Black Christmas – Regisseurin erklärt, wieso das Remake anders wird als das Original

Nicht alle sind begeistert von der Idee, aus dem kanadischen 70er Slasher Black Christmas (hierzulande eher unter dem Titel Jessy – Treppe in den Tod bekannt) ein harmloses Katz- und Mausspiel mit politischer und gesellschaftskritischer Motivation zu machen. Inzwischen meldete sich Regisseurin Sofia Takal schon mehrfach zu Wort, um das PG-13 Rating (entspricht hierzulande häufig einer Freigabe ab 12 oder 16 Jahren) und ihre Herangehensweise zu verteidigen. Nun legte sie im Interview mit Entertainment Weekly noch einmal nach und verriet, wieso es ihr so wichtig war, das Original nicht zu kopieren, sondern etwas Eigenes auf die Beine zu stellen und an die heutigen Gegebenheiten anzupassen: „Mein Film basiert nur lose auf Black Christmas, die Handlung selbst ist eine völlig andere. Ich wurde eher vom Gefühl inspiriert und angetrieben, das ich beim Schauen des ersten Films verspürte – diesem krankhaften und noch immer präsenten Hass von Männern gegenüber Frauen, der nie wirklich ausgerottet werden konnte“, findet Takal.

Deshalb ziele ihr Black Christmas eher auf junge Frauen ab, die vielleicht selbst schon Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen oder aufdringlichen Verehrern gemacht haben. Ursprünglich sei der Film sogar mit einem R-Rating im Hintergrund angedacht gewesen. Doch Testscreenings zeigten auf, „dass der Film durch die aktuelle Thematik einem jungen, weiblichen Publikum zugänglich gemacht werden muss.“

„Damit fing für mich alles an. Man könnte meine Herangehensweise mit der von Luca Guadagnino vergleichen, der Suspiria ganz neu interpretierte. Mir ging es darum, einen Film zu machen, der unsere Gegenwart reflektiert und sich mit der Frage befasst, wie es sich in dieser Zeit anfühlt, als Frau zu leben. Ich war nicht daran interessiert, einen Streifen auf die Beine zu stellen, in dem Frauen nacheinander abgeschlachtet werden. Das wäre für mich ein Schlag ins Gesicht gewesen. Das bedeutet natürlich nicht, dass Männer so was sehen wollen. Mein Black Christmas ist halt ein wild feministischer Film“, so Takal im Gespräch. Die neue Ausrichtung mache den Film allerdings nicht weniger boshaft, ist sich ihre Co-Autorin April Wolfe sicher. Ob die Rechnung aufgeht und Takal mit Black Christmas tatsächlich eine ganz neue Generation von jungen Frau für das Horrorgenre begeistern kann, zeigt sich Mitte Dezember.

Pünktlich zum Weihnachtfest bringt Universal ihr zeitgemäßes Reboot des Slasher-Klassikers ins Kino, in dem eine Gruppe junger Studentinnen auf ihrem Campus kurz vor den Weihnachtsferien mit einem eiskalten Killer konfrontiert wird. Doch der hat nicht damit gerechnet, dass sie keineswegs bereit sind, willige Opfer zu werden, sondern gnadenlos zurückschlagen können.

Während sich Riley Shane (Imogen Poots, Green Room) und ihre Freundinnen aus der Mu-Kappa-Epsilon-Verbindung des Hawthorne College – Athletin Marty, Rebellin Kris und Feinschmecker Jesse – auf die Feiertage vorbereiten, beginnt ein schwarz maskierter Killer, Studentinnen abzuschlachten. Können Riley und ihre Freundinnen überhaupt noch einem Mann vertrauen? Was ist mit Martys Lover Nate, Rileys neuem Liebhaber Landon oder auch dem angesehenen Dozenten Professor Gelson (Cary Elwes, Die Braut des Prinzen)?

  • Quelle: EW

Geschrieben am 28.11.2019 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): News



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