Doom – Rückblick: Rosamund Pike schämt sich für den Film

Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer – das trifft auch auf Schauspieler zu, die im Grunde nie mit Sicherheit sagen können, ob jenes Projekt, für das sie sich gerade verpflichtet haben, am Ende auch wirklich zu einem Kult-Klassiker, Kassenschlager oder – was auch schon genug wäre – unterhaltsamen Film wird.

So gut wie jeder Filmschaffende in Hollywood dürfte mit dem jeweiligen Ergebnis mal zufrieden, mal so gar nicht stolz darauf sein. Zu diesen Leuten gehört auch Darstellerin Rosamund Pike, das ehemalige Bond-Girl aus Stirb an einem anderen Tag, die 2005 Dwayne Johnson und Karl Urban in der Videospielverfilmung Doom – Der Film zur Seite stand, als die beiden Herrschaften in den Kampf gegen die aus der Vorlage bekannten Monster zogen.

Der Sci/Fi-Horrorfilm wurde zu einer Zeit auf die Beine gestellt, als Johnson noch nicht das Kassenmagnet war, welches der 49-Jährige mittlerweile ist. Schon nach dem US-Startwochenende wurde der Streifen als finanzieller Flop abgetan.

Rosamund Pike bedauert, es nicht besser gewusst zu haben

Doch auch auf qualitativer Ebene waren Regisseur Andrzej Bartkowiak sowie seine beiden Drehbuchautoren Dave Callaham und Wesley Strick nicht dazu imstande, dem Neunziger Jahre Ego-Shooter gerecht zu werden – eine Sache, die Pike, welche in die Rolle von Samantha Grimm schlüpfte, zutiefst bedauert: «Aufgrund meiner damaligen Ignoranz und Unerfahrenheit bin ich leider daran gescheitert, wirklich zu verstehen, was Doom den Fans bedeutet.»

«Ich hatte überhaupt keine Ahnung von Videospielen. Für mich war das eine fremde Welt, die ich nicht kapiert habe. Hätte ich zum damaligen Zeitpunkt gewusst, was ich heute weiß, dann hätte ich jeden noch so kleinen Winkel aus diesem Universum erforscht, um mir einen Überblick zu verschaffen – so wie ich es bei meinen neuen Werken mittlerweile auch tue. Vor 16 Jahren war ich aber noch nicht soweit, wofür ich mich inzwischen schäme», verrät Rosamund Pike im Collider-Interview.

«Ich bereue meine Unwissenheit und habe damals nicht gewusst, wie ich herausfinden soll, was Gamern wirklich wichtig ist, da das Internet noch nicht der Ort war, der er heute ist – einer, wo sie sich mitteilen können. 2005 hätte ich keinen Schimmer gehabt, wo ich nach ihnen suchen sollte – jetzt schon!»

Rosamund Pike in Doom – Der Film. ©Universal

Die Britin investiert inzwischen mehr Zeit in Recherchearbeit

«Inzwischen darf ich nämlich einige Leute zu meinem Freundeskreis zählen, die massive Doom-Fans waren. Ich wünschte, ich hätte sie damals schon gekannt.» Für ihre neue Serie The Wheel of Time, die auf dem gleichnamigen Roman von Robert Jordan basiert, habe sie schließlich das getan, was sie ihrer Meinung nach auch in ihren Anfangsjahren als Künstlerin hätte tun sollen:

«Ich habe Stunden damit verbracht, herauszufinden, was Fans an der Vorlage so sehr lieben, wie sie darüber denken und welche Eigenschaften sie unter sich am liebsten diskutieren. Rückwirkend wäre es toll gewesen, ich hätte das auch für Doom gemacht. Ich bedauere es sehr und muss offen zugeben, dass ich damals noch nicht alles über das Filmbusiness wusste», fügt Pike hinzu.

Wenn doch nur alle in der Filmindustrie so denken würden wie die gegenwärtig 42-jährige Britin. 2019 wurde mit Doom: Annihilation nämlich eine weitere Adaption hinterhergeschoben, die sich den Weg ins Kino sparte und umgehend auf DVD und Blu-ray ausgewertet wurde, den Kinofilm sogar noch unterbot. Ob der dritte Anlauf, der in Zukunft möglicherweise angegangen wird, aus den Fehlern seiner beiden Vorgänger lernt?

©Universal

Geschrieben am 19.11.2021 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Doom, News, Top News



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