflochtenen Subtext zu achten, der den alten, zwischen den Zeilen von sexueller Ausbeutung geprägten Märchenstoff um Rotkäppchen und den großen bösen Wolf in eine amerikanische Gegenwart umdeutet, die von einer erotischen Faszination für (ewige?) Jugendlichkeit geprägt ist und zwischen der gefährlichen Freiheit und dem Geheimnis der weiten Welt des Internet einerseits und dem unüberschaubar gewordenen, vollständig anonymisierenden Großstadtdschungel andererseits oszilliert. Auf diese Motivkette deutet nicht zuletzt auch das Filmplakat hin, welches das Mädchen vor grauweißem Hintergrund in roter Kapuzenjacke inmitten einer übergroßen Bärenfalle zeigt, wobei allerdings nicht eindeutig klargestellt ist, ob nun das Mädchen selbst in der Falle steckt oder vielmehr nur als Köder für den Wolf fungiert.

Diese Ambivalenz setzt sich im Inhaltlich-Ästhetischen fort, wenn in zahlreichen, den Hintergrund bis ins Abstrakte verfremdenden Detail- und Großaufnahmen von Page und Wilson Zuschauererwartungen wieder und wieder untergraben werden und bis zum Ende hin in der Schwebe gehalten wird, wer nun tatsächlich der Wolf ist und wer das Opfer. Gleich zu Beginn fällt ein Satz, der für den weiteren Verlauf der Handlung wichtig sein wird: Faces lie. Gesichter lügen. Wilsons Charakter Jeff, der diesen verhängnis-verheißungsvollen Satz ausspricht, sollte eigentlich wissen, wovon er spricht, immerhin ist er Modefotograf. Des Wertes trügerischer Oberflächen ist sich auch Slade wohl bewusst, indem er seinen (mutmaßlichen?) Päderasten von Anfang an in einer perfiden Manipulation des Publikums als attraktiven, erfolgreichen Sympathieträger inszeniert und nur langsam Schicht für Schicht den schönen Schein abträgt und die Abgründe darunter freilegt. Hayley hingegen wird zu Beginn als halb manipulativ-berechnende, halb naiv in ihr Unglück rennende Lolita gezeichnet, als quasi hilfloses Opfer des großen bösen Wolfes, das sich (scheinbar) aus dem Nichts heraus buchstäblich in einen Racheengel verwandelt und erst im späteren Verlauf der Handlung seine tatsächlichen Beweggründe offenbart.

Slade genießt es sichtlich, in langen, durchkomponierten Einstellungen, sanft gleitenden Kamerafahrten und elegant-unaufdringlichem Schnitt (oft durch einfache Abblenden, aber auch durch „versteckte“ Schnitte in der Manier von Hitchcocks Rope) ganz nah an die (stark transpirierenden) Gesichter von Wilson und Page heranzurücken und unter den Oberflächen Abgründe zu entdecken, Lügen, Halbwahrheiten und grauenerregende Abgründe freizulegen, nur um dieses Innenleben unvermittelt zu konterkarieren und durch drastische, auf Brüche in der Kontinuität Wert legende Montage und hektische und stark subjektive Handkameraführung nach Außen zu kehren. In diesen rasenden Eskalationsmomenten reißt sich die Kamera des in Cinemascope gedrehten, farbsymbolisch treffsicheren Films (immer wieder die Farbe rot…) von den Gesichtern los und schwankt nervös zwischen Nah- und Halbnaheinstellungen, wodurch auch der über weite Strecken flache, hellgraue und schemenhaft-verschwommene Hintergrund plötzlich an Kontur, Tiefe und Farbe gewinnt und durch sparsam, aber gezielt eingesetzte Kunstgriffe wie Zeitlupen oder Zeitraffer greifbar wird. Auch die tatsächlichen Größenverhältnisse der beiden Charaktere werden erst in diesen Einstellungen deutlich, plötzlich erscheint Jeff riesenhaft neben einer kleinen, beinahe durchsichtig erscheinenden, absolut verletzlich wirkenden Hayley. Aber, wie mittlerweile klar sein sollte, man kann der äußeren Erscheinung nicht trauen in dieser bewussten Publikumsverunsicherung.

Es sind nicht zuletzt diese immer wieder aufflackernden extremen Kontraste, die den Film zu einem emotional so aufwühlenden, ja zerstörerischen Erlebnis machen und völlig entrüstete Reaktionen hervorrufen wie jene eines Kinobesuchers zwei Reihen schräg vor mir, der sich lautstark über den seiner Meinung nach verwerflichen Zynismus und Nihilismus des Films äußerte und sich darüber hinaus über Misanthropie, Verharmlosung eines gesellschaftlichen Tabuthemas, Gewaltfetischismus und allgemeine Manipulation des Publikums beschwerte. Meiner Meinung nach trifft bis auf letztere keine einzige dieser kategorischen Aussagen auf Hard Candy zu, aber es ist trotzdem eine Freude miterleben zu dürfen, dass Filme auch tatsächlich noch Kontroversen auslösen und starke Reaktionen hervorrufen können, völlig gleichgültig, ob diese nun positiver oder negativer Natur sind. Erwartet also nicht, dass jeder um euch herum diesen Film grandios finden wird. Manche werden ihn hassen. Ich revidiere, die meisten werden ihn hassen, manche lieben. Und das soll auch so sein.

Inszenatorisch von konzentrierter Geradlinigkeit geprägt, ist Hard Candy nichtsdestotrotz ein moralisch hochkomplexer, vielschichtig interpretierbarer und verstörender Psychoschocker, der herkömmliche Identifikationsmuster unterläuft, indem die Grenzen zwischen Täter und Opfer ständig zu verschwimmen drohen. Slades Langfilmdebüt ist ein weiterer Beleg für das Talent und Fingerspitzengefühl der modernen Musikvideomacher und lebt vor allem von inspirierter Regie, einem (eventuell in Abschnitten allzu) ausgefeilten Drehbuch (mit allerdings fantastisch-fatalistischer Schlusspointe) und großen, außergewöhnlich intensiven Schauspielerleistungen (sowohl von Page als auch von Wilson wird man noch viel hören) und lässt einem weit über den Nachspann hinaus wahrlich die Haare zu Berge stehen. Dies ist natürlich sowohl Drohung, als auch Versprechen, sowohl Empfehlung als auch Warnung:. Hard Candy ist definitiv nichts für Zartbesaitete, aber Fans hartgesottener und kontroverser mind benders (wie z.B. dem bereits angesprochenen Audition) sollten sich diesen zukünftigen (Genre)Klassiker nicht entgehen lassen.

>> geschrieben von Jürgen Schacherl


[1] Geschickt und selektiv in den Handlungsverlauf eingebaute Songs (wie LFOs als bewusste Zäsur zu verstehende, aggressiv-treibende Breakbeatnummer Freak mit der bezeichnenden Textzeile „this is going to make you freak“ oder Blonde Redheads melancholischer Song Elephant Woman, der den Film abschließt), rahmen außerdem nicht nur auf der Tonebene die Handlung ein, tragen sie weiter und fassen sie eindringlich zusammen, sondern sind in ihren kühlen elektronischen Oberflächensounds auch eine adäquate Spiegelung der kühlen und im besten Sinne flachen Ästhetik der mise-en-scene. Darüber hinaus kann die Vermutung angestellt werden, dass sich Slade – gerade auch als ehemaliger Musikvideoregisseur – bei einer derart selektiven Musikauswahl wohl des lasziv-bedrohlichen, teils gar ins märchenhaft-surreale übersteigerten Lolitaimages von Bands wie Blonde Redhead oder den ebenfalls ausgiebig zitierten britischen Disco-Trip Hoppern Goldfrapp bewusst gewesen sein muss, was dem Film eine weitere, weit über die unmittelbare Leinwanderfahrung hinausreichende Bedeutungs- und Analysedimension verleiht, die in Richtung einer allgemeinen Reflexion der in der (Pop)kultur vorherrschenden gefährlichen Faszination mit dem Tabuthema der kindlich-jugendlichen Erotik verweist (siehe zum Beispiel in diesem Zusammenhang die Werbekampagnen von Calvin Klein). Dies sei aber nur am Rande erwähnt.

20%
Bird
geschrieben am 04.01.2013 um 21:32 Uhr
Ein dermaßen schlechter Film, man kann es einfach nicht in Worte fassen. Leider habe ich soeben ca. 100 Minuten meines Lebens verschwendet die ich nie wieder bekommen werde. Ich frage mich wirklich warum dieser Film so gelobt wird? Die 18-er Freigabe ist mir auch völlig schleierhaft. Man kann argumentieren, dass sich der Horror dieses Filmes in der Vorstellungskraft des Zuschauers abspielt und daher unendlich ist, denn der Fantasie sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt. Allerdings hat diese Wirkung bei mir nicht eingesetzt. Das einzig positive an diesem Film ist, darum auch 20% statts 10%, die männliche Hauptrollenbesetzung: Patrick Wilson. Die weibliche Hauptrolle verursacht bei mir nicht mehr als Hass. Ich glaube ich kann mir keine Filme mehr anschauen in der diese Schauspielerin vorkommt. Ihr Aussehen und ihre Art in dem Film rufen bei mir nur blanken Hass für sie hervor. Der Film lässt einen mit so vielen Fragen zurück. Auf so viele Art und Weißen ist dieser Film schlecht, man kann es nicht in Worte fassen. Horrorfans, lasst bitte bitte bitte die Finger davon!
100%
StoneSour
geschrieben am 22.05.2010 um 22:00 Uhr
Mein absoluter Lieblingsfilm. Man sitzt den ganzen Film über da und bekommt seinen Mund nicht mehr zu vor lauter Aufregung und " Mitgefühl" .Man wird förmlich in den Film reingezogen und bildet sich seine eigene Meinung. Man muss den Film mit offenen Augen verfolgen, damit man sich in die Story hineinversetzen kann, aber das dürfte bei Diesem nicht allzu schwer sein,Authentische Schauspieler, mega tolle Story !Unbedingt anschauen und zwar mehrmals, weil er sooo gut ist !
100%
Dominika
geschrieben am 04.01.2010 um 12:00 Uhr
"Hard Candy"... treffender hätte der Titel dieses Filmes nicht sein können. Das was dem Zuschauer hier geboten wird ist tatsächlich harte Kost. Anders als andere Schocker, löst "Hard Candy" psychischen Terror aus. Es wird auf Gewaltdarstellung verzichtet und der Fokus auf zwischenmenschliche Beziehungen und kritsiche Themen wie Kindesmissbrauch gelenkt. Dieser Film ist anders, er bricht Tabus und jegliche Konventionen. "Hard Candy" ist ein perfides Katz-und-Maus-Spiel, bei dem erst im Verlauf der Handlung klar wird, wer hier eigentlich Täter und wer Opfer ist. Wer psychologisch anspruchsvolle Filme à la "Funny Games", bei dem sich der wahre Horror im Kopf abspielt, mag wird diesen Film lieben.
40%
Tom SAWyer
geschrieben am 15.06.2009 um 20:00 Uhr
Es ist immer schade, wenn man aus so einer Story noch soviel hätte rauskriegen können, dann aber dieses Resultat sieht...
80%
Freier Filmkritiker
geschrieben am 14.06.2009 um 10:00 Uhr
Also Freunde des dunklen Films, wenn es mal wieder ein guter Film zu sehen gibt, dass ist es diser hier. Folterszenen bzw. das Ausgeliefert sein bekommt ihr in keinem anderen Film auf diese Art und Weise dargebten. Zwar gibt es weninger Blut zu sehen als in Hostel, trotzdem steigt hier die Spannung gleichermaßen nach oben. Ein absolut spannender Film mit unerwartendem bravurösem Ende. Empfehlenswert !!!
20%
Homo Sapiens
geschrieben am 19.05.2008 um 15:00 Uhr
Ob man diesen Film mag oder nicht, hängt möglicherweise damit zusammen, welcher der beiden Hauptfiguren man mehr Sympathien entgegenbringt. Auf mich wirkte die Figur der Hayley ausgesprochen unsympathisch, zumal sie mit ihrem aufgestauten Sadismus einem filmreifen Serienmörder in nichts nachsteht. Da ihre Haltung überdies die eines nicht unerheblichen Teils der Gesellschaft widerspiegelt, riskiert der Film womöglich eher, bei einem Großteil des Publikums die Lynchjustiz-Attitüde zu bekräftigen, anstatt deren pathologischen Gehalt zu verdeutlichen. Äußerst fragwürdig erscheint mir daher besonders die im Film enthaltene Ambivalenz, die eine Befürwortung dieses Folterspiels zumindest nicht ausschließt, sondern es zu einer legitimen Möglichkeit werden lässt.
20%
Homo Sapiens
geschrieben am 19.05.2008 um 13:00 Uhr
Ob man diesen Film mag oder nicht, hängt möglicherweise damit zusammen, welcher der beiden Hauptfiguren man mehr Sympathien entgegenbringt. Auf mich wirkte die Figur der Hayley ausgesprochen unsympathisch, zumal sie mit ihrem aufgestauten Sadismus einem filmreifen Serienmörder in nichts nachsteht. Da ihre Haltung überdies die eines nicht unerheblichen Teils der Gesellschaft widerspiegelt, riskiert der Film womöglich eher, bei einem Großteil des Publikums die Lynchjustiz-Attitüde zu bekräftigen, anstatt deren pathologischen Gehalt zu verdeutlichen. Äußerst fragwürdig erscheint mir daher besonders die im Film enthaltene Ambivalenz, die eine Befürwortung dieses Folterspiels zumindest nicht ausschließt, sondern es zu einer legitimen Möglichkeit werden lässt.
80%
MarkMcGrath1
geschrieben am 09.11.2007 um 17:00 Uhr
echt ein guter und lohnenswerter psychothriller. er kommt ohne viel blut und musikalische effekte aus und ist dennoch zeitweilig extrem spannend. die schauspieler von hailey und jeff sind echt überzeugend und auch das ende finde ich sehr lobenswert!
90%
Jazmin
geschrieben am 26.07.2007 um 12:00 Uhr
der film hat mich richtig zum nachdenken gebracht, der wird lange ín meinem kopf bleiben..allein die kreation und darstellung von Hayleys Psyche finde ich beeindruckend...
90%
Roxy
geschrieben am 20.07.2007 um 14:00 Uhr
Es war sehr faszienierend für mich festzustellen, dass ein Psychotrip auch ohne Blut auskommen kann. Eine überwälitigendes Katz- und Mausspiel mit einer absolut fiesen Story. Sollte man jedoch eher auf schockierende Bilder stehen, sollte man diesen Fim auslassen.
30%
Kaiman
geschrieben am 08.07.2007 um 03:00 Uhr
Ätzend. Ewig langes Gelabere und keine Aufklärung bis zum Schluss. Nur 3 Schauspieler, wobei Nr.3 nur drei Minuten mitspielt.Man weiß die ganze Zeit nicht ob die Kleine nur wahnsinnig ist oder der Typ doch ein Kindermörder. Dann ist es recht unwahrscheinlich, daß der Typ immer wieder in die Falle der Kleinen tappt und sogar das Kräftemessen verliert (in der Szene mit der Dusche und dem Schockgerät). Dann zog sich die "blutige" Szene wirklich unerträglich in die Länge, ich hab vorgespult. Wem das gefällt ist krank. Am Schluss wird man zwar endlich von der großen Frage "Wer ist gut, wer ist böse?" befreit, aber ansonsten passiert auch nichts mehr. Außerdem kann man während des Films hervorragend rätseln, wie er enden könnte und da gibt es nicht so viele Möglichkeiten, wenn man sich etwas mit Filmen auskennt.Würg, der Film ist ne psychische Folter für den Zuschauer, sowas will ich nicht nochmal gucken. Wenn ich nicht unbedingt gewusst haben wollte, wie er endet, hätte ich ihn wahrscheinlich nicht mal bis zum Ende geguckt. Die 30% gibts von mir hauptsächlich für die darstellerische Leistung.Die Altersfreigabe ab 18 leuchtet mir durchaus ein, auch wenn man nicht wirklich viel sieht. Das was man sieht, und hört* reicht schon um die meisten Erwachsenen für Tage zu verstören. *(inkl. nervtötende Monologe)
100%
mistajericho
geschrieben am 08.04.2007 um 13:00 Uhr
Intensiv, spannend und gut gemacht. Mich hat der Film auf ganzer Linie überzeugt. Daumen hoch!!!
100%
Schlawi
geschrieben am 06.04.2007 um 05:00 Uhr
Hmmmm.....das ein "Ab 18" Film auch ohne Blut auskommen kann, haben schon viele eindrucksvolle Werke gezeigt!!!Ich schließe mich Rainman nur an! SAW ist blutig und brutal.....Hard Candy ist brutal und schockierend!!!!
60%
duVan
geschrieben am 21.03.2007 um 21:00 Uhr
tja auch ich habe mir den film nach durchwegs guten kritiken gekauft, musste aber feststellen, dass er mich zumindest nicht in seinen bann ziehen konnteworan das lag weiss ich nicht, bis auf die kastrationsszene war für mich kein moment da, in dem ich so etwas wie "spannung" empfunden hätte -> ich konnte keine emontionale beziehung egal welcher art zu den dargestellten aufbauen, nichtsdesto trotz halte ich die leistung der darstellenden für durchweg solide..gute 60%, mehr ist in meinen augen einfach nicht drin
80%
Rainman
geschrieben am 17.02.2007 um 00:00 Uhr
Ich habe mir den Film wegen den Kritiken ausgeliehn, dort wurde er oft als schwer verdaulich beschrieben, was er ohne weiteres auch ist.Die schauspielerichen Leistungen in dem Film sind einfach hervorragend, zum Schluss finde ich verliert der Film an seinem spziellem Etwas.Ganz klar steht fest, wer mehr Blut sehen will, muss sich an SAW 1-3 und Co. wenden, obwohl mich Hard Candy mit seinen Off-Camera Scenen mehr geschockt hat, als es jeder SAW und Co. es jemals könnten.
50%
meisterJ2000
geschrieben am 29.01.2007 um 11:00 Uhr
Tja, was will uns dieser Film sagen? Ich fand ihn vorhersehbar, insbeondere die Auflösung der zentralen Kastrationsszene. Der Täter wird zum Opfer einer 13jährigen... Dafür ist der Film aber handwerklich gut gemacht und eingermaßen spannend inszeniert.
30%
Skinless
geschrieben am 22.01.2007 um 14:00 Uhr
Also warum dieser Film so gut sein soll, ist mir also mehr als schleierhaft. Und warum dieser Film ab 18 ist versteh ich sowieso nicht, man sieht nicht einen Tropfen Blut im ganzen Film. Die Kastration sieht man auch nicht und auch sonst ist der Film eher harmlos.Der Film baut auch keine besondere Spannung auf, mir scheint der Film ne bessere Vorabend-Thriller-Variante zu sein mehr nicht..Nach all den guten Kritiken, hab ich blind zugegriffen und bin nun etwas entäuscht..
30%
Hai 84
geschrieben am 10.01.2007 um 16:00 Uhr
Unter einem Psychospiel versteht Otto-Normal Horrorfan sowas wie ne SAW - Geschichte.Dieser Film ist für mich eher ne andere Anschauungsweise über das Thema Pädophilie...hier baut sich keine Spannung auf, die story für meinen Geschmack viel zu seicht und unlogischUnd warum dieser Film ab 18 ist, ist mir nicht verständlich.Für alle die sehen wollen, wie eine Kastrierung eines Menschen aussieht, greifen zu, alle anderen lassen tunlichst die Finger davon!!Das einzig gute sind die Schauspieler, die gerade noch ne 30er Wertung rauskitzeln...
90%
Matchek
geschrieben am 26.12.2006 um 20:00 Uhr
Der Film schaft es wirklich gut, den Zuschauer bis zum Schluss im Unklaren zu lassen:Ist "Rotkäpchen" nun völlig abgedreht und geisteskrank oder ist der "Wolf" wirklich so ein unscheinbarer Kinderschänder....?Man wartet dann mit großer Sehnsucht bis zum Schluss, um dann endlich die erlösende Antwort zu bekommen....., aber dennoch beendet man den Film nicht erleichtert, so oder so! Hat sich auf jeden Fall gut ins Gehirn gebrannt!
60%
Granpa
geschrieben am 01.08.2006 um 22:00 Uhr
Es gibt sicherlich bessere Psycho-Thriller, aber dennoch ist der Film durchaus von der Story, der Atmosphäre und den Charakteren sehenswert. Man wartet allerdings vergebens, dass es einem kalt den Rücken runterläuft.
90%
Morpheus
geschrieben am 15.07.2006 um 14:00 Uhr
Ein göttliches kleines Juwel. Sehr schönes Kammerspiel mit bitterbösen Ende. Genial.
100%
Bella
geschrieben am 14.07.2006 um 16:00 Uhr
Ich fand den Film klasse, auch wenns kein Gemetzel gab. der ist echt mal ganz anders, man kann sich wie der Autor schon verrät, seinen Teil denken - oder man lässt es! Aber wirklich krass, was den INhalt angeht!! Beide Daumen hoch :)
90%
Pabs
geschrieben am 14.07.2006 um 07:00 Uhr
Ein wirklich super Film! Jeder im Kino hat geschwitzt und mitgefiebert. Sehr "Hart" ...
100%
JayNosch
geschrieben am 13.07.2006 um 18:00 Uhr
Fantastisch.
100%
blu
geschrieben am 13.07.2006 um 10:00 Uhr
ich fand den einfach nur geil...der Kontrast zwischen dem kleinem, süßen Mädchen und dem was sie tut, heavy. Im großen ganzen habe ich den Film als krank eingestuft, aber gut, verdammt gut!
30%
Justin
geschrieben am 08.07.2006 um 17:00 Uhr
Naja, also untr einen Psycho-Schocker verstehe ich was anderes....Hard Candy ist ja ein ganz guter Film aber ab 18 naja, ich hatte mir da mehr erhofft! Deshalb nur die 30er wertung!
10%
hannibal
geschrieben am 02.07.2006 um 14:00 Uhr
absoluter reinfall, dieser film hat nichts mit spannung, einem psycho-thriller oder überhaupt einem guten streifen zu tun!hände weg!
100%
sebastian
geschrieben am 02.07.2006 um 12:00 Uhr
EINFACH NUR Hammer der film,und (fast) der ganze film ist realitätsnah. Super Psycho-Drama
100%
Kiki
geschrieben am 01.07.2006 um 11:00 Uhr
Der Film ist wirklich der absolute wahnsinn...
100%
Schocker
geschrieben am 29.06.2006 um 21:00 Uhr
Endlich mal wieder ein Film der einen ohne großes massaker zum schaudern bringt!
100%
Babek
geschrieben am 29.06.2006 um 13:00 Uhr
Kann mich nur dem Autor anschließen...
100%
seb
geschrieben am 19.06.2006 um 19:00 Uhr
eine der besten filme die ich je gesehen habe!!!!story is der hammer und hammermäßig umgesetzt!unbedingt haben wollen!!!
50%
Ann
geschrieben am 19.06.2006 um 07:00 Uhr
"...und sich oft nur in den Augen der Figuren spiegelt, grauenhafter als jeder Splatterfilm und dabei von einer derart schneidenden Intensität, dass während mancher Szene Zuschauer – zumindest in der (ausverkauften!) Vorstellung, die ich besucht habe – fluchtartig den Saal verlassen mussten."Sorry, aber auf solche Aussagen falle ICH nimmer rein ;)BTW: Ich will den FIlm nicht bewerten, aber es gibt keien Option dieses Feature einfach mal auszulassen! Darum steht jetzt bei mir 50%!
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