Akira – Erst Thor 4, dann Akira: Taiki Waititi will die Verfilmung noch machen

Aufgeschoben ist bekanntlich nicht gleich aufgehoben. Und zumindest im Fall Akira scheint das tatsächlich zu stimmen. Im Juli zog sich Filmemacher Taiki Waititi (5 Zimmer Küche Sarg) völlig überraschend vom Regiestuhl der seit Jahren geplanten Manga-Verfilmung zurück, um für Marvel stattdessen das Sequel Thor: Love & Thunder in Angriff nehmen zu können. Es soll allerdings kein Abschied für immer sein. Zunächst einmal erklärt Waititi aber, wie es zu der (zumindest nach außen hin) plötzlichen Entscheidung kam: „Dadurch, dass wir bis zuletzt am Drehbuch gearbeitet haben, mussten wir den Drehstart immer weiter hinauszuzögern. Leider waren es irgendwann ein paar Wochen zu viel und die Produktion kam sich mit der von Thor in die Quere.“, erklärt Waititi, der sich vor Akira bereits für das kommende Thor-Sequel von Marvel verpflichtet hatte und dadurch keine andere Möglichkeit mehr sah, als Akira vorläufig hinten anzustellen. Nun könnte Warner Bros. zwar ohne ihn weitermachen, will aber offenbar lieber warten, bis Taiki Waititi wieder verfügbar ist. In Anbetracht der langen und holprigen Produktionshistorie (über die Jahre versuchten sich insgesamt fünf Regisseure und zehn Autoren an dem Stoff) ist das vermutlich nicht die schlechteste Idee.

Unter Waititis Leitung soll Akira in zwei Hälften (jeder Film hätte 3 Bände der Vorlage abgehandelt) erzählt werden. Begleitend dazu kündigte Katsuhiro Otomo, der Schöpfer der ikonischen Mangareihe und Animeverfilmung, erst vor wenigen Monaten eine neue Akira-Animeserie sowie einen Film und eine Atomo-Anthologie an. Treibende Kraft hinter der US-Adaption ist Hollywood-Ikone Leonardo DiCaprio (The Departed, Once Upon a Time in Hollywood), der Akira unter dem Banner von Appian Way Productions produzieren wollte.

Am 21. Mai 2021, so der ursprünglich angepeilte Starttermin, sollten Kinogänger dann endlich in die futuristische, von Kriminalität gebeutelte Version des zukünftigen New Manhattan (Manga und Anime spielten in Japan) eintauchen dürfen, in dem zwei Banden um die Vorherrschaft auf den von Zerstörung geprägten Straßen kämpfen – bis einer von ihnen für folgenschwere Tests aus seinem gewohnten Umfeld gerissen wird und damit eine Welle von Leid und Unheil über die Stadt bringt.

Soll noch kommen: Ein Live Action-Film zu Akira.

Geschrieben am 22.10.2019 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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