Cruella – Ein kleines bisschen Joker: Zweiter Trailer mischt London auf

Manch einer staunte nach dem ersten Cruella-Trailer nicht schlecht: Das soll ein Disney-Film für die breite Masse sein? Derart düstere, abgründige Filme ist man von dem Mousekonzern schließlich gar nicht gewohnt. Dass ihr Film in diesem Zusammenhang eher mit dem psychopathischen Joker als dem hauseigenen Disney-Film Mulan verglichen wurde, geht Emma Stone (Zombieland) dann aber doch etwas zu weit. Um keine falschen Erwartungen zu wecken, stellt sie vorsichtshalber klar:

„Unser Film unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von Joker„, verrät sie Total Film. Auch würde sie sich niemals mit Joaquin Phoenix vergleichen, der für seine Darstellung des Jokers mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. „Ich wünsche, ich wäre mehr wie er“, sagt sie. Auch in Cruella gebe es zutiefst emotionale Elemente, die Cruella auf einen Pfad der Zerstörung führen. In der Hinsicht seien beide Filme also schon miteinander vergleichbar, findet Regisseur Craig Gillespie. Abgesehen davon stehe sein Cruella aber auf eigenen Füßen – und das wird jetzt auch im neuen Trailer deutlich.

„Ich möchte unartig sein“, verkündet Cruella (Emma Stone) nach ihrer Verwandlung von der unscheinbaren Praktikantin zum Modevamp. Das bedeutet in diesem Fall aber nicht Mord und Totschlag, so wie in Joker, sondern Lug und Betrug, Brandstiftung oder Raub.

Cruella rast durch London ©Walt Disney

Moralisch und in Sachen Niedertracht liegen also gewissermaßen Welten zwischen diesen zwei bekanntesten Schurken der Filmgeschichte. Das macht Emma Stone als verruchte Gegenspielerin ihrer zweifachen Oscar-Kollegin Emma Thompson aber nicht weniger interessant. Schließlich pickt sich Walt Disney nicht alle Tage einen seiner berühmtesten Fieslinge heraus, um ihm eine eigene Ursprungsgeschichte auf den Leib zu schneidern. Genau genommen ist das nach Malifcent – Die dunkle Fee mit Angelina Jolie sogar erst das zweite Mal der Fall, dass es dazu kommt.

Eine Punkrock-Revolution: Die Story

Gillespies Film, auf Papier gebracht vom mehrköpfigen Autorenteam um Dana Fox (How to be Single, Isn’t It Romantic), Tony McNamara (The Favourite – Intrigen und Irrsinn), Aline Brosh McKenna, Kelly Marcel und Steve Zissis (wobei letztere drei nur an der Story beteiligt waren), spielt im London der Siebziger, inmitten der Punkrock-Revolution, wo die clevere Trickbetrügerin Estella (Emma Stone) gerade dabei ist, sich mit immer ausgefalleneren Looks einen Namen zu machen.

Ein kleines bisschen psychopathisch: Emma Stone als Cruella. ©Walt Disney

Das bringt ihr die Aufmerksamkeit einer echten Modeikone ein, die an Eleganz kaum zu übertreffen ist. Doch die Begegnung zwischen Estella und Baronin von Hellman (Emma Thompson) hinterlässt beiderseitig Spuren und setzt eine Kette von Ereignissen und Enthüllungen in Gang, die dazu führen, dass Estella ihre dunkle Seite nach außen kehrt und sie zur gefürchteten und rachsüchtigen Cruella de Vil werden lässt, der im Konkurrenzkampf um das perfekte Design alle Mittel recht sind.

Im Kino und bei Disney+

Und auch bei der Art und Weise der Veröffentlichung geht Disney neue Wege. Weil sich unmöglich abschätzen lässt, ob die Kinosäle weltweit bis zum angepeilten Starttermin am 27. Mai wieder geöffnet haben, gibt es Cruella parallel dazu auch als Premiumtitel bei Disney+.

Für umgerechnet rund 22 Euro erhält man im Rahmen seiner üblichen Disney+-Mitgliedschaft unbegrenzten Zugriff auf das neueste Live Action-Spektakel aus dem Hause Disney. Gleiches gilt übrigens auch für Marvel’s Black Widow, der Juli im Programm von Plus Einzug hält.

Nicht nur im Kino, sondern auch bei Disney+ zu Hause: Cruella. ©Disney

Geschrieben am 07.04.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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