Bride – Scarlett Johansson in moderner Neuauflage von Braut von Frankenstein

Aktuell kämpfen gleich zwei gestandene Hollywood-Starlets darum, zur Braut von Frankenstein werden zu dürfen. Schon länger halten sich Gerüchte, dass Angelina Jolie im Blumhouse-Remake die Rolle der namensgebenden Braut übernehmen und sich im Alleingang an der Männerwelt und ihrem grausamen Schöpfer rächen könnte. Jolie hat die Rechnung aber ohne ihre Kollegin Scarlett Johanson gemacht. Deren neuer Film hört nämlich nicht nur auf den Namen Bride, er weist auch noch eindeutige, nicht von der Hand zu weisende Parallelen zur klassischen Horror-Geschichte auf und ist damit ein inoffizielles Remake ohne Beteiligung von Universal Pictures, dafür aber unterstützt durch Apple+ und die vielgepriesenen Studio-Senkrechtstarter von A24. Wo das Qualitätssiegel A24 draufsteht, ist häufig wohldurchdachtes, abseitiges und grenzüberschreitendes Genrekino drin. Das beweisen vielschichtige Hits wie The Witch, Der Leuchtturm oder Hereditary. Jetzt nimmt man sich zusammen mit Sebastián Lelio (A Fantastic Woman, Gloria), der Regie führt, und den Autoren Lauren Schuker Blum und Rebecca Angelo auch noch einen der ganz großen Horror-Klassiker vor.

Mörderisch schön: Scarlett Johnasson wird zur Braut. ©EuropaCorp

„Es ist höchste Zeit, dass die Braut endlich aus dem Schatten ihres männlichen Gegenstücks [Frankensteins Monster] heraustritt und ihren eigenen Weg geht“, findet Johnasson. „Darum kann ich es kaum erwarten, diese klassische Antiheldin zu emanzipieren und in ihrer Geschichte die Bewegung widerzuspiegeln, die wir aktuell in der Welt beobachten können.“ Johansson spielt die Rolle der Braut, die als ideale Ehefrau für einen brillanten Unternehmer herangezüchtet wird. Als sie ihren Schöpfer zurückweist, bricht sie aus ihrer sicheren Umgebung aus, um einer Welt zu begegnen, in der sie als Monster betrachtet wird. Auf der Flucht findet sie zunehmend zu sich selbst und ist überrascht ob ihrer eigenen Stärke, mit der sie sich selbst neu erschaffen kann.

Soll es wieder auf die Leinwand schaffen: Bride of Frankenstein ©Universal Pictures

Geschrieben am 23.10.2020 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News, Top News



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