Cowboy Bebop – Animeverfilmung nach nur einer Staffel eingestellt!

Wenn Serienmacher einem möglichen Abnehmer, sei es nun ein Sender oder Streamingdienst, ein neues Format vorstellen, wird man als kreative Person im Normalfall darum gebeten, die Geschichte von gleich mehreren Staffeln zusammenzufassen – schließlich wollen Geldgeber die Gewissheit haben, dass auch tatsächlich genug Material existiert, um einige Jahre auf der Prämisse aufzubauen.

Man erarbeitet also eine ganze Welt, ein fiktives Universum, ohne vorher wirklich zu wissen, ob man in Zukunft auch die Gelegenheit dazu haben wird, dieses vollständig entfalten zu dürfen. Denn manchmal läuft bekanntlich nichts so, wie man es gerne hätte.

Als Cowboy Bebop-Schöpfer Christopher L. Yost sowie die beiden Regisseure Alex Garcia Lopez und Michael Katleman von Netflix grünes Licht für ihre Animeverfilmung erhielten, dachte das Trio zunächst noch, etwas ganz Spezielles auf die Beine zu stellen, das Abonnenten des Streaming-Giganten Jahre lang die bestmögliche Unterhaltung garantieren würde – war die Kost in diesem Fall zu speziell?

War COWBOY BEBOP zu speziell für Netflix-Abonnenten?

Seit dem 19. November 2021 kämpft das Format fast vergebens um seine Zuschauer, tauchte Tage nach der Premiere kaum bis gar nicht in den Top 10 der Netflix-Charts auf, was das mangelnde Interesse an der Adaption bestätigte. Daher war die heutige Meldung bereits abzusehen – Netflix zieht in der Konsequenz jetzt schon den Stecker, stellt die Serie Cowboy Bebop, die vom Publikum eher gemischt aufgenommen wurde, nach nur einer Staffel ein.

Doch wieso haben sich potenzielle Zuschauer geweigert, sich die Produktion anzusehen? Über so etwas lässt sich natürlich lediglich spekulieren, ein möglicher Grund wäre aber tatsächlich das unkonventionelle Stilmittel. Schon im Vorfeld war klar, dass dieses Projekt das Ziel verfolgt, anders zu sein, sich von der Masse abzuheben, einen anderen Weg einzuschlagen, dem Publikum mal etwas Neues zu bieten, das glechzeitig aber auch die beliebte Vorlage aus Japan ehrt.

Auch wenn Yost und Co. genauso wenig erfreut über die Absetzung sein dürften wie Fans, die sich im Grunde schon eine zweite Staffel erhofft hatten, so wurde den Machern immerhin der Versuch genehmigt, eine riskante Serie, die sich nun mit offenen Handlungssträngen ins Aus verabschiedet, der etwas anderen Art aus dem Boden zu stampfen.

Drei Kopfgeldjäger fliehen vor ihrer Vergangenheit

Der actiongeladene Weltraum-Western Cowboy Bebop handelt von drei Kopfgeldjägern, genannt «Cowboys», die vor ihrer Vergangenheit fliehen. Spike Spiegel (John Cho), Jet Black (Mustafa Shakir) und Faye Valentine (Daniella Pineda) könnten unterschiedlicher nicht sein. Die unerschrockene, tödliche Truppe heftet sich an die Fersen der gefährlichsten Verbrecher der Galaxie – solange die Kohle stimmt. Doch sie können sich ihren Weg nicht ewig freikämpfen, denn irgendwann werden sie von der Vergangenheit eingeholt.

André Nemec, Jeff Pinkner, Josh Appelbaum und Scott Rosenberg von Midnight Radio, Marty Adelstein und Becky Clements von Tomorrow Studios, Makoto Asanuma, Shin Sasaki und Masayuki Ozaki von Sunrise Inc., Tim Coddington, Tetsu Fujimura, Michael Katleman, Matthew Weinberg und Christopher Yost sind die ausführenden Produzenten der auf der beliebten Anime-Serie Cowboy Bebop basierenden Realverfilmung.

Nemec fungierte zudem als Showrunner. Shin’ichirō Watanabe, der Regisseur der originalen Anime-Serie, stand den Machern der Serie beratend zur Seite und auch Yoko Kanno, die Komponistin der Anime-Serie, ist bei der Realverfilmung mit von der Partie. In weiteren Hauptrollen sind zudem Alex Hassell und Elena Satine zu sehen.

©Netflix

Geschrieben am 10.12.2021 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Cowboy Bebop, News



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