Moviebase Re-Cycle

Re-Cycle
Re-Cycle

Bewertung: 86%

Userbewertung: 90%
bei 45 Stimmen

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Originaltitel: Gwai wik
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 23.02.2007
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: Unbekannt
Lauflänge: 108 Minuten
Studio: Universe Films/ Splendid Film
Produktionsjahr: 2006
Regie: Danny Pang, Oxide Pang Chun
Drehbuch: Danny Pang, Oxide Pang Chun
Darsteller: Angelica Lee Sin Je, Rain Li, Lawrence Chou, Ekin Cheng, Lau Siu Ming

Ich weiß nicht wer ich bin... Wir haben keine Namen.

Vor langer Zeit war es nur einer kleinen Zielgruppe vorbestimmt, asiatisches Filmgut in Betracht zu nehmen. Mangels fähiger Händler, geringer Verbreitung des Internets und exorbitanter Importkosten war die Einfuhr schwierig und die Auswahl groß. Von diesem Problem kann in der heutigen Zeit keine Rede mehr sein. Filme der westlichen Regionen überschwemmen die deutsche Landschaft, sowohl auf DVD als auch im Kino. Im Zuge dieses Booms, der auch heute noch anhält und immer wieder die ein oder andere Filmperle an den Strand spült, machten sich natürlich auch die Pang Brothers einen Namen. Pang, dieser Name steht für die Brüder Oxide und Danny, die mit mehr oder minder guten Filmen die Welt eroberten und es auch heute noch tun.

Jenseits vom üblichen Geister-Einerlei, bei dem dunkelhaarige Mädchen als Schreckgestalten vor die Leinwand treten, verschlägt es uns beim aktuellen Ausflug in die Welt des Vergessenen. Bereits vergessen ist auch so manches Werk der Jungregisseure, die im Wechsel von Auftragsarbeit auf Innovation springen können. Vergessen werden sollte wirklich, dass „The Eye 2“ und „The Eye 10“ aus der gleichen Schmiede stammen wie „Ab-normal Beauty“ oder eben jener „Re-Cycle“, den wir in dieser Besprechung behandeln. Mit „The Messengers“ wagte sich das Duo erstmals auf amerikanischen Boden und trifft im kommenden Jahr zugleich auf US-Kinos. Auch hier sollte die Devise lauten „Weniger ist oft mehr“. Bereits vor Kinostart beraumte Sam Raimi die ersten Nachdrehs an, die unglücklicherweise nicht den Asiaten zuzuschreiben sind. Raimi scheint zufrieden. Wir auch?

Chu Xun, eine erfolgreiche Autorin, die mit ihrem Erstling einen beachtlichen Erfolg ablieferte und nun mächtig unter Druck steht. Kann ihr neues Buch, das mystische Re-Cycle, die hohen Erwartungen der Leserschaft erfüllen? Was passiert, wenn dem nicht so ist? Getrieben von der Macht, etwas Wundervolles zu vollbringen, macht sie sich an die Arbeit. Hilfreich ist das Auftauchen des lange verschollenen Ex-Freundes hier nun wirklich nicht. Schlimmer kommt noch hinzu, dass Chu von einem merkwürdigen Wesen verfolgt zu werden scheint. Immer mehr im Unklaren, hinter welcher Fasade die wahre Wirklichkeit steckt, nimmt sie den Kampf gegen das Böse auf und schöpft Energie durch die Einfälle, die die Vorfälle für ihr Buch bereithalten.

Weniger als reinrassiger Horrorfilm versteht sich „Re-Cyle“. Schon zu Beginn, die Credits rollen über den Bildschirm, fühlt man sich eher an ein gutes Adventure auf der heimischen Konsole erinnert. Auch im weiteren Verlauf offenbart sich der anfängliche Glaube. In einzelne Kapitel unterteilt, muss sich der Zuschauer jedes kleine Puzzelteil selbst erarbeiten, wenn auch weniger interaktiv, da wir dem Geschehen in Form einer fortlaufenden Handlung folgen und dementsprechend auf die Fähigkeiten der Hauptakteurin vertrauen müssen. Dennoch ist das Gefühl des Abenteuers allgegenwärtig. Zuletzt war eine derartiges Gefühl bem Betrachten von „Silent Hill“ vorhanden. Auch sonst verbindet beide Filme das gewisse Etwas. Aus der Not flüchten wir in eine andere Welt. Gefahren herrschen vor und die Umwelt verändert sich kontinuierlich.

Was hier bei einem Budget von nur 5 Millionen Dollar an Effekten aufgefahren wird, ist wirklich beeindruckend. Die Welt von „Re-Cycle“ lebt von der visuellen Stärke des „Alb“traums, in dem sich Chu befindet. Wilde Häuserschluchten, die sich lebenden Toten öffnen, wandelnd nach Erlösung auf den staubigen Straßen, vermitteln nur einen kleinen Teil des Universums. Insgesamt sechs Ebenen gilt es zu bestreiten, was uns einem Adventure dann wieder am nähesten bringt. Unterschiedlicher könnten sie nicht sein. Farbfilter und Farbebenen legen sich dabei wie ein Schleier über das Bild und machen aus einer Location einen fremdartigen Ort.

Mit asiatischer Mythologie wurde beim Aufbau nicht gespart. Immer wieder finden sich kleine Anspielungen auf die westliche Geisterwelt. Über eine Brücke, die so zum Beispiel auch in „Chihiros Reise ins Zauberland“ auftauchte, durchwandern die Toten die Welt des Diesseits ins Jenseits. Diese kleinen Details sind dann jedoch nur für Kenner auffindbar. Die Rolle der Chu Xun wird von Angelica Lee verkörpert, die neben ihrer Funktion als Augenweide auch noch überzeugend schauspielert. Über den gesamten Verlauf begleiten wir die Autorin auf der Suche nach dem Ausgang und erleben sie dabei in den unterschiedlichsten Emotionsphasen. Die Brüder scheinen überzeugt von ihr, denn nach „The Eye“ meistert sie hier bereits den zweiten Auftritt in einem Pang-Film.

Begeistert über den starken Anfang, fällt „Re-Cyle“ in ein spannungsleeres Loch, aus dem es sich mit mühseliger Arbeit wieder heraus zu graben gilt. Den größten Knackpunkt stellen langwierige Passagen dar, die von gefühlsduseliger Musik untermalt, nicht recht zu passen scheinen. Das Spannungsbarometer wird einer Berg- und Talfahrt ausgesetzt und endet dabei auf gehobener Stufe. Gruseliger Erfahrungen hinterlässt „Re-Cycle“ vor allem zu Beginn. Schnelle Schnitte und plötzlich auftauchende Geister stellen dabei jedoch keinen Rekord in Sachen Innovation auf. Die Geister glänzen in einigen Szenen mit überzeugender Darstellung, während auf der anderen Seiten Massenaufläufe grau angemalter Wesen stehen, die so gar kein Gefühl von Angst aufkommen lassen wollen.

Eines muss man beiden Regisseuren auf jeden Fall zu Gute halten: eine faszinierende Welt voller Mythen können sie meistern. Auch wenn sich am Ende rausstellt, einem faulen Zauber und einer dünnen Hintergrundgeschichte aufgelaufen zu sein, hinterlässt „Re-Cyle“ doch ein wohliges Gefühl in der Magengegend. Wenn die Ideen nicht aus Asien kommen, wer soll sich wohl sonst darum kümmern? Wir ziehen die roten Lackschuhe an, schlagen genau drei Mal die Fusssohle zusammen und wiederholen „Es ist nirgendwo besser als daheim“. Mit diesen Worten lassen wir Euch in der wundersamen Welt dieses fabelhaften Grusel-Märchens zurück.

>> geschrieben von Torsten Schrader

90%
Esko Nikuinen
geschrieben am 15.01.2010 um 23:00 Uhr
Der Film war der Hammer ^^ Auch wenn einige Parallelen zu Silent Hill aufgekommen sind (Die Schlucht, die sich auflösende Welt, der teils dichte Nebel) Dennoch kann der Film echt viel bieten. Eine Horror-Fantasy Odysee durch verworfene Welten. Das Ende war verdammt traurig und herzergreifend und wird sicherlich in dem einen oder anderen etwas wecken, denn es behandelt ein modernes Thema. Mehr will ich dazu aber nicht verraten. Ich gebe dem Film 90 von 100 Punkten, weil die "Zombies" nun doch nur wie geschminkte/maskierte Menschen aussahen... Was den Gruselfaktor erheblich erhöht hätte wären weiße Kontaktlinsen bei den Zombie-Darstellern gewesen. Die noch zu menschlichen Augen nahmen dem Film etwas viel Grusel. Dennoch ist der Film absolut empfehlenswert, denn es bietet Gefühl, Spannung, Schockmomente und eine atemberaubende Welt
10%
mausch
geschrieben am 11.09.2009 um 11:00 Uhr
also ganz ehrlich, die erste halbe stunde war gut, danach...naja...was das visuelle angeht sind die bilder sehr schön, aber storytechnishc unter aller kanone, hab 40 minuten angefangen zu nörgeln wann der film denn endlich vorbei ist. mensch hab ich mich gelangweilt...sorry, einfach nur schlecht!
90%
netzhaut
geschrieben am 19.11.2006 um 01:00 Uhr
ich schliesse mich meinem vorredner in allen punkten an. es ist eine beeindruckende welt in die man während des films eintaucht. besonders auf emotionaler ebene wird man von re-cycle mitgerissen und selbst nach ende des films nicht so schnell losgelassen. die effekte überzeugen bis zum schluss und hamonieren perfekt mit sound und umgebung. das benutzte und stehts wechselnde farbspektrum fand ich für meinen teil am gelungensten.
90%
2shy
geschrieben am 28.10.2006 um 22:00 Uhr
Nachdem die Pang-Brüder mit "Bangok Dangerous" und den "The Eye"-Filmen audiovisuell interessante, aber nicht immer dramaturgisch gelungene Geisterfilme erschaffen haben, ist ihnen mit "Re-Cycle" meiner Ansicht nach das bisher eindeutig beste Werk gelungen. Der Film beginnt mit einer Art komprimierten Version der bisherigen Geisterfilme, in der unheimlich viele altbekannte Kameratricks mit neuen gemischt werden, aber im Grunde nichts bahnbrechend neues Dargestellt wird. Ab dem Weltenwechsel offenbart der Film jedoch seine tatsächliche Kraft. Was hier an audiovisuellen Ideen und Einfällen im Art Design vom Zaun gebrochen wird, ist schlicht beeindruckend. Dabei wechseln die Szenarien und Situationen in ihrer Stimmungslage von extrem schockierend über sehr skurril bis hin zu wunderschön melancholisch. Mich persönlich konnte der Film auch auf der emotionalen Ebene in seinen Bann ziehen und ich sehe es nicht als Nachteil, dass die Grundgeschichte weniger komplex ausgefallen ist. Umso wichtiger und gut vermittelt halte ich Philosphoie bzw. die Botschaft, die mit diesem Film vermittelt werden soll.Welche das ist?Findet es heraus und schaut Euch diesen Film an! Er hat Aufmerksamkeit verdient.
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