Moviebase My Name is Bruce

My Name is Bruce
My Name is Bruce

Bewertung: 65%

Userbewertung: 85%
bei 42 Stimmen

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Originaltitel: My Name is Bruce
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 18.02.2009
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 83 Minuten
Studio: Dark Horse / Capelight Pictures
Produktionsjahr: 2007
Regie: Bruce Campbell
Drehbuch: Mark Verheiden
Darsteller: Bruce Campbell, Grace Thorsen, Ted Raimi, Ellen Sandweiss, Dan Hicks, Taylor Sharpe, Ben L. McCain, Timothy Patrick Quill, Logan Martin, Ali Akay, Ariel Badenhop, James J. Peck, Jen Brown, Kurt Rauf, Michael Kallio, Adam Boyd, Stephen A. White, Mike Estes

Vielleicht ist das ein neuer Trend, dass den Helden der B-Movies jetzt filmische Denkmäler aufgestellt werden, hübsche kleine, halb ernst gemeinte Filme, in denen sie sich auf die eine oder andere Weise selbst spielen. Das sind angemessene Würdigungen für die Heroen vieler Zuschauer, und Quentin Tarantino hat dafür vielleicht den Grundstein gelegt, als er den Helden seiner Kinojugend in seinen Filmen viel Platz einräumte und die Chance auf ein Comeback - für John Travolta läutete „Pulp Fiction“ einen zweiten Filmfrühling ein.

Vor der traditionellen Filmkritik fanden die B-Movie-Größen hingegen bis vor nicht allzu langer Zeit keine Gnade, wenn überhaupt Beachtung; die fehlende (auch filmhistorische) Anerkennung wird so ein wenig nachgereicht. Auf dem Fantasy Filmfest 2008 waren zwei solcher Hommagen zu sehen - mit „JCVD“ ein eher ernsthafter und trotzdem urkomischer Jean-Claude-van-Damme-Film (fast) ganz ohne Prügelei, dafür mit einem langen Monolog, in dem van Damme mehr redet als in einigen seiner Filme zusammengenommen. Und dann eben „My Name is Bruce“, ganz anders und unernst, mit dem Bruce Campbell sich selbst, seine Karriere und seine Filmfiguren aufs Korn und auf die Schippe nimmt, dass es eine trashige Freude ist.

Bruce Campbell ist also Bruce, der nach einer langen B-Karriere jetzt bei sehr, sehr billig anzusehenden C-Filmen angekommen ist, gerade dreht er „Cave Aliens 2“, und wenn er mal fehlt, wird er für die Kampfszenen einfach durch eine Stoffpuppe ersetzt. Merkt ja eh keiner. Abends zieht sich der abgehalfterte Schauspieler in seinen irgendwo in der Einsamkeit geparkten Trailer zurück, füttert seinen Hund und sich selbst mit Hochprozentigem und hält alle anderen für Trottel. Bis dann plötzlich ein jugendlicher Fan auftaucht, der Bruce für einen kompetenten Monsterbekämpfer hält und deshalb mit handfesten Mitteln nach Gold Lick in Oregon verfrachtet, ein kleines Städtchen mit einem ernsthaften Problem: Ein paar Jugendliche haben auf einem Friedhof randaliert und dabei eine rachsüchtige chinesische Gottheit gestört, die nun die Einwohnerschaft von Gold Lick dezimiert. Da sein Agent ihm eine besondere Geburtstagsüberraschung versprochen hatte, hält Bruce das für ein elaboriertes Spiel und mimt den großen Helden - zumindest bis der Rachegott dann auf einmal leibhaftig vor ihm steht.

Campbell hat bei dieser wenig tiefsinnigen, aber doch leidlich unterhaltsamen Klamotte auch selbst Regie geführt, und es ist einigermaßen erfrischend, wie wenig zimperlich er mit sich selbst umgeht: Sein Bruce ist ein saufender Sexist mit Größenwahn, der am Ende (natürlich) seine Verantwortung und nebenbei vielleicht sogar Liebe findet. Das ist ein Meta-B-Movie mit den Mitteln des B-Movies: Effekte wie Charakterisierungen sind schlicht und durchschaubar, alles geht bis in die finalen Momente hinein seinen gewohnten und erwartbaren Gang.

Und trotzdem ist alles ein bisschen anders: Denn dass hier ein Klischee das nächste jagt, ist ein sichtbar gewolltes Spiel mit den Erwartungen und immer ironisch unterlegt, während der Film zugleich die präsentierten Stereotypen offen legt. Dass einer der Darsteller von „Cave Aliens 2“ im „Dummy’s Guide to Acting“ blättert, ist da noch ein eher platter Scherz. Viel eleganter scheint, wie der Film ein schwules Paar völlig selbstverständlich und fern aller Klischees integriert oder die durchaus als rassistisch auslegbare Präsentation seines Bösewichts und Darstellung von Chinesen überhaupt (denen hier im Übrigen der fortwährende Genuss von Tofu als Grundnahrungsmittel untergeschoben wird) spiegelt und dekonstruiert. Dass der Film dann letztlich doch nicht vollends überzeugen kann, liegt daran, dass die einzelnen und für sich genommen immer wieder überzeugenden Elemente recht lieblos aneinandergereiht wirken und sich nie zu einem aufregenden Ganzen vereinen wollen. Fans des Protagonisten wird das sicher nicht abhalten, und für Bruce-Campbell-Aficionados wurde der Film ja schließlich gemacht.

>> verfasst von Rochus Wolff

90%
Flo
geschrieben am 06.08.2009 um 17:00 Uhr
Ein echtes Trash-Juwel.Für jeden Fan der Bruce-Campbell Filme ist dieser Film ein Muss, und für die die ihn noch nicht kennen ist es ein guter Einstieg ;).Von Anfang bis Ende witzig, viel abgehackte Köpfe und massenhaft Gastauftritte von alten Bekannten aus den Evil-Dead Filmen, wie auch tausend Anspielungen auf diese (Kettensäge ;) ), runden diesen Film super ab. Bruce in Höchstform und auf jeden Fall sehenswert.
90%
CasioArgento
geschrieben am 16.06.2009 um 00:00 Uhr
Super unterhaltsamer Film (die deutsche Synchro kann mit dem Originalton nicht mithalten).Trashig, witzig, sympatisch - und für Evil Dead-Fans eh Pflicht!
100%
Vorhees
geschrieben am 03.09.2008 um 16:00 Uhr
Ich liebe die Evil Dead Filme, ebenso ist Maniac Cop genial, nichts desto trotz wegen des Schauspielers Bruce Campbell. Dieser Film ist nunmal purer Trash, und als solches sollte man ihn auch behandeln. Wenn man gleich so ins Kino geht, dann hat man durchaus ein Kinoerlebnis, bei dem definitiv kein Auge trocken bleibt. Ich fand es genial, wie er sich selber dermaßen auf die Schippe genommen hat. Durch sein tolles Acting musste ich selbst über solch Witze wie, Sorry deine Schnürsenkel sind offen Gag lachen. Ich finde ihn definitiv gelungen, und ist ein MUSS für Campbell Fans. 100% und noch eines: "Was würde Bruce Campbell in dieser Situation tun?" - "Wegrennen?" BRÜLL Anschauen!
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