Army of the Dead – Zack Snyder und Netflix setzen „ultra-verrückten“ Zombie-Blockbuster um

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Seinen großen Durchbruch hatte Zack Snyder (Watchmen: Die Wächter, Sucker Punch, Batman v Superman: Dawn of Justice) nicht etwa mit einer DC-Comicverfilmung, sondern dem 2004 veröffentlichten Remake von George A. Romeros Dawn of the Dead, das heute gemeinhin zu den besten Neuverfilmungen aller Zeiten gezählt wird. Wegen ausufernder Kosten konnte er seinen geplanten geistigen Nachfolger damals nicht mehr umsetzen. Doch das soll sich jetzt, immerhin zehn Jahre später, ändern! Wie der Hollywood Reporter meldet, ist Army of the Dead inzwischen beim Streamingdienst Netflix untergekommen, der keine Kosten und Mühe scheut, um Snyders Vision von einem einzigartigen Zombie-Blockbuster Wirklichkeit werden zu lassen. Die Dreharbeiten sollen mit (für Genre-Verhältnisse) ausufernden Kosten von 90 Millionen über die Bühne gehen. „Mir wurden dieses Mal keinerlei Fesseln angelegt, wir setzen alles auf eine Karte“, erzählt Snyder. „Das wird die verrückteste und selbstironischste Zombie-Freakshow, die ihr je gesehen haben.“

Netflix und Snyder beschwören neue Zombiemassen. ©Warner Bros.

Anders als 2008 wird sich Snyder diesmal selbst um die Regie kümmern. Ursprünglich wollte er nämlich seinem Kollegen Matthijs van Heijningen (The Thing) den Vortritt lassen. Army of the Dead wurde zwar als spirituelles Sequel entwickelt, hat in geschichtlicher Hinsicht aber nur noch wenig mit dem Klassiker gemein. So steht diesmal eine selbst entwickelte Geschichte im Vordergrund, in der es – wenig überraschend – zum Ausbruch einer Zombie-Epidemie kommt. Daraufhin wird das betroffene Las Vegas weitreichend abgesperrt und unter Quarantäne gestellt. Diesen Umstand will sich ein einzelner Mann zunutze machen, als er eine Reihe gewiefter Söldner anheuert, um in der Quarantäne-Zone den größten Raubzug aller Zeiten abzuziehen.

Army of the Dead soll Snyder nun über einen schweren persönlichen Schicksalsschlag, den Tod seiner Tochter, hinweghelfen: „Ich erhoffe mir eine Art Reinigung, indem ich mir wirklich die Hände schmutzig mache und einen Film drehe, der im besten Sinne episch, überdreht, verrückt und wahnwitzig ist.“ Das üppige Budget soll besonders bei den großen Action-Sequenzen zum Tragen kommen, für die sich Snyder sogar selbst in den „Schützengraben“ begeben will. Er erklärt: „Bei diesen extrem großen Filmen wird man zunehmend von der Kamera verdrängt. In den letzten Jahre habe ich meine Liebe für Fotografie wiederentdeckt. Dieser Film ist also meine Chance, wieder selbst die Kamera in die Hand zu nehmen.“

Geschrieben am 30.01.2019 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News