Moviebase Black Water

Black Water
Black Water

Bewertung: 67%

Userbewertung: 65%
bei 44 Stimmen

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Originaltitel: Black Water
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 24.10.2007
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 90 Minuten
Studio: IndiVision / Legend Films
Produktionsjahr: 2007
Regie: David Nerlich, Andrew Traucki
Drehbuch: David Nerlich, Andrew Traucki
Darsteller: Diana Glenn, Maeve Dermody, Andy Rodoreda, Ben Oxenbould, Fiona Press

Verständlich, wenn manch einer nach dem völlig miserablen Krokodilstreifen „Die Fährte des Grauens“ nicht mehr gut auf die Reptilien zu sprechen ist – oder sie aufgrund des da Gezeigten vor weiteren Filmen in Schutz nehmen möchte. Anders jedoch Black Water, der zwar nahezu die gleiche Thematik wie „Die Fährte“ aufweist, aber nicht versucht, irgendwelche hanebüchenen Politikangelegenheiten seriös mitunter zu mischen. Hier geht’s ausschließlich um den Unterhaltungswert – und der ist vorhanden.

Die Schwestern Grace und Lee sind gemeinsam mit Lees Freund Adam in Nordaustraliens Sumpfgebieten unterwegs. Nach einem Abstecher zu einer Krokodilfarm (besonders beliebt bei Touristen: die martialische Fütterung der tonnenschweren Reptilien …), geht es zum Angelausflug in ein weit verzweigtes Flussdelta. Doch der nette Urlaubstrip kippt in Sekundenschnelle in nackten Terror um, als das Boot kentert. Während das Trio sich mit Ach und Krach auf die halbhohen Mangrovenbäume flüchten kann, wird ihr Bootsführer mit präzisen Bissen zu Tierfutter zerlegt. So klammern sich die Urlauber nun an das wenig sicher wirkende Geäst, das Boot steckt kieloben im Schlamm fest, und irgendwo in dem schwarzen Gewässer um sie herum lauert der Tod. Geduldig, leise, gut versteckt. Mal ist es nur ein Plätschern, dann das nächtliche Zermalmen von Beuteknochen, das die Verzweifelten bis ins Mark erschauern lässt – die urzeitlichen Bestien sind gleichzeitig allgegenwärtig und unsichtbar. Sie haben Blut geschmeckt und sind nicht bereit, ihr Territorium zu räumen…

„Anaconda“ lässt grüßen, „Die Fährte des Grauens“ Gott sei Dank nicht. Wer hintergründige Filme mit einer ausgeklügelten Story mag, sollte Black Water meiden. Aber auch Liebhaber von Splatter- und Zerreißszenen kommen hier nicht auf ihre Kosten. Black Water kann viel mehr als Thriller à la „Lake Placid“ angesehen werden. Dass auf der Packung auch noch der mittlerweile übliche Standard-Spruch „Based on true events“ prangert, kann getrost vergessen werden. Mag ja sein, dass es sich so in der Art irgendwo mal zugetragen hat, für den Film allerdings ist das von wenigem Interesse.

Alles beginnt wie gewohnt: Touristen-Paar mit Freundin im Schlepptau macht Abenteuerurlaub. Von der Lust beim Krokodilfüttern getrieben, zieht es die drei in die Sumpfgebiete Australiens, um selber auf Fischfang zu gehen. Ein Wunder, wenn bei so einem Ausflug alles glatt laufen würde. Irgendwann kentert das Miniboot. Doch es stellt sich heraus, dass dieses nicht von alleine umgekippt ist. In den Sümpfen Australiens lauert etwas viel Größeres, viel Bedrohlicheres als die drei jemals vermutet hätten. Und welch Freude! Es ist nicht Gustave aus der „Fährte des Grauens“! Nein, denn das in Black Water animierte und erstellte Reptil sieht doch um einiges realistischer und glaubwürdiger aus als das CGI-hüpfende Panzermonster aus dem Konkurrenzstreifen. Auch agiert Mr. Crocodile in diesem Tierhorror wie es sich für einen anständigen Alligator gehört – der etwas zu viel Appetit mitbringt. Wenn das Vieh auftaucht, weiß es zu erschrecken und zu fesseln. So muss das sein.

Eine große Castliste sucht man in Black Water vergebens. Im Abspann aufgeführt werden der Bootsführer (der als Erster dem Wassertierchen zum Opfer fällt), die beiden Schwestern und der einen Schwester Freund sowie ein paar wenige Länger-im-Bild-Komparsen. Die meiste Zeit des Films befinden wir uns mit Diana Glenn alias Grace, Maeve Dermody alias Lee und Andy Rodoreda als Adam im Sumpf des Verderbens – sitzend auf einem Baum. Nein, kein Scherz. Nachdem das Boot gekentert ist, begeben sich unsere drei Freunde in den rettenden Baum. Bis auf ein paar wenige Ausflüge ins Wasser, zum Beispiel um das Boot wieder flott zu machen, befinden wir uns fast 90 Minuten lang im Baum. Doch wehe, einer der drei wagt es, einen Fuß in das schwarze Wasser zu setzen. Sofort ist Mr. Crocodile (man kann beim Reim der drei Darsteller fast mitsingen) zur Stelle und schni-schna-schnappt fleißig um sich – bis auf zwei Szenen jedoch eher unblutig.

Die Dialoge im Baum sind zwar nicht immer geistreich, unterhalten den Zuschauer aber immerzu. Dass sich gerade wieder das etwas naive Blondchen als taffes Kampfgirl herausstellt, mag man zwar nicht glauben, aber akzeptieren kann man es sicherlich. Black Water glänzt nicht mit Story, sondern bietet solide Spannung in einem jetzt wohl völlig ausgereizten Genre. Wer auf Tierhorror mit Krokos steht, ist hier bestens aufgehoben.

>> verfasst von Janosch Leuffen 

50%
Micha
geschrieben am 14.02.2011 um 06:00 Uhr
Dieser Krokodilfilm aus Australien ist nicht mehr als Durchschnitt! Immer die gleiche Kulisse, wenig Blut, nur vier Schauspieler und nur ein Krokodil! Positive Aspekte: Spannung ist vorhanden, da man im schwarzen Gewässer das Monstrum nicht sehen kann und es dadurch umso intensiver wirkt, Bild und Ton sind akzeptabel und das Viech kommt ohne Special-Effects gut rüber! Einmal anschauen und Schwamm drüber, wobei dieser Film keine Zeitverschwendung ist! Verleih ok, Kauf überflüssig!
70%
Vinnie
geschrieben am 02.01.2011 um 01:00 Uhr
Ich fand den Film nicht so schlecht, zuerst dachte ich mir "Gott, bitte nicht schon wieder so ein Film über Krokodile" aber dann war er doch ganz nett, trotzdem für meinen Geschmack passiert da eindeutig zu wenig.
70%
Freier Filmkritiker
geschrieben am 05.01.2008 um 23:00 Uhr
Also der Film ist echt gut geworden. Schauspielerisch kann man nichts aussetzten und die Story zieht sauber durch und wird nie langweilig. Einige Stellen hätten durchaus etwas mehr Härte vertragen. Trotzdem weiß der Film bis zum Schluß zu unterhalten. Anschauen kann man das Teil auf jeden Fall. Der vollkommene Überflieger ist er aber nicht ganz.
70%
guerille
geschrieben am 11.08.2007 um 03:00 Uhr
hab den streifen heute auf dem fantasy filmfest in köln gesehen und war positiv überrascht. gute unterhaltung ohne unnötige special effect monster. ein bischen open water feeling und ne gute portion blut, prima. das die schauspieler nicht die überstars sind und das genre ausgereizt sind tut dem film nicht weh. er hebt sich eher noch aus der masse dieser filme ab.
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