Die Klapperschlange – Reboot: Snake Plissken wäre Karriere-Selbstmord, sagt Wyatt Russell

Wuchtige Action, eine ordentliche Prise endzeitliche Science Fiction und Kurt Russell, der sich aus einem Hochsicherheitsgefängnis und dem (damals) futuristischen Manhatten des Jahres 1997 freizukämpfen versucht: John Carpenters Die Klapperschlange hatte fast alles, was das Genreherz begehrt und zählt heute nicht ohne Grund zu den ganz großen Klassikern des Genres. Obwohl es nicht einfach werden dürfte, diesem Ruf gerecht zu werden, sitzt Leigh Whannell (Der Unsichtbare, Upgrade) seit 2019 an einem modernen Reboot und der kniffligen Frage:

Wer könnte 2021 einen würdigen Kurt Russell-Ersatz abgeben? Schließlich ist dessen Auftritt als Präsidenten-Retter Snake Plissken inzwischen legendär, auch wenn der weniger gelungene Nachfolger Flucht aus L.A. bereits etwas an diesem Status kratzte. Und dennoch: Mit dem Versuch, dem Kinopublikum einen modernisierten Snake unterzujubeln, dürfte man bei vielen Zuschauern und vor allem den Fans der Originale auf Granit beißen.

Leigh Whannell hätte schon Wunschkandidaten

Die Lösung? Wenn Leigh Whannell das Sagen hätte (und das hat er als Autor und potenzieller Regiekandidat der Neuauflage bis zu einem gewissen Grad), dann würde er einfach Wyatt Russell (Operation: Overlord), also Kurt Russells ebenfalls als Schauspieler tätigen Sohn für die Rolle anheuern, der damit in die Fußstapfen seines Vaters treten könnte und seinem Vater noch dazu wie aus dem Gesicht geschnitten wäre. Die Rolle bliebe also gewissermaßen in der Familie.

Wäre er der ideale Snake Plissken? Wyatt Russell (Operation: Overlord) ©Paramount

Das sei einfach die „offensichtlichste Lösung, um die Fans für sich zu gewinnen“, bemerkte Leigh Whannel Anfang letzten Jahres, als er auf das Thema angesprochen wurde. „Wir sprechen hier von einer ikonischen Figur, die vielen Leuten lieb und teuer ist und die fest mit ihrer Kindheit verankert ist. Man muss also sehr vorsichtig damit sein.“

Nur will Russells Sohn diesen Posten gar nicht, wie er jetzt gegenüber Comicbook.com klarstellte. Für ihn käme die Verpflichtung als Snake Plissken einer Art „Karriere-Selbstmord“ gleich.

Er sei zwar geschmeichelt und wünsche dem Team auch alles Gute, aber „das wird ganz einfach nicht passieren“, hält er entschieden fest. „Es wird kein Snake-Reboot mit meiner Beteiligung geben. Wenn ich meiner Karriere ein Ende setzen wollte, dann wäre das der ideale Weg. Ich weiß nicht, ob jemand anderes Snake Plissken spielen könnte. Sie haben meinen Segen und ich wünsche ihnen alles Gute, aber ich weiß einfach nicht, ob das möglich ist.“

Für Russell ist sein Vater einfach unersetzlich. ©Constantin Film

Kommt das Klapperschlange-Reboot?

Nötig hätte er die Rolle jedenfalls nicht, denn Wyatt Russell ist auch ohne Verbindung zu seinem Vater und dessen Kultfilmen ein gefragter Darsteller. Gerade erst wirkte er als Captain America in Disneys The Falcon and the Winter Soldier-Serie mit und ist diesen Mai auf Netflix zudem in dem Hitchcock-Thriller The Woman in the Window zu sehen.

Wie final die Pläne zum Die Klapperschlange-Reboot sind, bleibt aber ohnehin noch abzuwarten. Durch den Aufkauf von 20th Century Fox liegen die Rechte an der Reihe jetzt bei Walt Disney und bislang hat sich der Mouse-Konzern nicht dazu geäußert, ob man das Vorhaben weiter verfolgen oder lieber einstellen wird. Auch Leigh Whannell, der kürzlich für Universals Wolfman an Bord geholt wurde, hat sich jetzt schon längere Zeit nicht mehr zum Stand der Dinge geäußert.

Disney-Star: Wyatt Russell als Captain America ©Walt Disney

Geschrieben am 19.04.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News