Der dunkle Turm - The Dark Tower

Der dunkle Turm – Serie wäre genau das geworden, was Fans gewollt hätten

Wenngleich Der dunkle Turm (The Dark Tower) vorzeitig wegen „mangelhafter Qualität“ eingestellt wurde, beteuert Showrunner Glen Mazzara (The Walking Dead), dass die Serie genau das geworden wäre, was sich Fans schon immer von einer Serie in Stephen Kings düsterem Fantasy-Universum erhofft hätten. Besonders stolz sei er auf die Arbeit von Cast und Crew, die das Team bei der Umsetzung der Pilotfolge geleistet hat. Amazon befand aber, dass sich die Folge qualitativ nicht mit den anderen Serien-Großprojekten messen kann, die man gerade in Vorbereitung hat: Der Herr der Ringe und Wheel of Time. Dennoch ist sich Glen Mazzara sicher: „Wir haben im großen Stil abgeliefert. Wir hatten eine immens kreative Truppe um uns, die große Risiken eingegangen ist, um die Pilotfolge möglich zu machen“, schreibt er via Twitter. „Ehrlich gesagt würde ich nichts daran [an der fertigen Pilotfolge] ändern. Wir hatten die Aufgabe, die Geschichte zu würdigen und zum Leben zu erwecken. Meiner Meinung nach wäre es genau das gewesen, worauf Fans so lange gewartet haben. Fragt Stephen King oder Robin Furth [Co-Autor der The Dark Tower-Comics von Marvel].“

Ob die Serie noch kommt, ist fraglich. ©Simon & Schuster

Wie Roland werde er die Suche jedoch fortsetzen: „Das Abenteuer geht weiter.“ Denn wer weiß: Möglicherweise geht ein anderer Streamingdienst das Risiko ein, Stephen Kings achtteiligen Romanzyklus in Serie zu schicken, auch wenn das angesichts eines gefloppten Kinofilms eher unwahrscheinlich sein dürfte. Die Serie sollte sich bewusst von dem Sony-Werk distanzieren und die Ursprünge von Revolverheld Roland Deschain, der hier von Sam Strike aus Leatherface von Julien Maury und Alexandre Bustillo gespielt werden sollte, ergründen und zudem aufzeigen, wie er in den Besitz seiner Waffen und zu dem ewigen Konflikt mit dem berüchtigten Man in Black kam. Es wäre zwar nicht das erste Mal, dass eine Serie erst im zweiten oder sogar dritten Anlauf zustande kommt. Bei einem derart groß angelegten Projekt wie The Dark Tower bräuchte es dafür aber einen finanzstarken Partner, was viele kleinere Dienste und Networks von vornherein ausschließt.

Heute findet sogar Ron Howard, der Regisseur des Films, dass man lieber erst mit der Serie hätte starten und den Film im Nachhinein hätte umsetzen sollen. „Der Fokus auf PG-13 und die Abenteuer des Jungen war sicherlich ein entscheidender Fehler. Ich weiß nicht, ob wir den Film hätten anders machen können, aber er hätte sehr viel dunkler, härter daherkommen und sich auf den Gunslinger konzentrieren sollen“, bestätigte Howard vor einiger Zeit gegenüber Collider. „Rückblickend wäre das wohl spannender gewesen. Wir hatten immer das Gefühl, dass wir uns zurückhalten müssen, und in gewisser Hinsicht war das wohl auch der Fall. Zudem hätten wir uns wohl zuerst um die Serie kümmern sollen. Es ist enttäuschend, denn ich habe viel Arbeit und Mühe hineingesteckt. Im Nachhinein fragt man sich dann: ‚War es wirklich der richtige Weg, der eingeschlagen wurde?‘ Ich denke, dass wir uns zu sehr von außen haben beeinflussen lassen und nicht unbedingt von dem, was uns Stephen King gegeben hat.“

War nicht der erhoffte Kinohit: The Dark Tower. ©Sony Pictuewes

Geschrieben am 21.01.2020 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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