Alien 5 – So sollte das Sequel mit Sigourney Weaver als Ripley aussehen

Manchmal kann es ziemlich unterhaltsam und spannend sein, sich über hypothetische Fragen Gedanken zu machen. So wie zum Beispiel: Was wäre, wenn Neill Blomkamp seinen Plan von einem geistigen Aliens-Nachfolger hätte umsetzen können und Sigourney Weaver noch ein letztes Mal als Science Fiction-Amazone Ellen Ripley gegen die Xenomorphs in den Kampf gezogen wäre? Hätte er den hohen Erwartungen und dem damit verbundenen Hype gerecht werden können?

Und vor allem: Wie hätte dieses geistige Original-Sequel, das alle Filme nach James Camerons ikonischem Aliens – Die Rückkehr ausklammern sollte, wohl ausgesehen? Zumindest auf diese Frage gibt es aktuell wieder eine potenzielle, wenn auch vage Antwort.

Ellen Ripley findet sich in eigenartiger Umgebung wieder. ©Geoffroy Thoorens

Erst Begeisterung, dann der große Ärger

Denn fünf Jahre, nachdem Blomkamps Traum von einem eigenen Alien-Film in seinen Händen zerplatzt ist wie eine Seifenblase, haben findige Alien-Fans weitere nicht verwendete und bislang unveröffentlichte Konzeptbilder zutage gefördert, die uns einen anschaulichen Eindruck davon vermitteln, was hätte sein können, wenn dem District 9-Regisseur nicht Franchise-Schöpfer Ridley Scott in die Quere gekommen wäre.

Viel Vorstellungskraft ist dafür nicht vonnöten. Die Konzeptbilder von Künstler Geoffroy Thoorens, der während der frühen Planungsphase an Alien 5 beteiligt war, haben annähernd fotorealistische Qualität und sollen bereits vor sechs Jahren hochgeladen, aber erst jetzt entdeckt worden sein.

Ellen experimentiert mit neuen Androiden. ©Geoffroy Thoorens

Ungefähr zu der Zeit begann es zwischen Blomkamp und 20th Century Fox nämlich zu kriseln. Auf die anfängliche Begeisterung über sein im Geheimen ausgehecktes Alien-Sequel, das begleitet von allerlei frühen Konzeptbildern öffentlich gemacht wurde, folgte ziemlich schnell Ernüchterung und letztlich auch Resignation seitens Neill Blomkamp (Chappie, Elysium).

Alien-Schöpfer Ridley Scott, der parallel dazu an seinem damals noch namenlosen Prometheus-Nachfolger (Arbeitstitel: Alien: Paradise Lost; später: Alien: Awakening) arbeitete, sah sich durch Blomkamps Vorhaben offenbar in seinem eigenen Schaffensprozess oder Plänen gestört und setzte dem Studio gewissermaßen die Pistole auf die Brust: Entweder er oder Neill Blomkamp. Die Chefetage entschied zugunsten von Franchise-Vater Scott.

Truppen, die nur auf ihren Einsatz warten. ©Geoffroy Thoorens

Walt Disney schlägt neues Alien-Kapitel auf

Im Nachgang dürfte man sich vermutlich geärgert und selbst die eine oder andere „Was wäre, wenn?“-Frage gestellt haben, denn Scotts Alien: Covenant floppte, spielte an den Kinokassen nur etwa die Hälfte von dem ein, was Prometheus Jahre zuvor erwirtschaftet hatte.

Damit war die Idee von einer möglichen Wiederaufnahme der Alien 5-Pläne unter Leitung von Blomkamp erstmal vom Tisch. Daran konnte letztlich auch James Camerons (Avatar, Aliens) überraschende Ankündigung, er würde dabei helfen, das Projekt neu aufzurollen, nichts ändern.

Auch Androiden können (wie wir seit Prometheus wissen) töten. ©Geoffroy Thoorens

Dass 20th Century Fox kurz darauf vom Walt Disney-Konzern aufgekauft wurde, tat sein Übriges. Und doch träumen Alien-Fans noch heute von Blomkamps Sequel, das nicht nur Ellen Ripley wieder auf die Leinwand geholt, sondern auch Newt und Michael Biehns Hicks zum Leben erweckt hätte.

Es wäre wohl ein Alien-Film ganz in ihrem Sinne geworden. Wie es jetzt weitergeht? Mit der kürzlich für den Streamingdienst Hulu (und bei uns somit Disney+) angekündigten Prequel-Serie von Noah Hawley, dem Schöpfer von Fargo und Legion. Die spielt aber nicht im Weltall, sondern auf der „nicht allzu fernen Erde.“

So hätte Alien 5 aussehen können. ©Geoffroy Thoorens

©Geoffroy Thoorens

©Geoffroy Thoorens

Geschrieben am 04.06.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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