Moviebase Ich weiß, wer mich getötet hat

Ich weiß, wer mich getötet hat
Ich weiß, wer mich getötet hat

Bewertung: 14%

Userbewertung: 25%
bei 65 Stimmen

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Originaltitel: I Know Who Killed Me
Kinostart: 03.01.2008
DVD/Blu-Ray Verkauf: 08.05.2008
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 18
Lauflänge: 102 Minuten
Studio: 360 Pictures/ TriStar
Produktionsjahr: 2007
Regie: Chris Sivertson
Drehbuch: Jeff Hammond
Darsteller: Lindsay Lohan, Julia Ormond, Neal McDonough, Brian Geraghty, Garcelle Beauvais, Stacy Daniel, Spencer Garrett, Cornelia Guest, Megan Henning, David A. Kimball, Paula Marshall, Brian McNamara, Kenya Moore, Michael Papajohn, Colleen Porch, Jessica Rose

Talentlosigkeit gilt heutzutage als chic. Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, warum Selbstdarstellerinnen wie Paris Hilton die Schlagzeilen beherrschen und sich vor allem junge Mädchen danach sehen, als Party-Luder Karriere zu machen. Auch Lindsay Lohan scheint derzeit alles daran zu setzen, sich als Person und Schauspielerin komplett zu diskreditieren. Alkohol- und Drogenexzesse, diverse Verkehrsdelikte und ein überaus peinlicher Party-Exhibitionismus sind nicht dazu angetan, sich noch für die eigentliche Arbeit der 21jährigen zu interessieren.

Wer ihren neuen Film gesehen hat, mag zu der Erkenntnis gelangen, dass man sich nicht nur um Lohans Privatleben langsam ernsthaft Sorgen machen muss. Denn nach den harmlosen, aber doch irgendwie auch charmanten Nonsens-Komödien wie Freaky Friday und Mean Girls sowie einer Nebenrolle in Robert Altmans A Prairie Home Companion erreicht Lohan mit Ich weiß, wer mich getötet hat ein in vielerlei Hinsicht beängstigendes Karrieretief. Das Rezept der Produktion ist dabei ganz simpel: Man nehme einen Star, der die Klatschpresse beherrscht, filme ihn in mehr oder weniger erotischen Posen und mixe das Ganze mit einer gehörigen Portion Gore und plakativer Schockeffekte.

Die Story selber klingt nach einem mit David Lynch-Elementen angereicherten Teenie-Thriller. Aubrey (Lohan) ist ein Mädchen aus gutem Hause und eine strebsame Schülerin. Sie nimmt Klavierunterricht und verfasst eigene Kurzgeschichten. Eines Abends nach einem Football-Match verschwindet sie spurlos. Ihre Eltern (Julia Ormond und Neal McDonough) sowie ihr Freund (Brian Geraghty) befürchten, dass Aubrey etwas Schlimmes zugestoßen sein muss. Denn dass sie einfach abhaut, kann sich niemand vorstellen. Da in der Gegend bereits ein anderes Mädchen vermisst wird, glaubt die Polizei, es mit einem Serientäter zu tun zu haben. Entsprechend groß ist die Erleichterung, als Aubrey nur kurze Zeit später wieder auftaucht. Allerdings ist sie schwer verletzt. Die Ärzte sind gezwungen, ein Bein und einen Unterarm zu amputieren. Mysteriös erscheint, dass sie behauptet, ihr Name wäre Dakota und nicht Aubrey.

Für den Zuschauer beginnt damit ein nur leidvoll spannendes Rätsel um Identitäten, gespaltene Persönlichkeiten und vermeintliche Doppelgänger. Die Erklärung, die der Film letztlich für das Verwechslungsspielchen „Aubrey vs. Dakota“ anzubieten hat, setzt einiges an guten Willen voraus, wobei man sich unweigerlich an eine schlechte Akte X-Folge erinnert fühlt. Macht aber nichts, schließlich geht es Regisseur Chris Sivertson erkennbar nicht um psychologische Raffinesse oder gar eine halbwegs logische Erklärung für die doppelte Lindsay. Er setzt stattdessen auf die Reize seiner Hauptdarstellerin, die als verruchte Stripperin Dakota im roten Scheinwerferlicht posieren und fortlaufend unanständige Wörter aufsagen darf. Dass sie dabei zu jeder Zeit ihren BH anbehält, erhöht sicherlich nicht nur das Frustpotenzial bei ihren männlichen Verehrern, es zeugt zudem von einer ganz neuen Definition des Strip-Berufs, bei dem es auf das Ausziehen von Kleidungsstücken offensichtlich nicht mehr ankommt.

Je weiter die Handlung voranschreitet, desto deutlicher tritt die Einfallslosigkeit des Plots zu Tage. Das Finale im dunklen, mit allerlei angeblich unheimlichen Schnickschnack ausgestatteten Kellergewölbe des Killers vertraut auf die bekanntesten und deshalb wirkungslosen Mechanismen des Suspense-Kinos. Dass man dennoch ab und an zusammenzuckt, kann relativ profan mit der Lautstärke mancher Soundeffekte erklärt werden. In Sachen Gore bietet Ich weiß, wer mich getötet hat zumindest das, was er an anderer Stelle – damit sind Lohans nackte Tatsachen gemeint – vermissen lässt. So gibt es abgetrennte Gliedmaßen gleich mehrfach in überaus hässlicher Nahaufnahme zu bestaunen. Hinzu kommen einige perverse Folter-Varianten wie das Vereisen einzelner Finger, was bereits beim Zusehen einiges an Schmerzen bereitet.

Gäbe es einen Preis für „ästhetische Penetranz“, Ich weiß, wer mich getötet hat würde ihn gegen jede Konkurrenz gewinnen – mühelos. Die Idee, Aubrey und ihrem Alter Ego Dakota eine jeweils eigene Farbe zuzuordnen, reizt Sivertson bis zum Äußersten. Keine Szene kommt ohne ein auffällig blaues bzw. rotes Accessoire aus, was den Film auf eine besonders ermüdende Variante des „Ich sehe was, was Du nicht siehst“-Spiels reduziert. Sogar Safer Sex muss sich hier diesem visuellen Amoklauf unterordnen (ja, die Kondome sind blau).

Lohans erster und hoffentlich auch letzter Ausflug ins Horrorfach ist nur ein weiterer formelbehafteter Psychopathen-Schocker, der aufgrund seiner unterdurchschnittlichen Schauspielleistungen immerhin über einen gewissen Trash-Appeal verfügt. Ernst nehmen lässt sich der krude Horrorthriller trotz aller vermeintlich intelligenter Plot-Twists nämlich bei bestem Willen nicht.

>> verfasst von Marcus Wessel

20%
Hizi
geschrieben am 24.11.2008 um 02:00 Uhr
Der Film hatte durchaus Chancen. Nur hat er die weggeworfen als es gegen Ende hin eine Erklärung (oder auch nicht) liefern wollte. Er ist einfach ZUUUUU konfus als das man dem Film nur irgendwie folgen könnte. Lindsay Lohan spielt akzeptabel auch wenn der Oscar jetzt nicht an der Tür klopft. Wie gesagt hätte Potenzial gehabt. Aber Chance vertan!
50%
Shiftytos
geschrieben am 15.08.2008 um 00:00 Uhr
Ich habe mir den Film angesehen.... Es versprach ein toller Thriller zu werden..... dem war aber nicht so! Der Film ist zu langartmig und dazu eine Story, die gute Ansätzte hatte, aber nicht ganz vollendet war/meiner meinung. Die Gewalteffekte waren ganz ok. Das Ende ist sehr enttäuschend. Es liegt irgentwie genau zwischen happy end und etwas anderem, das man nicht definieren kann.... denn: Der Vater ist stirbt, beide liegen da und die Frage der Fragen: Wie geht es nun weiter???Nunja: Zusammengefasst: kein großes kino, aber man kann ihn sich "mal" ansehen.
80%
Tommi
geschrieben am 22.02.2008 um 00:00 Uhr
Also ich weis nicht warum sich alle so über den Film aufregen. Ich fand die Story spannend und recht gut erzählt. Ok, wer der Mörder ist wusste ich nach 5 Minuten, aber das war ja nicht der Hauptpunkt der Story. Ich fand auch gerade die teilweise experimentellen und Traumhaften Scenen schon gut, weil es die Spannung gut aufbaut. Und zu Lindsay Lohan kann ich nur sagen, dass die in der Presse doch nur gedisst wird weil Sie halt nicht auf brav macht. Es gibt jedenfalls eine Menge deutlich schlechtere möchtegern Schauspielerinnen auch in großen Hollywood Filmen.
50%
Kakaomaus
geschrieben am 04.01.2008 um 09:00 Uhr
Ich hatte schlimmeres erwartet. Bis auf die amateurhafte und schlicht seltsame Kameraführung bringt Lindsay ihre Rolle gut rüber. Natürlich ist es kein Meisterwerk und man sollte ihn nicht zu ernst nehmen, aber für einen unterhaltsamen DVDabend finde ich ihn perfekt.
50%
joshy
geschrieben am 16.12.2007 um 18:00 Uhr
Der Film ist einfach zu experimentell, um der breiten (Horror-Fan-)Masse zu gefallen. Schlecht ist er ganz sicher nicht, und sorry, aber Skandale hin oder her, aber wer behauptet, ganz objektiv betrachtet, Lindsay Lohan habe kein Talent, hat nicht alle beisammen.
10%
Gast
geschrieben am 12.12.2007 um 22:00 Uhr
Lief gerade in der Sneak und ich bin entsetzt. Dieses Machwerk ist wirklich der schlimmste Film, der mir dieses Jahr untergekommen ist. Ganz ganz großer Käse!
70%
Noah
geschrieben am 28.11.2007 um 20:00 Uhr
Ich bin da ganz anderer Meinung.Die Story ist konfus, gut gefilmt und bietet eine gewisse Spannung ohne dabei verkrampft auf Schockmomente zu setzen..Was Lindays Schauspielkünste angeht stimme ich Marcus überhaupt nicht zu. Lindsay trägt mit Ihrer soliden Schauspielkunst zum Erfolg des Films bei.
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