Moviebase Number 23, The

Number 23, The
Number 23, The

Bewertung: 60%

Userbewertung: 65%
bei 41 Stimmen

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Originaltitel: Number 23, The
Kinostart: 22.03.2007
DVD/Blu-Ray Verkauf: 03.08.2007
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: Unbekannt
Studio: Warner Bros. Pictures
Produktionsjahr: 2007
Regie: Joel Schumacher
Drehbuch: Joel Schumacher
Darsteller: Jim Carrey, Virginia Madsen, Logan Lerman, Danny Huston, Michelle Arthur, Lynn Collins, Maile Flanagan, Shannon Gayle, Tom Lenk, Lesli Margherita, Rhona Mitra, Mark Pellegrino, K.T. Rowe, Corey Stoll, Ed Lauter, Troy Kotsur, Coier Amerson, Patricia Belcher, Paul Butcher
Geschichten über Menschen, die langsam die Kontrolle über ihren Verstand verlieren, wohnt eine unbeschreibliche Tragik inne. Nicht mehr Realität von Fiktion unterscheiden zu können, nicht mehr Herr über die eigenen Sinne zu sein, das erschüttert unser gesamtes Koordinatensystem in seinen Grundfesten.

Auch in Joel Schumachers – Achtung – 23. (!) Regiearbeit stellt sich der Held (Jim Carrey) die Frage, wem er noch trauen kann und vor allem was überhaupt noch real ist. Denn als er von seiner Frau (Virginia Madsen) ein Buch mit dem geheimnisvollen Titel Number 23 eines unbekannten Autors geschenkt bekommt, beginnen sich die Dinge für den Hundefänger Walter in eine äußerst unangenehme Richtung zu entwickeln. Plötzlich glaubt er, dass es sein Leben ist, das in dem Roman beschrieben wird. Er liest von einer Kindheit, die seiner auf eine frappierenden Weise ähnelt, von einem Vater, der seinem Sohn niemals nahe war, von einer mysteriösen Nachbarin, die tot in ihrem Haus aufgefunden wurde und so weiter. Nur der Fortgang der Geschichte will nicht wirklich zur Walters Situation passen. Denn sein Alter Ego, eigentlich ein Cop, der einem Rätsel um die Zahl 23 auf der Spur ist, begeht darin ein schreckliches und folgenschweres Verbrechen.

Sukzessive führt uns der Film weg von Walters scheinbar bürgerlicher Existenz, hinein in die wilde, kalte und düstere Welt des Romans, die sich wie ein Virus in Walters Leben zu fressen scheint. Bald kann dieser keinen klaren Gedanken mehr fassen. Immerzu muss er an das Buch und die omnipräsente Zahl 23 denken. Wie Karl Koch in Hans-Christian Schmids Hacker-Drama 23 verfällt er der seltsamen Magie dieser zwei Ziffern. Egal ob Geburtstag, Hochzeitstermin, die Attentate vom 11. September oder der Hinrichtungstermin von Ted Bundy, alles lässt sich nach Walters Meinung auf die 23 zurückführen.

Schon lange hat Jim Carrey mit seinem Image als ewig gut gelaunter Spaßmacher und Grimassenschneider gebrochen. Die Truman Show und Vergiss mein nicht! markierten bislang die Höhepunkte seiner Karriere im Charakterfach. In Number 23 darf er – salopp formuliert – die Sau rauslassen und sich in dramatischen Posen, heftigen Gefühlsausbrüchen und finsterer Mimik ergehen. Wer vom Film folglich eine Überdosis Carrey erwartet, dürfte mit Sicherheit nicht enttäuscht werden. All diejenigen, die jedoch zugleich einen packenden und intelligenten Thriller sehen möchten, kommen nur begrenzt auf ihre Kosten. Number 23 gehört zu der Sorte von überambitionierten Genreproduktionen, die mit den letzten Minuten über Gebühr an Strahlkraft einbüßen.

Was zunächst als Mix aus klassischer Film Noir-Handlung im höchst ästhetischen Sin City-Look und einem offenkundig von Stephen King inspirierten Mystery-Puzzle überaus gut unterhält – Walters Paranoia setzt Schumacher über entfesselte Kamerafahrten und visuelle Entfremdungseffekte höchst eindrucksvoll in Szene – löst sich in einem über Gebühr melodramatischen Finale vollständig in Luft auf. Viel Lärm um fast Nichts. Ohne die Pointe an dieser Stelle zu verraten, kann gesagt werden, dass sich der Plot in eine Auflösung verrennt, die gleichsam banal und platt daherkommt. Alles garniert mit einer hoffnungsvollen Botschaft, welche das zuvor erstarrte Herz des Zuschauers wieder zum Schlagen bringen soll.

Dass sich der Film wie ein eitler Pfau vor seinem Publikum aufplustert und auf diese Weise mehr darstellen will als an Substanziellem tatsächlich in ihm steckt, erweist sich schlussendlich als das größte Manko. Carreys Blicke und Gesten werden ohne Unterlass mit bedeutungsschwangerer Musik unterlegt. Dabei funktioniert die Odyssee zwischen surrealem Pulp-Krimi und Shining-eskem Vexierspiel gerade solange, wie Schumacher vor allem seiner Lust für Bilder nachgeht und mit ironischen Zitaten an die bekannten Vorbilder spielt. Die Aufnahmen in der Wohnung der „Suicide Blonde“ stehen beispielhaft für eine fantasiereiche, distinguierte Ästhetik des Verfalls.

„I hope, they’ll never make a movie out of this!“ sagt Walter in weiser Voraussicht an einer Stelle zu seinem Sohn über das geheimnisvolle Buch. Soviel beherzte (Selbst-)Ironie bleibt leider die Ausnahme.

>> verfasst von Marcus Wessel

80%
Ahiru
geschrieben am 13.10.2007 um 09:00 Uhr
Da ich Verschwörungstheorien toll finde hat der Film mich gleich angesprochen, die Bilder und die Story sind nicht schlecht.
90%
Hill_Bill
geschrieben am 12.10.2007 um 10:00 Uhr
Den negativen Kritiken kann ich mich hier absolut NICHT anschliessen! Ich fand den Film absolut genial (vor allem den perfekt inszenierten Hauptcharakter) Und ich möchte nicht wissen welche Ansprüche #12 an einen Film hat um ihm ein vernünftiges Voting zu geben... Wenn er Sex und Gewalt braucht sollte er sich Snuff besorgen!
40%
#12
geschrieben am 19.06.2007 um 19:00 Uhr
Obwohl der Film hier bis jetzt nur mittelmässige bis gute Kritiken bekommen hat, finde ich das sich der Film leider doch etwas drunter ansiedeln sollte!!Während der Film noch relativ gewöhnlich anfängt, mit einem Mann der nicht genug Freunde für eine Geburtstagsparty hat, seiner Frau, die die Party mit Ihren Freunden macht und natürlich denn Sohnemann! Nur leider kommt ihm ganzen Film nie richtig Spannung auf! Und die vorhandene löst sich im "Ich suche die Zahl 23" Wirrwarr auf! Warum man denn Film ab 16 freigegeben hat ist mir aber das größte Rätsel, da der Film weder Sex noch umschweifende Gewaltszenen enthält! Nur der Selbstmord, der aus dem Buch "23" erfunden Frau könnte zu bedenken führen!! Aber Sorry damit kann man heutzutage kein 10 Jähriges Mädchen mehr erschrecken!
90%
renö
geschrieben am 22.05.2007 um 12:00 Uhr
Fantastisch...der Film ist sehr gut gelungen. visuell sowieso. Der Film hat alles, Moral, Drama, Horror, Thrill, Action und ein mords tempo.....hab ihn bisher 4 mal gesehen und bekomm nicht genug....17 hab ich noch vor mir hehehe
70%
MarkMcGrath1
geschrieben am 09.05.2007 um 13:00 Uhr
Ich muss sagen, der Film war ganz gut! Jim Carrey nimmt man -wer hätte das gedacht- diese ernste Rolle ab und auch die Geschichte ist ganz gut. Leider fehlt irgendwie das letzte gewisse Etwas für eine bessere Bewertung!
80%
DeadPoet
geschrieben am 01.05.2007 um 21:00 Uhr
Ja, so gings mir ähnlich, hatte kurz die Kritik überflogen, und nichts erwartet, und wurde angenehm überrascht.Vielleicht find ich den Film deshalb viel besser, weil mir die Auflösung gefallen hat und diese auf seine Weise auch einigermaßen glaubhaft war, auch wenn sicherlich ein , zwei Punkte in der Story argh konstruiert waren.Zur Empfehlung frei gegeben. ;)
80%
Hai 84
geschrieben am 28.03.2007 um 13:00 Uhr
Aufgrund der schlechten Kritik, die hier herrscht, hätte ich diesen Film fast entgehen lassen - was ich aber nicht getan habe und damit auch gut gefahren bin...Der Film ist durchwegs gelungen...wer sich schon immer mit Zahlenkombinationen und deren geheimnisvollen Bedeutungen begeistern konnte, wird von diesem Film sowieso in den Bann gezogen. Alle anderen bekommen einen interessanten Mix aus Drama, Mysterythriller und einigen Psycho-Horror Elementen präsentiert, welche sich erstaunlich gut ergänzen. Die Zusammenführung zwischen dem Buch und der eigentlichen Story ist mehr als gut gelungen, am Ende bleiben keine Fragen mehr offen...außer wie oft man persönlich über die Zahl 23 in seinem Leben stolpert ;-)
70%
Rock_Holiday
geschrieben am 24.03.2007 um 08:00 Uhr
Sicher nicht der ganz große Wurf, aber nach diesem Review gestern im Kino doch mehr Spaß gehabt als gedacht. Und endlich mal wieder ein originärer Film, kein Remake oder Sequel. Leider viel zu selten geworden zeigt der Film durch sein Drehbuch Mut, welcher offensichtlich zwischen Hostel 2 und Saw 3 einerseits und The Hitcher, TCM und Halloween verloren gegangen ist.
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