Moviebase Disturbia

Disturbia
Disturbia

Bewertung: 72%

Userbewertung: 65%
bei 121 Stimmen

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Originaltitel: Disturbia
Kinostart: 20.09.2007
DVD/Blu-Ray Verkauf: 07.02.2008
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 104 Minuten
Studio: DreamWorks/ UIP
Produktionsjahr: 2007
Regie: D.J. Caruso
Drehbuch: Christopher B. Landon, Carl Ellsworth
Darsteller: Shia LaBeouf, Sarah Roemer, Carrie-Anne Moss, David Morse, Aaron Yoo, Jose Pablo Cantillo, Matt Craven, Viola Davis, Luciano Rauso, Elyse Mirto, Suzanne Rico, Rene Rivera, Amanda Walsh, Charles Carroll, Gillian Shure, Brandon Caruso, Daniel Caruso, Kevin Quinn, Kent Shocknek

Das Grauen lauert in Suburbia, hinter herausgeputzten Gärten und schicken Fassaden nobler Einfamilienhäuser. Seit American Beauty wird dem wohl niemand ernsthaft widersprechen wollen. In Anspielung an die typisch amerikanischen Vororte – Suburbs genannt – trägt Disturbia den Ort des Grauens bereits im Titel. Dabei könnte das Leben in dieser brüchigen Martha Stewart-Fantasie doch so unbeschwert und entspannt sein. Für Kale (Shia LaBeouf) ist es ein Gefängnis. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem der Teenager von einem Gericht zu drei Monaten Hausarrest verurteilt wurde, versucht er sich mit Videospielen, Fernsehen und dem Surfen im Internet die Zeit zu vertreiben. Doch irgendwann beginnt er seine Nachbarn zu beobachten. Erst aus Langeweile, dann, weil er zunehmend davon fasziniert ist, in das Leben anderer einzutauchen.

Besonders hat es ihm die attraktive Ashley (Sarah Roemer) angetan. Das Mädchen ist mit ihren Eltern gerade in das Haus nebenan eingezogen. Obwohl sie bemerkt, dass Kale sie mit dem Fernglas beobachtet, kommen sich beide bald näher. Nach einigen mysteriösen Zwischenfällen glauben die Teenager, ihr Nachbarn (David Morse) sei ein gesuchter Serienmörder. Kale ist überzeugt, dass sich im Haus gegenüber schreckliche Dinge abspielen, doch Beweise hierfür kann er keine vorbringen. Nur das, was er mit seinen eigenen Augen gesehen hat, will ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Wem an dieser Stelle die Grundkonstruktion des voyeuristischen „Ich-sehe-was-was-Du-nicht-siehst“-Spiels bekannt vorkommt, der dürfte mit der Geschichte vermutlich Alfred Hitchcocks Suspense-Klassiker Das Fenster zum Hof in Zusammenhang bringen. Zwar ist Shia LaBeouf nicht James Stewart und auch Sarah Roemer sieht nicht ganz so betörend wie seinerzeit Grace Kelly aus, dennoch lässt sich die Story von Christopher Landon und Carl Ellsworth eindeutig als Hommage an Hitchcocks Glanzstück interpretieren. Dabei verpassen die Filmemacher dem mittlerweile über 50 Jahre alten Vorbild ein zeitgemäßes Facelifting. Schließlich soll sich die jugendliche Zielgruppe des Films gut unterhalten fühlen.

Die Besetzung mit Shia LaBeouf war diesbezüglich der erste und wichtigste Coup. Hollywoods neuer Shooting-Star ist vor allem dann gut, wenn er wir schon in Transformers den netten, leicht verpeilten Jungen von nebenan spielen darf. In Disturbia verkörpert glaubhaft das emotionale Chaos, in das seine Filmfigur nach dem Tod des Vaters geworfen wird. Dieser starb bei einem tragischen Verkehrsunfall, für den sich Kale noch heute die Schuld gibt. Als Identifikationsfigur ist LaBeouf für das Gelingen des Films unabdingbar. Immerhin wurde der Plot von der ersten Szene bis zum adrenalintreibenden Finale komplett auf ihn zugeschnitten. Gerade weil Kale nicht als ein mutiger Draufgänger vorgestellt wird, wirkt LaBeoufs sympathische Everybo(d)y-Attitüde hier so passend. Kale hat bei all dem, was er tut, mindestens so große Angst wie der Zuschauer, der ihm dabei über die Schultern guckt.

Auch wenn der Film mit technischen Fetischen wie Apples Musikladen iTunes oder der Spielekonsole Xbox ausstaffiert wurde, kommt der eigentliche Plot angenehm „oldschool“ daher. Hier wird ein Junge kopfüber in eine Situation geschmissen, die viel zu groß und undurchsichtig für ihn ist. Regisseur D. J. Caruso, der mit Taking Lives bereits einen Serienkiller-Stoff verfilmte, erweist sich dabei als solider Handwerker. Schnörkellos und mit einer dem Genre angemessenen Geradlinigkeit inszenierte er dieses Hitchcock-Rip Off. Vor allem aber sorgt er dafür, dass man auch als Kenner des Originals seinen Spaß an der Neuauflage haben kann. So wurde auf ein bloßes Kopieren von Szenen und Einstellungen glücklicherweise verzichtet.

Mit zunehmender Laufzeit zieht Caruso die Spannungsschraube immer weiter an. Dann erhält auch David Morse endlich seinen großen Auftritt. Der Charakterdarsteller, dessen Spiel zuweilen an den großen Anthony Hopkins erinnert, ist geübt im Umgang mit dem Dunklen und Abseitigen. Als biederer Nachbar Mr. Turner lädt er zu einem Rendezvous mit dem Teufel. Natürlich kann die folgende Auflösung nicht überraschen. Natürlich wird jeder, der jemals einen thematisch ähnlich gelagerten Thriller gesehen hat, wissen, in welche Richtung sich die Geschichte letztlich entwickeln wird. Dafür stimmt Disturbia aber auf der bekannten Klaviatur die richtigen Töne an. Angesichts der zahllosen peinlichen bis grotesk platten Genre-Vertreter ist das schon eine ganze Menge.

>> verfasst von Marcus Wessel

100%
Kate
geschrieben am 16.05.2010 um 18:00 Uhr
Beim Schauen dieses Filmes (besonders in den ersten Minuten) denkt man sich: "Na kenn ich das denn nicht?" Und die Antwort ist wenig überraschend: Ja man kennt die Story. "Das Fenster zum Hof" aus dem Jahre 1954 von Alfred Hitchcock bedient sich einer ähnlichen Geschichte. Doch es wird der Film als solcher bewertet und nicht im Vergleich zu großen Vorbildern. Und hier ist zu sagen, dass es sich um einen durchaus sehenswerten Film handelt. Geschichte und Umsetzung sind gelungen. Die Schauspieler vermitteln ein durchaus passendes jugendliches Bild. Daher ist der Film auch wohl eher für die Generation 16-24, da gerade diese Gruppe sich noch am ehesten mit der Geschichte und den Schauspielern identifizieren können. Auch der Konflikt Mutter-Sohn, Hausarrest und die Tatsache, dass die Mutter dem Sohn seine Playstation als Strafe wegnimmt, dürfte einem 30 Jährigen nicht mehr ganz so entsprechen, wie Jugendlich, die noch mit diesen Konflikten zu kämpfen haben.Mein Fazit: Dieser Film ist sehenswert.
40%
Freier Filmkritiker
geschrieben am 08.02.2010 um 19:00 Uhr
Den Film, kann man getrost als Komödie bezeichnen. Mehr als drei viertel des Filmes ist im Stile von American Pie gehalten, wobei es hier aber wesentlich angezogener und leider nicht so witzig zugeht. So erlebt Ihr hauptsächlich zwei pupertierende Jungs die einer neuen Nachbarin hinterherstellen, aber auch einem Nachbar der anscheinend ein Mörder ist. Es muss nicht immer Blut sein aber solche "Nachbar-Verdächtigungsfilmchen" gab es schon in den 80ern zuhauf. Nur viel besser z.B. "Fright Night". Erst in den letzten 10 Minuten wird es in Disturbia ein wenig spannender. Bis dahin ist es aber euch aufgrdun der lahmen erzählweise fast schon egal ob der Nachbar wrklich ein Mörder ist oder ist. Für Filmeinsteiger die den ganz kleinen Horror in Verbindung mit Komödie suchen ist der Streifen einen Blick wert. Echte Horrorfans können den Film getrost in der Videothek stehen lassen.
80%
Tom SAWyer
geschrieben am 15.06.2009 um 16:00 Uhr
Guter, spannender Film!
100%
Hizi
geschrieben am 24.11.2008 um 01:00 Uhr
Wirklich genialer Film. Abgesehen von den Paralellen zu einem Gewissen Film ist er wirklich sehr Up-2-Date. Er ist modern aber trotzdem klassisch von den Stilmitteln gehalten. Shia LaBeouf überzeugt in seiner ersten großen Hauptrolle mehr als gut geschlagen und ist seit dem einer der ganz großen (siehe Transformers und Indy 4). Sarah Roemer macht ihr Ding ganz gut. Eben das Unnahbare Girl Next Door. Alles ganz gut verstrickt und gute Kameraarbeit. Ebenfalls gut im Schnitt. Disturbia Rockt!
100%
final90
geschrieben am 30.08.2008 um 15:00 Uhr
einfach hammer thriller ,den muss man gesehen haben ^^geile schauspieler vor allem sarah roemer xD
80%
makukn
geschrieben am 30.03.2008 um 10:00 Uhr
Spannender Horror-Thriller, der ohne viel Schnickschnack und wenig Blut doch sehr gut unterhalten kann.
50%
unwichtig
geschrieben am 19.09.2007 um 12:00 Uhr
er geht, er ist nicht gut aber auch nicht schlecht. ein film den man sich ruhig ein zweites mal ansehen kann. aber wer die nase voll hat von teeniehorror/thriller ganz dolle die hände weg.ich würde ihn nicht dazu würdigen in nachts anzuschauen. er is lediglich ein film den man sich neben dem frühstück oder kaffeetrinken anschauen könnte.
20%
Jay
geschrieben am 15.09.2007 um 15:00 Uhr
Grottig, aber sowas von.Ich habe schon gruseligere und spannendere Disneyfilme gesehen. Plotlöcher größer als Mondkrater und Schauspieler die es kaum in deutsche Soaps schaffen würden.Kindergrusel, der allenfalls Grundschüler interessieren dürfte. 20% bekommt er nur weil es möglicherweise irgendwo da draußen noch schlechtere Filme gibt und der unfreiwillige Humor mich ab und an vom Einpennen abhielt.
50%
Kthelmir
geschrieben am 12.09.2007 um 18:00 Uhr
hab ihn mir gestern Nacht auch angeguckttotal genialteilweise extrem spannend und nach langer zeit auch mal wieder ein guter Film ohne viel Blut
100%
eme
geschrieben am 29.08.2007 um 13:00 Uhr
geiler film!!!!!!
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