47 Meters Down: Uncaged – Hai-Schocker vielerorts nur geschnitten im Kino

Horrorfilme müssen verstörend, blutig und mindestens mit einer Einstufung ab 16, besser aber ab 18 Jahren ausgestattet sein – so zumindest die landläufige Meinung vieler Film- und Horrorfans. In jüngster Zeit gab es jedoch immer wieder Ausnahmen von dieser vermeintlichen Regel, darunter etwa Ghostland oder Die Frau in Schwarz, deren Freigaben von vielen Kinogängern als zu niedrig empfunden wurden und damit trotzdem ins übliche Bild eines „echten Horrorfilms“ passten. In einigen Fällen sorgt ein erteiltes FSK 12 aber zu Recht für Unmut – so wie im Fall von 47 Meters Down: Uncaged. Denn nun kam dank Schnittberichte ans Licht: Bei der seit Donnerstag vielerorts in Deutschland gezeigten Kinofassung von Concorde handelt es sich gar nicht um die ungeschnittene Originalversion aus den USA, sondern eine um mehrere Filmszenen und Minuten erleichterte Cut-Variante, für die man vom Prüfungsgremium eine Einstufung ab 12 Jahren bescheinigt bekam.

Deutscher Kinotrailer zu 47 Meters Down: Uncaged

Dies habe laut dem zuständigen deutschen Verleih „lizenzrechtliche Gründe.“ Doch nicht überall ist der Film in der verstümmelten Fassung zu sehen. So wirbt die Kinopolis-Kette, zu der auch das bekannte Mathäser-Kino in München gehört, damit, „die ungeschnittene FSK 16-Fassung zeigen zu können.“ Demnach lag die Entscheidung darüber, welche Fassung ins Programm aufgenommen wird, allein bei den Kinobetreibern selbst. Diese entschieden sich aber offenbar mehrheitlich für die deutlich massentauglichere FSK 12-Variante. Daher aufgepasst: Ist letztere angegeben, handelt es sich dabei aller Voraussicht nach um das gekürzte Filmerlebnis.

Die Uncut-Fassung läuft rund zweieinhalb Minuten länger als die geschnittene Kinofassung, die in weiten Teilen des Landes zu sehen ist. Was das für die bevorstehende Veröffentlichung im Heimkino bedeutet und ob 47 Meters Down: Uncaged, den Regisseur Johannes Roberts (The Other Side of the Door und Storage 24) als „The Descent unter den Haifilmen“ bezeichnet, dort ebenfalls in zwei Varianten vorliegen wird, bleibt im Moment noch abzuwarten.

Geschrieben am 14.10.2019 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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