Moviebase Chucky und seine Braut

Chucky und seine Braut
Chucky und seine Braut

Bewertung: 66%

Userbewertung: 55%
bei 61 Stimmen

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Originaltitel: Bride of Chucky
Kinostart: 09.09.1999
DVD/Blu-Ray Verkauf: 06.06.2000
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 77 Minuten
Studio: Universal Pictures/Kinowelt
Produktionsjahr: 1999
Regie: Ronny Yu
Drehbuch: Don Mancini
Darsteller: Jennifer Tilly, Katherine Heigl, Nick Stabile, Alexis Arquette, John Ritter, James Gallanders, Janet Kidder, Vince Corazza, Kathy Najimy, Ben Bass, Gordon Michael Woolvett, Lawrence Dane, Michael Johnson, Park Bench, Emily Weedon

1988 machte eine mörderische Puppe nicht nur Kinderzimmer unsicher. Im Gegenteil: Für Kinder war Chucky rein gar nicht geeignet. Damals noch als neue Idee und ironischwitziger und blutiger Film bejubelt, reizten unnötige Nachfolger zu „Chucky – Die Mörderpuppe“ das Thema aus. Bevor der kleine Mörderjunge vor drei Jahren auch noch ein Kind geschenkt bekam, brauchte er natürlich erst einmal eine Braut, die er sich in „Chucky und seine Braut“ beschaffte. Ronny Yu, der sich als Regisseur von „Freddy vs. Jason“ 2003 mit Witz und Blut durch die Kinos schlitzte, war auch für dieses Sequel von Mörderpuppe Chucky verantwortlich. Und noch ein alter Bekannter ließ bei diesem Streifen die Puppen tanzen: Rob Zombie. Als Regisseur wird er uns in diesem Herbst Michael Myers im Premake zu „Halloween“ zurück bringen, im vierten Chucky-Abenteuer performte er den Eingangssong. Zwei Horrorregisseure, einer der beiden auch noch als Rocker aktiv. Das passende Team für eine gelungene Horrorkomödie?

Vor einigen Jahren wurde der Serienmörder Chucky durch einen Voodoo-Zauber in eine Puppe verwandelt. Nun bekommt seine ehemalige Lebensgefährtin Tiffany (Jennifer Tilly) die Puppe zurück und träumt von der langersehnten Hochzeit. Mit einem Voodoo-Spruch beschwört Tiffany den teuflischen Geist von Chucky zurück. Als Tiffany nicht aufhört, Chucky mit ihren Heiratsplänen zu nerven, verbannt er ihre Seele kurzerhand ebenfalls in eine Puppe. Nur ein okkultes Amulett in New Jersey kann die beiden wieder in Menschen verwandeln. Doch wie sollen zwei Puppen unbemerkt durchs Land reisen? Tiffany hat eine Idee: Sie ruft den Nachbarjungen Jesse (Nick Stabile) an und bietet ihm 500 Dollar, wenn er die beiden Puppen nach New Jersey fährt. Für Jesse, der sowieso gerade mit seiner minderjährigen Freundin Jade (Katherine Heigl) durchbrennen will, kommt die Gelegenheit wie gerufen. Ohne zu ahnen, welche psychopatischen Kreaturen sich auf ihrem Rücksitz befinden, steuern sie auf den Highway zu. Ein bizarrer Höllentrip beginnt...

Sorgte Chucky vor rund 19 Jahren noch für Angst und Schrecken, kann man heute eigentlich nur noch über die entstellte Puppe lachen. Dem Werk von Regisseur Yu kommt zugute, dass es sich selbst absolut nicht ernst nimmt. Die Ernsthaftigkeit hätte man dem wilde Sprüche klopfenden Silikonmann aber ohnehin nicht abgekauft. Zu Beginn des Films werden wir zunächst mit einigen bekannten „Gesichtern“ konfrontiert, denn auf der Polizeiwache lagern tatsächlich die Hockeymaske von Jason Vorhees („Freitag, der 13.“) und die weiße Gesichtshaube vom stummen Michael Myers („Halloween“). Ob Yu da bereits wusste, dass es 2003 ein Wiedersehen zwischen zwei legendären Horrorrivalen geben sollte? Nach dieser Eingangssequenz passiert dann auch wenig später der erste Mord, recht unspektakulär, jedoch inszeniert von einer schön bösen Jennifer Tilly, die im Film leider viel zu kurz zu sehen ist. Denn nicht viel später – nach der Reanimierung Chuckys - steckt sie selber auch im engen Puppenkostüm. Und los geht’s auf die Jagd nach dem Amulett, welches die beiden Giftzwerge wieder in Fleisch und Blut verwandeln soll, damit die von Tiff so lang ersehnte Hochzeit endlich stattfinden kann. So kidnappen die beiden zwei Schüler, die ineinander verliebt sind. Parallel also zur Puppenliebe auch noch eine Lovestory mit Menschen. Wie romantisch.

Wäre da nicht die Note von selbstironischen Zitaten, die vor allem Chucky immer wieder zum Besten gibt („Man bräuchte drei oder vier Teile eines Films, um die Geschichte zu erzählen“, „Messer sind out seit Jack the Ripper“), würde das Ganze doch erheblich weniger gut wirken. Die menschlichen Darsteller machen ihren Job zwar solide, aber nicht außergewöhnlich gut. Die Stars der Chucky-Reihe waren und bleiben halt die kleinen Freunde aus Plastik. Die Story an sich spielt eigentlich überhaupt keine Rolle und dient lediglich als Grundgerüst dieser, man möchte fast schon sagen Horrorparodie. Neben dieser Prise schwarzem Humor gibt es natürlich auch noch ein paar mehr oder weniger gelungene Morde. Blut fließt dabei selbstverständlich auch. Zu den Highlights der Tötungen gehört mit Sicherheit die nette Art von Chucky, der sein Opfer mit ein paar Nägeln maltretiert und somit das bekannten Bild aus „Hellraiser“ imitiert. Wer die zitierten Horrorklassiker nicht kennen sollte, wird mit den Lustigkeiten nichts anfangen können.

Positiv hinzu fügt sich auch der rockige Score des Films. Natürlich wird auch in den Szenen, in denen die Spannung im Vordergrund stehen sollte, das Orchester mit seinen Geigen und Pauken ausgepackt, in erster Linie erklingt aber der von Chucky geliebte Rocksound. Dieser unterstreicht den bitterbösen Humor und macht noch einmal deutlich, dass dieser Puppenstreifen mit einem Augenzwinkern zu betrachten ist.

Das Ende lädt dann ebenfalls noch einmal zum Schmunzeln ein. Der Schaufelkampf zwischen dem Puppenpärchen wirkt zwar etwas hölzern, dank der fiesen Sprüche und der drolligen Knirpse aber auch durchaus amüsant. Schließlich greifen dann auch noch die Menschen ein und ein Chaos mit Pistolen, Spaten und Messern entsteht. Dieses wird aber ebenso schnell aufgelöst wie es begonnen hat. Klar, dass Chucky und seine Braut Tiffany in diesem Fall das Nachsehen haben. Doch keine Sorge, denn anscheinend war Chucky eines Nachts Mann genug, um seiner heißgeliebten Tiff doch noch etwas von ihm zu übergeben. Der Stoff für eine weitere Fortsetzung des Puppenspiels war geboren. Im wahrsten Sinne.

Freunde von Horrorkomödien und Fans von Chucky werden sich an diesem Werk erfreuen. Wer ernstgemeinte Horrorkost sehen möchte, sollte „Chucky und seine Braut“ besser nicht in Betracht ziehen. Teilweise unsinnige, auch blöde, aber insgesamt doch nette Horrorkomödie für Erwachsene mit zwei Kultpuppen in den Hauptrollen. Außerdem liegt sie mit 73 Minuten für dieses Genre genau richtig in der Zeit. Reinschieben, angucken, schmunzeln, ausmachen, vergessen. Mehr möchte Chucky auch gar nicht.

>> verfasst von Janosch Leuffen

100%
ChuckyLover
geschrieben am 20.06.2009 um 07:00 Uhr
Ich LIEBE diesen Film.Chucky und seine Braut war der geilste Horrorfilm EVER!!Ich bin bei der Sexszene vor Lachen fast vom Stuhl gefallen. 100/ 100Dieser Regisseur ist ein GENIE!! =D
40%
Nyrikku
geschrieben am 23.02.2009 um 23:00 Uhr
Die komplette Reihe wäre um so viel gruseliger gewesen, wenn Chucky nicht reden könnte. Mal im Ernst, was ist gruseliger? Eine Puppe die schweigend auf dich zugeht und dich umbringt? oder eine REDENDE Puppe die auf dich zuläuft und dich umbringt? Und wenn Chucky noch aussieht wie ne normale Puppe wärs noch besser gewesen.
40%
Mana
geschrieben am 09.06.2007 um 17:00 Uhr
Mir gefallen die letzten beiden Filme von Chucky nicht:( Die früheren Child´s Play Filme waren viel, vieeeel um ein Meilenstein besser. Die beiden letzten movies sind fast nur lächerlich...keine richtige Handlung, nicht gruselig und fesselnd, und mehr billige Puppenkömödie als kultiger Horrorstreifen =(
80%
Freier Filmkritiker
geschrieben am 04.02.2007 um 11:00 Uhr
Also der Film ist echt OK. Man muss schon sagen, dass er von vornerherein absichtlich mehr auf Humor ausgerichtet ist als Angst zu machen. Trotzdem geht es auch hart zur Sache. Diese Mischung aus Humor und Splatter gefällt und es wird nie langweilig. Die Animationen der Puppen haben mächtig zugelegt. Ein Film mit Top Bilder und Locations sowie Top Kameraführung. Sehr zu empfehlen weil echt cool!
50%
Damon Fry
geschrieben am 17.01.2007 um 22:00 Uhr
Ein Mordsspass für die ganze Familie, mit mördersich gutem Soundtrack!!!
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