Dune – Warner Bros. denkt offen über Verschiebung nach

Viel ist vom Warner-Programm in diesem Jahr nicht mehr übrig, und auch der Rest steht nach wie vor auf wackeligen Füßen. In einem Gespräch mit Investoren kündigte der WarnerMedia CFO John Stephens jetzt indirekt weitere Verschiebungen und eine mögliche Neuausrichtung an. Das trifft insbesondere auf große Hollywood-Produktionen wie Patty Jenkins’ Wonder Woman 1984 oder das millionenschwere Sci/Fi-Epos Dune von Dune zu. Eine potenzielles Paradebeispiel ist Tenet, den Warner Bros. individuell an die im jeweiligen Land herrschende Ausgangslage und Marktsituation anzupassen versucht, wobei man auf den sonst üblichen globalen Starttermin verzichtet. „Wir sind uns noch nicht sicher, wie wir mit diesen Filmen verfahren werden“, gibt Stephens zu und bestätigt, dass es zu weiteren Verschiebungen kommen könnte. Wegen der Pandemie müsse man neue Auswertungswege berücksichtigen und in Betracht ziehen. Dass man wie bei Walt Disneys Mulan aber komplett auf einen Kinostart verzichtet, ist bei derart teuren Filmen (Insider siedeln Dune zwischen 150 und 200 Millionen US-Dollar an) im Moment eher unwahrscheinlich. Dies ist im Fall von Mulan auch nur möglich, weil die VOD-Premiere an einen nicht unerheblichen Preispunkt von immerhin 30 US-Dollar/Euro und den hauseigenen Streamingdienst Disney+ geknüpft ist.

Der Wüstenplanet wartet – nun doch erst 2021? ©Warner Bros.

Erschwerend kommt bei Dune hinzu, dass Regisseur Denis Villeneuve Schwierigkeiten haben könnte, den Film bis zum angepeilten Dezember-Start fertig zu bekommen. Er steht gehörig unter Zugzwang, will Cast und Crew im August noch einmal für letzte Nachdrehs zusammentrommeln. Doch auch die Nachbearbeitung gestaltet sich in Zeiten von Corona schwierig, wie er zugibt:

„Ich habe festgestellt, dass das Schneiden eines Films genauso ist wie das Musikmachen – alle Beteiligten müssen sich im selben Raum aufhalten. Ich vermisse es sehr, mich gemeinsam mit meinem Cutter im selben Raum zu befinden.“ Und auch in anderer Hinsicht hinterlässt die Pandemie Spuren. „Als ich die Nachdrehs auf einen späteren Zeitpunkt verlegte, war mir natürlich noch nicht bewusst, dass wir es schon bald mit einer Pandemie zu tun haben würden. Dadurch wurde mein Zeitplan komplett auf den Kopf gestellt. Da wir nun die Erlaubnis bekommen haben, die ausstehenden Szenen in wenigen Wochen zu drehen, kann ich sagen, dass wir ganz schön sputen müssen, um den Film bis Dezember fertig zu kriegen.“

Auch Zendaya verschlägt es auf den Wüstenplaneten ©Warner Bros.

Geschrieben am 12.08.2020 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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