Beast – Box Office: Idris Elba verliert gegen Dragon Ball Super!

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Will denn keiner sehen, wie sich Idris Elba (Three Thousand Years of Longing von George Miller, Keine gute Tat) einem besonders aggressiven Löwen stellt, um seine Familie vor der immensen Gefahr zu beschützen? Anscheinend nicht. Major-Studio Universal Pictures war in den USA sehr zuversichtlich, ließ seinen Streifen in über 3.700 Kinos Premiere haben. Das Ergebnis? Ernüchternd.

Eigentlich hatten Box Office-Experten dem Tier-Horror Beast – Jäger ohne Gnade vom spanisch-isländischen Regisseur Baltasar Kormákur (2 Guns, Contraband) den ersten Platz der US-Kinocharts zugetraut, aber am Ende musste sich die Produktion völlig überraschend einem Anime geschlagen geben, der die Goldmedaille mühelos eroberte: Dragon Ball Super: Super Hero zog am Löwen-Thriller vorbei und spielte am vergangenen Wochenende über 20 Millionen US-Dollar ein.

Und das, obwohl das von Fans heiß erwartete Projekt in über 700 Lichtspielhäusern weniger gespielt wurde als der Kollege vom Neunziger Jahre-Kult-Klassiker Der Geist und die Dunkelheit, in dem Val Kilmer (Batman, Top Gun) und Michael Douglas (Basic Instinct, Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil) diejenigen waren, die auf den König des Dschungels trafen.

Anime schlägt Studioproduktion

Crunchyroll beweist somit erneut, dass Mangaverfilmungen auch in den USA die Kinokassen ordentlich zum Klingeln bringen können, wenn man sie nur richtig vermarktet und landesweit auswertet.

Beast – Jäger ohne Gnade war immerhin dazu imstande, den Vorwochenspitzenreiter Bullet Train mit Brad Pitt (World War Z, Interview mit einem Vampir) und Sandra Bullock (The Lost City, Speed) von den Schranken zu weisen.

Das Werk hat es auf den zweiten Platz der US-Kinocharts geschafft, was aber trotzdem kein wirklicher Grund zur Freude ist. Den hohen Rang haben alle involvierten Filmschaffenden nämlich lediglich einem ruhigen Box Office-Wochenende zu verdanken, da der magere Kopienschnitt von etwas mehr als 3.000 US-Dollar auf leere Kinosäle hindeutet und ein schwaches Startergebnis zur Folge hatte, das Kinogängern gerade einmal 11.6 Millionen US-Dollar wert war.

Das Best Case-Szenario

Wenn es in den kommenden Wochen, wo keine Konkurrenz zu erwarten ist, gut läuft und sich Beast – Jäger ohne Gnade einigermassen stabilisiert, dürfte ein Endergebnis zwischen 25 und 30 Millionen US-Dollar noch im Bereich des Möglichen liegen. Aber fällt der unheimliche Trip durch die Savanne wie ein Stein, wird nach 20 Millionen ziemlich sicher bald mal Schluss sein.

Im Film reist Dr. Nate Daniels (Elba) nach dem tragischen Tod seiner Frau dorthin, wo er sie einst kennenlernte: in die südafrikanische Savanne. Die lang geplante Reise in das Wildreservat des Biologen und alten Freundes der Familie, Martin Battles (Sharlto Copley), soll ihm und seinen Teenager-Töchtern Meredith (Iyana Halley) und Norah (Leah Jeffries) die Möglichkeit geben, den schweren Verlust zu überwinden.

Viel Gelegenheit dazu bekommen sie nicht, denn ihr Lager wird zum Ziel mehrerer aggressiver Angriffe eines blutrünstigen Löwen, der es scheinbar bewusst auf Menschen abgesehen hat, nachdem er die Attacke brutaler Wilderer überlebt hat. Ganz plötzlich wird aus der heilenden Reise ein verzweifelter Kampf ums Überleben. Doch Daniels lässt sich und seine vom Schicksal gebeutelte Familie nicht ohne Weiteres zur Beute machen – und nimmt den Kampf gegen die wilde Bestie auf.

©Universal Pictures

Geschrieben am 22.08.2022 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Beast, News