At the Mountains of Madness – Video: Guillermo del Toro zeigt eines seiner H.P. Lovecraft-Monster!

At the Mountains of Madness, wir warten! Guillermo del Toro (Nightmare Alley, Crimson Peak) liebt Monster – das wissen wir inzwischen. Schade ist jedoch, dass es der mexikanische Filmemacher mit seiner Leidenschaft für Kreaturen schon immer recht schwer hatte, die Kinosäle gefüllt zu bekommen.

Independent-Perlen wie Shape of Water – Das Flüstern des Wassers oder Pans Labyrinth wurden von Fachkritikern gefeiert und haben im Rahmen der damaligen Oscarverleihungen eine große Rolle gespielt, allerdings mussten selbst diese umjubelten Werke um jeden einzelnen Dollar kämpfen, der 2006 respektive 2017 in die Kassen vom jeweiligen Filmstudio geschwemmt wurde.

Daher versteht es sich eigentlich von selbst, dass sich so gut wie alle Produktionshäuser als zögerlich erweisen, wenn es darum geht, dem talentierten Geschichtenerzähler 150 Millionen US-Dollar für eine H.P. Lovecraft-Adaption anzuvertrauen. Die Qualität ist kein Thema, aber was, wenn del Toro wieder daran scheitert, die Masse anzusprechen?

War nur ein mittelmäßiger Erfolg: Pacific Rim. ©Netflix

Throwback: PACIFIC RIM wird 2023 zehn Jahre alt

Vor fast zehn Jahren hat das Kaiju-Event Pacific Rim gezeigt, dass es heutzutage selbst mit ziemlich bahnbrechenden Effekten verdammt hart sein kann, die Leute in Scharen in einen Saal zu locken. Seit Anbeginn des gegenwärtigen Streaming-Zeitalters hat sich natürlich einiges verändert – was im Kino gestern noch links liegen gelassen wurde, könnte bereits morgen der nächste Netflix-Hit sein.

Aber ob sich von allen derzeitigen Diensten einer finden lässt, der del Toros einzigartige Vision von At the Mountains of Madness zu würdigen weiß, das Risiko trotz potenziell möglicher Verluste eingeht? Jahrelang unternahm der Regisseur den verzweifelten Versuch, den Ball ins Rollen zu kriegen – leider ohne Erfolg, weil kein Major auf dieser Welt das Geld in die Umsetzung stecken will, das notwendig wäre, um es richtig zu machen.

Während del Toro also weiterhin auf ein Wunder hofft, gewährt der Träumer seinen Fans und Followern schon einmal einen kleinen Blick hinter die Kulissen. Auf seinem Instagram-Account postete der 58-Jährige ein CGI-Testvideo, das vor etwa einem Jahrzehnt auf die Beine gestellt wurde. Dieses dauert keine 30 Sekunden, zeigt in der kurzen Zeit aber ziemlich viel; ein Mann, der in den Bergen von einem unheimlichen Wesen beobachtet und anschließend angegriffen wird.

 

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Drehbuch zu AT THE MOUNTAINS OF MADNESS soll angepasst werden

Vor geraumer Zeit ließ del Toro durchsickern, dass sich seine persönlichen Interessen inzwischen wieder geändert haben. Er wolle den Film zwar nach wie vor machen, das angestaubte Drehbuch allerdings umschreiben: «Ich will wieder eine etwas kleinere Geschichte anstreben. Damals habe ich pompöse Szenen verfasst, weil ich dachte, durch sie grünes Licht erteilt zu bekommen.»

«Ich fühle mich jedoch nicht mehr länger dazu verpflichtet, an ihnen festzuhalten. Inzwischen bin ich der Meinung, dass ich aus At the Mountains of Madness einen esoterischen, schrägen und kleinen Film machen könnte. Auf diese Weise wäre ich dazu imstande, einige Szenen zurückzuholen, die ich damals entfernen musste».

Drücken wir del Toro also die Daumen, dass At the Mountains of Madness irgendwann in Zukunft doch noch entsteht. Freuen wir uns vorher aber auf seine düstere Pinocchio-Verfilmung, welche diese Weihnachten von der Leine gelassen wird und sich jetzt schon großartiger Reviews erfreut – ob es die dem Künstler erlauben werden, den Bergen des Wahnsinns endlich mal einen Besuch abzustatten?

©Netflix

Geschrieben am 11.11.2022 von Carmine Carpenito



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