Moviebase I inside - Im Auge des Todes, The

I inside - Im Auge des Todes, The
I inside - Im Auge des Todes, The

Bewertung: 61%

Userbewertung: 65%
bei 32 Stimmen

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Originaltitel: I Inside, The
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 22.02.2005
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 87 Minuten
Studio: VIP Medienfonds/ Columbia TriStar
Produktionsjahr: 2004
Regie: Roland Suso Richter
Drehbuch: Michael Cooney
Darsteller: Ryan Phillippe, Stephen Rea, Robert Sean Leonard, Stephen Lang, Stephen Graham, Piper Perabo, Sarah Polley, Peter Egan, Rakie Ayola, Paul John Borde
„The I Inside“, der große Bruder von „The Butterfly Effect“. Wenn man es genau nimmt eher der kleine Bruder, denn die Fehler die dieser Film begeht, sind im „Butterfly Effect“ nicht vorhanden. Roland Suso Richter, eine deutscher Regisseur, vielleicht bekannt durch die TV „Event Movie’s“ „Der Tunnel“ und „Dresden“, schipperte über den großen Teich und nahm sich seiner ersten Ami-Produktion an. Diese ist gar nicht mal so schlecht geworden, krankt aber an einigen Mängeln, die das große Potenzial leider ziemlich verdampfen lassen.

Fangen wir mit der Story an, die sich so leicht gar nicht zusammenfassen lässt. Simon Cable ist ein reicher, versnobter Mann, der sich nach dem Tod seiner Eltern in immer mehr Schwierigkeiten verstrickt. Nach einem Unfall wacht er plötzlich in einem Krankenhaus auf und kann sich an keine Details mehr erinnern. Nur bruchhaft tauchen einzelne Erinnerungen wieder auf und machen alles noch viel schwieriger. Hat er seinen Bruder wirklich getötet? Wer ist dieses mysteriöse Mädchen, das angibt seine Frau zu sein? Warum sind bereits zwei Jahre vergangen, von denen er keinen blassen Schimmer hat? All das wird hier geklärt, wenn auch nicht immer so, wie man sich das vielleicht vorgestellt hätte.

Während der Hauptdarsteller immer noch des Rätselslösung hinterher hechtet, weiß der Betrachter bereits ganz genau, wie es im Finale aussehen wird. Einer, wenn nicht sogar der größte Schwachpunkt im ganzen Film. Denn wenn man bereits in der Mitte erahnen kann, was am Ende passiert, macht das Rätseln doch gar keinen Spaß mehr und man nimmt nur noch provisorisch am Geschehen teil.

Die Charaktere spielen gegen immer gleiche Locations an. Trist, dunkel und farblich sehr eintönig. Bei manchen Werken mag diese Kombination durchaus Sinn machen, hier jedoch kann man sich dank des wirren Verlaufs nicht einmal für die Umgebung begeistern. Man wird als Betrachter mit so vielen Zeitsprüngen konfrontiert, dass selbst die Darsteller nicht mehr zu begreifen scheinen, was momentan eigentlich gespielt wird. Man wird mit der Zeit eben Müde, ständig der Story hinterher zu hecheln.

Ryan Phillipe spielt die Titelfigur so krampfhaft, dass es teilweise recht lächerlich wirkt ihm zuzusehen. Jedoch muss gesagt werden, dass er gegen ein recht schwaches Drehbuch ankämpfen muss. Möglich, dass er bei den vielen Twists und Zeitsprüngen einfach keine richtige Kontrolle für seine Figur gefunden hat. Simon Cable, Hauptakteur im Film, ist so einfach eine leere Hülle, ohne viel Charakter. Was fehlt ist ein Anhaltspunkt, an dem sich der Zuschauer mit dem Protagonist identifizieren könnte. Ein grundsolider Mystery-Thriller ist vorhanden, keine Frage, leider werden die Möglichkeiten aber nicht annähernd ausgeschöpft.

Natürlich muss man „The I Inside“ anrechnen, dass es hierbei immer noch um den Vorläufer von „The Butterfly Effect“ handelt. Jedoch heißt dies aber nicht, dass dieser Streifen auch gleichzeitig besser ist. Klar ist das Thema nett, aber was nützt der beste Inhalt, wenn man nichts Anständiges aus ihm rausholen kann. Es fehlt das gewisse Etwas, was diese DVD-Premiere von der Konkurrenz abhebt. Neben diesen offensichtlichen Schwächen kann der Streifen glücklicherweise auch ein paar positive Eigenschaften verbuchen. Ein rasantes Tempo wird vorgelegt, das bis zum Ende auf einem hohen Level gehalten wird. Die Schauspielerleistungen, abgesehen vom über- oder unterforderten Ryan Phillipe, sind sehr überzeugend und die düstere Geschichte wird in ebensolchen Bilder äußerst ansehnlich präsentiert. Ein netter Snack für Filmgucker, die ähnliche Filme mochten und nun eine Alternative suchen.

>> geschrieben von Torsten Schrader

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