Moviebase Meg

Meg
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Bewertung: 40%

Userbewertung: 40%
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Originaltitel: MEG
Kinostart: 09.08.2018
DVD/Blu-Ray Verkauf: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: Unbekannt
Studio: New Line Cinema/ Blue Tulip
Produktionsjahr: 2008
Regie: Jon Turteltaub
Drehbuch: Jon Turteltaub
Darsteller: Li Bingbing, Cliff Curtis) Rainn Wilson, Ruby Rose, Winston Chan, Page Kennedy, Jessica McNamee, Ólafur Darri Ólafsson, Robert Taylor, Sophia Shuya Cai, Masi Oka

Die Verfilmung des Romanbestsellers „Meg“, in dem ein gigantischer Urzeithai für Angst und Schrecken sorgt, ist ein Paradebeispiel für die gefürchtete Entwicklungshölle Hollywoods, von der man immer wieder hören und lesen kann. Seit der Veröffentlichung des Buches im Jahr 1997 wurde an einer Leinwandversion gebastelt, doch wirklich voran kamen die Planungen, auch bedingt durch einen Studiowechsel, nicht. Unterschiedliche Regisseure – etwa „Hostel“-Schöpfer Eli Roth – zeigten Interesse an dem Stoff, verabschiedeten sich aber irgendwann aus dem Projekt, bis schließlich Jon Turteltaub („Duell der Magier“) das Zepter übernahm. Unter seiner kreativen Leitung kommt die knapp 150 Millionen Dollar schwere Adaption nun tatsächlich auf die Leinwand, erweist sich aber als enttäuschend zahnloses Multiplex-Konstrukt mit nicht gerade wenigen Leerlaufpassagen.

Voller Vorfreude stattet der milliardenschwere Investor Morris (Rainn Wilson, „The Boy“) der von ihm finanzierten Hightech-Unterwasserforschungsstation Mana One einen Besuch ab, wo ihm der Meereswissenschaftler Dr. Zhang (Winston Chao, „Skiptrace“) und dessen Tochter Suyin (Li Bingbing, „Guardians of the Tomb“) eine bahnbrechende Expedition vorstellen wollen. Ein dreiköpfiger Erkundungstrupp dringt mit einem kleinen U-Boot in eine bislang unerforschte Ozeanschicht vor, wird dort unten jedoch von einem riesigen Ungetüm gerammt und ist plötzlich nicht mehr manövrierfähig. In seiner Not wendet sich Zhang an den einstigen Tiefseeretter Jonas Taylor (Jason Statham, „The Expendables 3“), der sich seit dem tragischen Ausgang seines letzten Einsatzes vor fünf Jahren aus dem Bergungsgeschäft zurückgezogen hat. Seine anfangs ablehnende Haltung gibt der Tauchexperte auf, als er erfährt, dass sich seine Ex-Frau Lori (Jessica McNamee, „Battle of the Sexes – Gegen jede Regel“) unter den Eingeschlossenen befindet. Die Befreiung der festsitzende Forscher ist allerdings nur ein Teil des Problems. Immerhin streift auf dem Grund des Meeres ein sogenannter Megalodon, ein gigantischer, ausgestorben geglaubter Urzeithai, umher, von dessen Existenz Taylor schon vorher überzeugt war.

Sein beachtliches Produktionsvolumen sieht man „Meg“ zumindest phasenweise an. Die weit vor der Küste Chinas liegende Mana-One-Plattform fällt angemessen futuristisch und pompös aus. Der titelgebenden Raubfisch wiederum übertrumpft mühelos seine lächerlich getricksten Kollegen, die dem Publikum in den inzwischen ermüdend kalkulierten Gaga-Abenteuern der „Sharknado“-Reihe präsentiert werden. Und auch die handwerklich überzeugenden Actionsequenzen lassen erahnen, dass den Machern umfangreiche Mittel zur Verfügung standen. Die schicke, auf Hochglanz polierte Optik kann jedoch nicht verschleiern, dass dem kruden, weitestgehend unblutigen Treiben Ecken und Kanten fehlen. Jason Statham bringt mit seiner kernigen Performance fraglos Schwung in die Konfrontation zwischen Mensch und Urzeitmonster, steht in einer ungelenk zusammengestoppelten Erzählung aber häufig auf verlorenem Posten.

Eine kunstvoll arrangierte Story erwartet angesichts der absurden Prämisse freilich niemand. Etwas mehr Sorgfalt beim Drehbuchaufbau wäre dennoch wünschenswert gewesen. Halbherzig und lustlos handeln Turteltaub und seine Autoren beispielsweise das im Prolog etablierte Trauma Taylors ab, aus dem ein halbwegs reizvolles Charakterbild hätte entstehen können. Wenig Interesse zeigt der Film zudem für seine weiblichen Figuren, denen bloß Alibiaufgaben zufallen. Selbst Suyin verharrt die meiste Zeit in der undankbaren Rolle einer Stichwortgeberin und muss die echte Rettungsarbeit dem Alleskönner Jonas überlassen. Zum Augenrollen ist neben albernen Pathoseinlagen und dem manchmal himmelschreiend dämlichen Verhalten der angeblichen Meeresspezialisten auch die Beliebigkeit, mit der nach einigen eher zähen, langatmigen Abschnitten im zweiten Akt auf der Zielgeraden für gesteigerte Dramatik gesorgt werden soll. Nicht erst hier muss man konstatieren, dass der 2016 von Jaume Collet-Serra vorgelegte, weitaus günstiger produzierte Hai-Thriller „The Shallows – Gefahr aus der Tiefe“, in dem Blake Lively als bedrängte Surferin brillierte, deutlich spannender geraten ist und den Zuschauer viel stärker in den Überlebenskampf seiner Protagonistin involviert.

>> von Christopher Diekhaus

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