Moviebase Skinwalkers

Skinwalkers
Skinwalkers

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Originaltitel: Skinwalkers
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 02.08.2007
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 89 Minuten
Studio: Red Moon Prod./ Constantin Film
Produktionsjahr: 2007
Regie: James Isaac
Drehbuch: James Isaac
Darsteller: Jason Behr, Elias Koteas, Rhona Mitra, Kim Coates, Natassia Malthe, Sarah Carter, Shawn Roberts, Lyriq Bent, Jessica Huras, Todd Schroeder, David Sparrow, Wendy Crewson, Matthew Knight, Tom Jackson, Rogue Johnston, Barbara Gordon, Scott Anderson, Everton Lawrence, Carl Marotte, Billy Melenhorst, Ramona Pringle

Blutdurst ist ihr Schicksal, der Vollmond ihr Verhängnis.

Die Werwölfe sind wieder los! Das angestaubte Genre bekommt neue Unterstützung in Form von „Skinwalkers“. Jason Isaac, unter anderem verantwortlich für „Jason X“, nahm für den „actiongeladenen Werwolf-Film der schaurig-spannenden Art“ auf dem Regiestuhl Platz und möchte dem Zuschauer nun die Fellbestien auf den Leib hetzen. Das Cover der DVD wurde dazu auch recht ansprechend gestaltet: Scharfe Beißer einer Frau, mit Blut bespritzt, springen dem Kunden da ins Gesicht. Aber wie sooft gilt auch hier: Die Verpackung allein macht’s noch lange nicht…

Es ist die Nacht des Vollmonds, in der aus Menschen grausame Bestien werden, die alles vernichten, was sich ihnen in den Weg stellt. Doch wer glaubt schon an Werwölfe? Auch der 13jährige Timothy war nicht abergläubisch. Bis zu jender verhängnisvollen Vollmondnacht, in der auch er sich plötzlich verändert und in den Kampf zweier rivalisierender Werwolfrudel gerät. Während die eine Gruppe alles versucht, um ihn zu beschützen, will das andere Rudel um jeden Preis seinen Tod. Verzweifelt versucht nun Timothys Mutter hinter das schreckliche Geheimnis zu kommen, das ihren Sohn in den Fängen der Bestien gefangen hält. Doch sie hat wenig Zeit. Denn sobald der blutrote Mond aufgeht, wird das Schicksal ihrer Familie besiegelt sein…

Bekannt ist mir eine solche Story für einen Werwolffilm bisher nicht, weswegen ich auch neugierig den Silberling in den DVD-Player schob. Doch wie ich bereits nach einer knappen Viertelstunde merkte, war das Produkt, welches als „schaurig-spannend“ und „effektgewaltig“ angepriesen wurde, alles andere als eben das. „Skinwalkers“ beginnt rasant mit einer Hetzjagd durch dichte Wälder, durch die Handkamera entsteht wenigstens hier etwas Gruselatmosphäre. Auch der bald folgende Selbstmord des gefangen gehaltenen Mannes überrascht. Und von da an kommt dann die Langeweile ins Spiel.

So wie sich die Geschichte auf dem DVD-Cover liest ist sie leider bei Weitem nicht. Schon nach knapp zwanzig Minuten stehen sich die beiden verfeindeten Rudel – noch nicht in Werwolf-Maskerade – zum ersten Mal gegenüber und laden ihre Knarren durch. Da wird munter drauf los geballert und mitten drin der kleine Bub, der absolut nicht weiß, was da gerade passiert. Ebenso ahnungslos wirkt seine Mutter. Das Publikum schaut verwirrt zu. Das ändern auch nicht die angeblichen Effekte, die man schon überall wesentlich eindrucksvoller zu Gesicht bekommen hat. Neben „Ginger Snaps“ oder Wes Cravens Werwolf-Komödie „Cursed – Verflucht!“ wirken die von den Make Up-Artisten angewandten Kostüme und Masken wie Wollknäuel mit Augen. Doch gerade das sollte bei einem Werwolf-Film das Wichtigste sein. Wenn einem schon die Kreaturen des Horrorfilms keine Angst einjagen können, wer tut das dann?

In „Skinwalkers“ gibt es dafür noch die mittelmäßig agierenden Darsteller. Matthew Knight, der die Rolle des tragischen Helden Timothy übernahm, kann einem wirklich leid tun. Er wird diesen Streifen wohl später als Kindersünde betrachten und hoffentlich in die Schublade „Ich war jung und brauchte das Geld und wusste nicht, was ich tat“ stecken. Ob er bei seinem neuen Projekt „The Grudge 3“ allerdings besser aufgehoben ist, bleibt abzuwarten. Die Frauen fallen einmal mehr durch nervtötende Schreie auf, wenn nicht gerade ein ultraharter Kerl seinen Senf dazu gibt. Die stumpfen Dialoge mit ihren teilweise peinlichen deutschen Synchronstimmen fügen sich wunderbar in das Gesamtkunstwerk, genauso wie die für heutige Verhältnisse recht harmlosen Splattereinlagen. Übrigens: Die haarigen Biester geben sich bis hin zum tösenden Finale recht satt und blutarm.

Es kann durchaus passieren, und das darf man wirklich niemandem übel nehmen, dass irgendwann auch das letzte Quentchen Interesse an „Skinwalkers“ verflogen ist – bevor der Streifen mit dem Abspann beginnt. Um das Werwolf-Genre gebührend wieder aufleben zu lassen bedarf es schon etwas mehr Hingabe und Ehrgeiz. „eXistenZ“, bei dem Isaac für die Special Effects zuständig war, zeigte da noch etwas völlig anderes, überzeugte mit krasser Geschichte und Spannung. All das vermisst man in „Skinwalkers“ in jeder Sekunde. Ob der Regisseur sich bei seinem vorherigen Film „Jason X“ so verausgabt hat, dass für den Werwolfstreifen nichts mehr übrig blieb?

Optisch bietet die DVD einwandfreies Bild, der Film wird voraussichtlich ab 16 Jahren freigegeben (aber wir kennen ja die liebe FSK…). Als Extras stehen ein zehnminütiges Making Of sowie Interviews (25 Minuten), Deleted Scenes (5 Minuten), eine Gunshot-Animation (4 Minuten), die Visual Effects (4 Minuten) und Darsteller-Infos zur Anschau bereit. Das ist erfreulich, rettet „Skinwalkers“ aber nicht davor, im Regal zu verstauben. Mögen die Werwölfe ihn holen…

>> verfasst von Janosch Leuffen

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