Moviebase Awake

Awake
Awake

Bewertung: 20%

Userbewertung: 40%
bei 67 Stimmen

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Originaltitel: Awake
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 12.12.2008
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 81 Minuten
Studio: Weinstein Company / Kinowelt Filmverleih
Produktionsjahr: 2007
Regie: Joby Harold
Drehbuch: Joby Harold
Darsteller: Jessica Alba, Hayden Christensen, Lena Olin, Terrence Howard, Poorna Jagannathan, Christopher McDonald, Sam Robards, Charlie Hewson, Steven Hinkle, Alexa Karter, Christopher Maggi, Thomas A. McMahon, Jennifer Pedersen, Joshua Rollins, Kae Shimizu

Es ist eine Grundangst des modernen Menschen, der sich in medizinische Behandlung begibt: Während der Operation zwar nach Außen hin alle Zeichen der Narkose zu zeigen und bewegungsunfähig, innerlich aber hellwach und schmerzempfindlich geblieben zu sein. Allein die Vorstellung, jeden Schnitt zu spüren, den die Ärzte tun, ist furchtbar genug. Was aber, wenn das Personal während der OP auch noch über einen herzieht?

Die Schmerzen sind anscheinend Clayton Beresefords (Hayden Christensen) geringstes Problem, während er hellwach auf dem OP-Tisch liegt – jedenfalls werden sie in „Awake“ nur zu Beginn seiner Herztransplantation thematisiert, danach wendet er sich ganz anderen Schwierigkeiten zu. Aus den Gesprächen der Ärzte rund um den Chirurgen Jack Harper (Terrence Howard), Claytons bestem Freund, erfährt er nämlich nach und nach, dass die Operation nicht ganz so durchgeführt wird, wie er sich das eigentlich vorgestellt hatte.

Mag sein, dass Regisseur Joby Harold bereits nach kurzer Zeit aufgefallen ist, dass ihm kein brauchbarer Weg eingefallen ist, Claytons körperliche Schmerzen für den Film zu inszenieren – dem Zuschauer wird jedenfalls nicht entgehen, wie wenig aufregend blutige Nahaufnahmen von schneidenden Skalpellen sind, die mit Christensen Stöhnen und Schreien unterlegt wurden. Vielleicht hat Harold deshalb darauf verzichtet, den physischen Schmerz länger als ein, zwei Minuten nach Beginn der Operation noch zu thematisieren. Der Handlungslogik nach konzentriert sich Clayton stattdessen ganz auf möglichst viele schöne Erinnerungen an seine ihm frisch angetraute Frau Samantha (Jessica Alba). Ganz unproblematisch ist die Ehe nicht, denn seine strenge und sehr besitzergreifende Mutter Lilith (Lena Olin) ist von dieser Verbindung alles andere als begeistert. Und auch an Jack Harpers medizinischen Qualifikationen hat sie erhebliche Zweifel.

„Awake“ bemüht sich nach Kräften, in dem Verwirrspiel, das Clayton von seinem OP-Tisch aus nach und nach aufdeckt, für den Zuschauer falsche Fährten auszulegen. Leider gelingt ihm das nur mäßig; zu stereotyp überzeichnet sind die eingeführten Figuren, als dass man diesen Charakterisierungen nicht misstrauen müsste, und zu durchschaubar sind viele der Voraussetzungen, als dass man nicht von Anfang an den Braten riechen würde. Zumal wenn dem Plot die Glaubwürdigkeit geopfert wird: Dass bei einer Herztransplantation nur zwei Ärzte und eine Krankenschwester anwesend sind, erscheint für eine so komplexe Operation doch etwas unrealistisch.

Aber, zugegeben, Realismus ist für einen Film dieses Themas vielleicht auch nicht der richtige Anspruch – auch die Häufigkeit von intraoperativen Wachzuständen wird im Vorspann des Films wohl eher höher angegeben als realistisch wäre. An der Vorhersehbarkeit und Durchsichtigkeit des Plots (Joby Harold ist auch für das Drehbuch verantwortlich) ändert das natürlich ebenso wenig wie der medizinisch motivierte Plottwist kurz vor Schluss. Letztlich ist die aus den von Clayton belauschten Gesprächen und in Flashbacks durch seine Erinnerungen ans Licht kommende Wahrheit mindestens für jene Zuschauer kein bisschen überraschend, die schon den einen oder anderen Film gesehen haben, der sich an solchen Versteckspielchen versucht.

Immerhin sind die schauspielerischen Leistungen der Protagonisten einigermaßen brauchbar. Im Fall von Hayden Christensen, der als Anakin Skywalker in den neueren „Star Wars“-Filmen bestenfalls hölzern agierte, mag das sogar ein wenig überraschen. Allein Lena Olin vermag es allerdings, ihrer Figur Leben und vor allem Komplexität einzuhauchen: Ihre Lilith Beresford ist ebenso stark wie verletzlich, und ihre besitzergreifende Art, ihr dominantes Auftreten hat, das gehört zu den interessanteren Enthüllungen der Story, ganz bestimmte Gründe.

>> verfasst von Rochus Wolff

90%
xy
geschrieben am 07.01.2011 um 21:00 Uhr
Super Film, hatte seine Höhen und Tiefen.Dann die Wahrheit die recht unvorhersehbar kam war auch gut.Mir kommts vor als würde die Crew die Filme bewerten nur aus Leuten bestehen die alte Filme lieben.Wo dieser Film mit 20% bewertet wird, werden andere alte Filme die halb so gut sind mit 60 oder 70 % bewertet, und das ist bei fast jedem alten Film.Kriterium für viele Punkte ist wahrscheinlich auch das Erscheinungsdatum...
30%
Nek
geschrieben am 13.06.2010 um 18:00 Uhr
Von der Spannung her, war es ein Totalausfall, da völlig vorhersehbar, die Grundidee war aber nicht ganz schlecht.
90%
pat
geschrieben am 13.06.2010 um 17:00 Uhr
Ich bin mal wieder anderer Meinung. "Awake" ist eine Mischung aus Thriller und Drama und dies wird äusserst gekonnt kombiniert. Die Darsteller sind gut aber icht sehr gut (Darum die 10% Abzug). Die Story ist wahnsinnig spanned und es gibt auch des öfteren diese kleinen WTF-Momente die den Film sehr sehenswert machen. Schade das der Film nicht in den deutschen Kinos lief, so wäre nähmlich der Bekanntheitsgrad des Films gestiegen. Mich hat der Film jedoch voll und ganz überzeugt. Die Story und die intensiven Bilder sind einfach nur der Hammer.
80%
StoneSour
geschrieben am 03.06.2010 um 11:00 Uhr
Klasse Film. Ich kann die Kritik gar nicht verstehen. Gute Story und sehr spannend und sehr gute Schauspieler. Zudem ein total gutes Ende !
20%
Hizi
geschrieben am 24.11.2008 um 00:00 Uhr
Kann mich der Review nur anschließen. Von meiner Sicht aus gab der Film einfach zu wenig her. Die Story wäre gut für einen Kurzfilm gewesen. Aber einen ganzen Film mit dem Thema "Wachsein-während-der-OP" zu füllen hielt ich von Anfang an für schwer realisierbar. Von Jessica Alba war man auch schon besseres gewohnt. Is jetzt nicht einmal ein Film wo ich sagen würde kann man sehen muss man aber nicht. Da entgeht einem rein gar nichts.
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