Constantine – Scott Derrickson bietet sich für neue Verfilmung an

Wegen kreativer Differenzen zog sich Scott Derrickson kürzlich als Regisseur von Doctor Strange 2: In the Multiverse of Madness zurück. Abgeschworen hat er den Comicverfilmungen deshalb aber nicht. Von einem Twitter-User wurde der Regisseur (Sinister, Der Exorzismus von Emily Rose) jetzt gefragt, ob er sich nicht vorstellen könnte, bei DC vorbeizuschauen und das kürzlich angekündigte Justice League Dark um einen Film zu erweitern. Seine Antwort? Kurz, aber direkt: „Ich würde Constantine machen wollen“, gesteht Derrickson. Der kettenrauchende, Trenchcoat tragende John Constantine gehört wie die mystische Wahrsagerin Madame Xanadu oder Swamp Thing zur bunt gemischten Antihelden-Truppe Justice League Dark, mit der Warner ein ganzes Film- und Serien-Universum aufzuziehen will. Da passt Scott Derrickson, dessen Filmografie stark im Horrorkino verwurzelt ist, natürlich ins Bild. Monster, Dämonen, okkulte Bedrohungen und ein Hauptdarsteller, der sich nicht dem üblichen Heldenschema beugen will – all das scheint wie für ihn gemacht.

Generell ist Warner Bros. erwachsener Comickost sehr offen und aufgeschlossen gegenüber eingestellt, feiert damit mal mehr (Joker), mal weniger (Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn) große Erfolge. Dass auch Constantine das Zeug zu einem düsteren Blockbuster haben und mit einem R (damit ist Personen unter 17 Jahren der Besuch nur in Begleitung eines Erwachsenen gestattet) funktionieren könnte, sah man schon 2005, als die Verfilmung mit Keanu Reeves und Shia LaBeouf den damaligen R-Rated-Startrekord knackte. Ob Derrickson jemals in die Nähe einer DC-Verfilmung kommen wird, bleibt abzuwarten, zumal die Pläne zum Justice League Dark noch in den Kinderschuhen stecken dürften. Doch eventuell sickert sein Interesse ja tatsächlich zu den richtigen Leuten durch und wir erleben schon bald ein Constantine im Stile von Scott Derrickson. Auf ganz ähnliche Weise kam Mike Flanagan schon an den Regieposten beim Shining-Sequel Doctor Sleep.

Mit schwarzen Haaren statt blonder Mähne: So sah Constantine 2005 aus. ©Warner

Die erste Verfilmung ist nicht unumstritten. Aus heutiger Sicht hätte Regisseur Francis Lawrence vieles anders gemacht: „Ich würde ich mich viel näher an der Vorlage orientieren und eine blonde, englische Titelfigur wählen. Aber ich war nicht der erste Filmemacher, der damals unter Vertrag genommen wurde, hatte beim Casting also kaum noch Mitspracherecht. Aber solche Äußerungen sind riskant. Ich liebe Keanu Reeves und finde, dass er einen großartigen Job geleistet hat“, so Lawrence darüber, wie er in der Gegenwart über sein Erstlingswerk denkt. Und auch der Versuch, Constantine als Serienheld zu etablieren, wurde 2015 nach nur einer Staffel wieder eingestellt.

Scott Derrickson gilt als Spezialist für Unheimliches. Hier: Sinister. ©Universal

Geschrieben am 28.02.2020 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): News



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